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Freitag, 18. September 2026

Pfarrei Macha & Bombori: Hilfe in Boliviens Bergen

Pfarrer bedeutet auch Pate der Abschlussklasse zu sein
Pfarrer bedeutet auch Pate der Abschlussklasse zu sein

Padre Hernán Tarqui berichtet über Seelsorge, 

Bildung, Gesundheitsfürsorge und gelebte Nächstenliebe in der Pfarrei Macha & Bombori Bolivien.
Pfarrei Macha & Bombori https://macha-bombori-bolivia.org/

Gottesdienste, Erstkommunionen, Firmungen, Hochzeiten in der Wirtschaft hätte ich das rundum Sorglospaket geschrieben
Gottesdienste, Erstkommunionen, Firmungen, Hochzeiten in der Wirtschaft hätte ich das rundum Sorglospaket geschrieben

Hoch in den bolivianischen Bergen 

liegt die weitläufige Pfarrei Macha & Bombori. Für viele Menschen in dieser abgelegenen Region ist sie weit mehr als ein Ort des Glaubens: Sie bietet Gemeinschaft, praktische Hilfe und Hoffnung. Padre Hernán Tarqui begleitet die Familien vor Ort – mit Seelsorge, Bildungsangeboten, Gesundheitsinitiativen und konkreter Unterstützung im Alltag.

In der Hauptkirche in Macha sieht es immer ein bisschen wie in Europa aus
In der Hauptkirche in Macha sieht es immer ein bisschen wie in Europa aus

Glaube, der durch Taten sichtbar wird

Als Pfarrer von Macha & Bombori möchte Padre Hernán Tarqui christliche Werte nicht nur verkünden, sondern im täglichen Handeln erfahrbar machen. Für ihn zeigt sich Nächstenliebe besonders dort, wo Menschen einander beistehen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Seine pastorale Arbeit verbindet deshalb geistliche Begleitung mit praktischer Hilfe.

Manchmal bei Firmungen oder zu Weihnachten bekomme ich Hilfe von den  Schwestern der Mutter Teresa von Kalkutta
Manchmal bei Firmungen oder zu Weihnachten bekomme ich Hilfe von den  Schwestern der Mutter Teresa von Kalkutta

Vier Säulen der pastoralen Arbeit

Bildung und Erziehung: Viele Kinder erreichen Schulen nur schwer, und manchen Familien fehlen die Mittel für Schulmaterialien. Kirchliche Unterstützung erleichtert den Zugang zu grundlegender Bildung und vermittelt zugleich christliche Werte.

Gesundheitsfürsorge: Weil medizinische Angebote oft nur eingeschränkt verfügbar sind, organisiert die Pfarrei Gesundheitskampagnen. Freiwillige Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte helfen bei der Grundversorgung und Aufklärung.

Soziale Unterstützung: Familien, die in Armut leben, erhalten Lebensmittel, Kleidung und weitere notwendige Güter. Auch in familiären und sozialen Krisen bietet die Gemeinde Beratung und Begleitung.

Seelsorge: Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen bilden das geistliche Zentrum der Pfarrei. Persönliche Gespräche und Beichten geben den Menschen zusätzlichen Halt.

Immer wieder mal ein Gruppenbild vor unserer fantastischen Kulisse
Immer wieder mal ein Gruppenbild vor unserer fantastischen Kulisse

Herausforderungen in den Bergen Boliviens

Große Entfernungen, eine schwache Infrastruktur und wechselhafte Wetterbedingungen prägen das Leben in Macha und Bombori. Reisen sind aufwendig, Ressourcen knapp und staatliche Hilfsangebote nicht überall erreichbar. Umso wichtiger sind lokale Zusammenarbeit, verlässliche Partnerschaften und Lösungen, die zur Lebenswirklichkeit der Menschen passen.

Auch die Schüler in den Abschlussklassen sind von unserer Arbeit begeistert
Auch die Schüler in den Abschlussklassen sind von unserer Arbeit begeistert 

Gemeinschaft als tragende Kraft

Der starke Zusammenhalt innerhalb der Pfarrei ist eine entscheidende Ressource. Die Menschen unterstützen einander und setzen gemeinsame Vorhaben um. Projekte wie der Bau von Schulen oder die Organisation von Festen verbessern nicht nur den Alltag, sondern stärken auch das Vertrauen und das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Hier wird im Firm Kurs gelernt diskutiert und miteinander ausgesprochen
Hier wird im Firm Kurs gelernt diskutiert und miteinander ausgesprochen

Partnerschaften und nachhaltige Lösungen

Netzwerke mit anderen Pfarreien, kirchlichen Organisationen und internationalen Hilfswerken helfen dabei, Unterstützung und Ressourcen zu mobilisieren. Zugleich setzt die Gemeinde auf zukunftsfähige Ansätze: Solarenergie kann abgelegene Dörfer mit Strom versorgen, während nachhaltige Landwirtschaft zur Ernährungssicherheit beiträgt.

Gottesdienste gibt es immer dort wo die Menschen leben auch in entlegenen Kommunen in den Bergen
Gottesdienste gibt es immer dort wo die Menschen leben auch in entlegenen Kommunen in den Bergen

Warum gelebte Nächstenliebe zählt

In der Pfarrei Macha & Bombori wird der christliche Glaube durch konkrete Hilfe sichtbar. Jede helfende Hand, jedes offene Gespräch und jedes gemeinschaftliche Projekt kann den Alltag eines Menschen verbessern. Padre Hernán Tarqui möchte mit seinem Einsatz auch andere ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und sich für das Gemeinwohl einzusetzen.

Zu jedem Gottesdienst gehört auf dem Altiplano eine zünftige Prozession
Zu jedem Gottesdienst gehört auf dem Altiplano eine zünftige Prozession

Gemeinsam in die Zukunft

Auch künftig bleibt viel zu tun, um die Lebensbedingungen in den bolivianischen Bergen zu verbessern und den Glauben in der Gemeinschaft zu stärken. Mit Gottes Hilfe und der Unterstützung der Gemeindemitglieder blickt Padre Hernán Tarqui zuversichtlich nach vorn. Sein Ziel bleibt, den Menschen verlässlich zur Seite zu stehen und gemeinsam tragfähige Perspektiven zu entwickeln.

Ein besonderes Anliegen ist mit die Unterstützung der Schulkinder in den Bergen Boliviens mit Schulmaterial
Ein besonderes Anliegen ist mit die Unterstützung der Schulkinder in den Bergen Boliviens mit Schulmaterial

Fazit: Hoffnung durch konkretes Handeln

Die pastorale Arbeit in der Pfarrei Macha & Bombori verlangt Hingabe, Ausdauer und einen tiefen Glauben an die Kraft guter Taten. In einer Region mit großen Herausforderungen verbindet sie Seelsorge mit Bildung, Gesundheitsfürsorge und sozialer Hilfe. So wird aus christlicher Nächstenliebe eine praktische Kraft, die Gemeinschaft stärkt und neue Hoffnung schenkt.

Padre Hernán Tarqui – im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Donnerstag, 17. September 2026

Wir stehen wieder vor der Regenzeit

Habt ihr schon einmal einen Gottesdienst im strömenden Regen gefeiert?
Habt ihr schon einmal einen Gottesdienst im strömenden Regen gefeiert?

Die Regenzeit in Bolivien steht bevor

Von November bis März verändern starke Niederschläge das Leben in den abgelegenen Bergregionen des Landes. Unbefestigte Straßen werden zu schlammigen Wegen, Flüsse treten über die Ufer und Erdrutsche können einzelne Dörfer zeitweise von der Außenwelt abschneiden. Für die Menschen in den Bergen Boliviens bedeutet diese Zeit große Herausforderungen, aber auch Wachstum und neues Leben.

Für Reisende wird die Regenzeit zum Abenteuer
Für Reisende wird die Regenzeit zum Abenteuer

Herausforderungen während der Regenzeit

Der Alltag in den bolivianischen Anden ist in der Regenzeit besonders beschwerlich. Viele Familien leben in schwer erreichbaren Regionen, in denen die medizinische Versorgung und der Transport lebenswichtiger Güter nur eingeschränkt möglich sind. Plötzliche Wetterumschwünge erfordern Erfahrung, gute Vorbereitung und gegenseitige Unterstützung.

Wer erinnert sich wo die Straße war?
Wer erinnert sich wo die Straße war?

Auch die Landwirtschaft ist stark vom Wetter abhängig. Kartoffeln, Mais und Quinoa gehören zu den wichtigsten Nutzpflanzen der Region. Die Niederschläge versorgen die Felder mit Wasser, können jedoch gleichzeitig Wege beschädigen und die Arbeit auf den Feldern erschweren.

Zu starker Regen und Hagelschlag fordert seine Opfer
Zu starker Regen und Hagelschlag fordert seine Opfer

Die besondere Schönheit der bolivianischen Berge

Trotz aller Schwierigkeiten zeigt sich die Natur während der Regenzeit von einer eindrucksvollen Seite. Die Landschaft wird sattgrün, Wasserfälle stürzen kraftvoll über die Felsen und Flüsse führen wieder reichlich Wasser. Dramatische Wolkenformationen und wechselnde Lichtstimmungen verleihen den Bergen eine besondere Atmosphäre.

Wer von euch begleitet mich in die Berge Boliviens
Wer von euch begleitet mich in die Berge Boliviens

Für Reisende und Naturliebhaber 

bietet die Regenzeit in den bolivianischen Anden außergewöhnliche Eindrücke. Eine Reise sollte jedoch sorgfältig geplant werden. Wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk, eine gut ausgestattete Reiseapotheke und die Begleitung durch ortskundige Menschen sind besonders wichtig.

Noch fahren wir nicht nach Gehör aber das Fahren gleicht einer Schlammschlacht
Noch fahren wir nicht nach Gehör aber das Fahren gleicht einer Schlammschlacht

Gemeinschaft und gelebte Solidarität

Die Bewohner der Bergregionen haben gelernt, sich an die natürlichen Bedingungen anzupassen. Nachbarschaftshilfe und gemeinschaftliches Handeln sind unverzichtbar, wenn Straßen unpassierbar werden oder Familien Unterstützung benötigen. Traditionelle Feste mit Musik, Tanz und farbenprächtigen Kostümen stärken in dieser herausfordernden Jahreszeit zusätzlich den Zusammenhalt.

Die Regenzeit lässt die Natur erblühen
Die Regenzeit lässt die Natur erblühen

Einsatz für die Ärmsten

Padre Hernán Tarqui steht den ärmsten Menschen in den Bergen Boliviens zur Seite. Sein Dienst gilt Familien, die unter schwierigen Bedingungen leben und während der Regenzeit besonders auf Hilfe angewiesen sind. Sein Engagement schenkt Hoffnung und macht deutlich, wie wichtig Solidarität, Nähe und praktische Unterstützung in den abgelegenen Regionen Boliviens sind.

Die Regenzeit ist mehr als eine klimatische Periode. Sie ist eine Zeit der Herausforderungen, der Erneuerung und der tiefen Verbundenheit zwischen Mensch und Natur.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Mittwoch, 16. September 2026

Die Taufe in den Bergen Boliviens

Grüße an Euch alle da draußen in der weiten Welt
Grüße an Euch alle da draußen in der weiten Welt

Indigene andine Kulturen

insbesondere in der indigenen andinen Kultur der Aymara und Quechua – ist ein tiefgreifendes Beispiel für den sogenannten Synkretismus, also die Verschmelzung von christlich-katholischen Dogmen mit jahrhundertealten indigenen Traditionen.

Während die Taufe im rein kirchlichen Sinne die Aufnahme in die christliche Gemeinde bedeutet, besitzt sie in der andinen Bergwelt eine vielschichtige, oft zweigeteilte Bedeutung:

Manchmal ist der Weg zu den Menschen hier etwas anstrengend
Manchmal ist der Weg zu den Menschen hier etwas anstrengend

Das doppelte Ritual (Kirche und Natur)

Ein Taufgottesdienst beginnt in den Anden meist ganz klassisch in der katholischen Kirche. Direkt nach dem Verlassen des Gotteshauses wird das Sakrament jedoch durch ein indigenes Ritual im Freien ergänzt. Die Berge (genannt Achachilas) gelten in der andinen Kosmologie als die mächtigen Geister der Vorfahren und Beschützer der Gemeinschaften. Die Taufe wird dadurch erst vollständig, dass das Kind auch den Berggeistern und der Natur vorgestellt wird.

Die Gottesdienste sind schon immer sehr gut besucht
Die Gottesdienste sind schon immer sehr gut besucht

Die tiefe Symbolik des Wassers

Wasser hat im Hochland der Anden eine existenzielle Bedeutung. Es ist knapp und sichert das Überleben der Gemeinschaften und Nutztiere.

• Im christlichen Ritus steht das Taufwasser für die Reinigung von Sünden und den Beginn eines neuen Lebens.

• Im andinen Glauben ist Wasser das Blut der Pachamama (Mutter Erde). Die Taufe verbindet das Neugeborene rituell mit dem Wasserkreislauf der Berge und bittet die Natur um Fruchtbarkeit, Schutz und ein langes Leben.

Wasser bedeutet in allen Kulturen Leben
Wasser bedeutet in allen Kulturen Leben

Segen durch die Yatiris (Schamanen)

Häufig begleiten lokale spirituelle Führer, die Yatiris, das Fest nach der Kirche. Mit rituellen Opfergaben (wie K’oa-Räucherwerk, Coca-Blättern oder Alkohol-Ch’allas) bitten sie die Schutzgeister der umliegenden Gipfel, das frisch getaufte Kind in die Gemeinschaft aufzunehmen.

Die Kinder sind älter als in der alten Welt wenn sie getauft werden
Die Kinder sind älter als in der alten Welt wenn sie getauft werden

Zusammenfassend bedeutet die Taufe in Boliviens Bergregionen nicht den Abschied von den alten Göttern, sondern die harmonische Einbindung des Kindes in zwei Welten: in die göttliche Ordnung der christlichen Kirche und in die lebendige, spirituelle Natur der Anden. Zusammenfassend bedeutet die Taufe in Boliviens Bergregionen nicht den Abschied von den alten Göttern, sondern die harmonische Einbindung des Kindes in zwei Welten: in die göttliche Ordnung der christlichen Kirche und in die lebendige, spirituelle Natur der Anden.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Marienfeier in Callampayani

Nach dem Gottesdienst ein Gruppenfoto ist der Standard
Nach dem Gottesdienst ein Gruppenfoto ist der Standard

Glaube, Gemeinschaft und Hoffnung in den Bergen Boliviens

Wenn in Callampayani die Festtage zu Ehren der Virgen de Copacabana beginnen, verändert sich der Rhythmus des kleinen Ortes. Wege, die sonst still durch die karge Berglandschaft führen, werden zu Begegnungsorten. Familien kommen zusammen, Nachbarn begrüßen einander, Musik erfüllt die Höhenluft – und für eine Weile steht das gemeinsame Feiern im Mittelpunkt. Die Marienfeier ist dabei weit mehr als ein einzelner religiöser Termin. Sie verbindet Glauben, Erinnerung, kulturelle Identität und die Hoffnung der Menschen, die unter oft schwierigen Bedingungen in den bolivianischen Anden leben.

Vor dem Gottesdienst werden die Nachrichten zum Dorfgeschehen ausgetauscht.
Vor dem Gottesdienst werden die Nachrichten zum Dorfgeschehen ausgetauscht.

Die Virgen de Copacabana – Schutzpatronin und Wegbegleiterin

Die Verehrung der Virgen de Copacabana ist tief in der Geschichte und Spiritualität Boliviens verwurzelt. Für viele Gläubige ist Maria nicht nur die Schutzpatronin des Landes, sondern eine vertraute Begleiterin im Alltag. Menschen wenden sich mit ihren Sorgen, ihrem Dank und ihren Hoffnungen an sie. Gerade in ländlichen Regionen erhält diese Nähe eine besondere Bedeutung: Wo Entfernungen groß, Verkehrswege beschwerlich und staatliche Angebote nur eingeschränkt erreichbar sind, geben religiöse Feste Halt und schaffen einen verlässlichen Raum für Gemeinschaft.

Der Pfarrer kann nicht so oft in der kleinen Kommune sein deshalb gibt’s eine Menge Taufen.
Der Pfarrer kann nicht so oft in der kleinen Kommune sein deshalb gibt’s eine Menge Taufen.

Ein Fest fernab der großen Pilgerströme

Am Titicacasee zieht das Heiligtum von Copacabana zahlreiche Pilgerinnen und Pilger an. In einem kleinen Bergdorf wie Callampayani zeigt sich die Marienverehrung jedoch von einer stilleren und zugleich sehr persönlichen Seite. Hier lebt das Fest vor allem durch die Menschen vor Ort. Familien und Nachbarschaften aus den umliegenden Höhenzügen tragen dazu bei, dass der Ehrentag zu einem Ereignis für die ganze Gemeinschaft wird. Das Vertraute und das Feierliche greifen ineinander: Gebet und Musik, Andacht und Begegnung, Tradition und Alltag.

Der ganze Weiler kam zum Festgottesdienst
Der ganze Weiler kam zum Festgottesdienst

Farben, Musik und gelebte Tradition

Regionale Patronatsfeste bewahren ein reiches kulturelles Erbe. Farbenfrohe Kleidung, Musik, gemeinsames Essen und religiöse Zeichen machen sichtbar, was die Menschen miteinander verbindet. Entscheidend ist dabei nicht allein das äußere Programm. Ebenso wichtig ist die Vorbereitung: Aufgaben werden verteilt, Räume hergerichtet, Speisen vorbereitet und Gäste willkommen geheißen. Viele Hände wirken zusammen. Auf diese Weise wird Tradition nicht nur erinnert, sondern von Generation zu Generation praktisch weitergegeben.

Die Kinder freuten sich dieses Mal, dass sie die Hauptpersonen im Gottesdienst waren
Die Kinder freuten sich dieses Mal, dass sie die Hauptpersonen im Gottesdienst waren

Gemeinschaft, die durch den Alltag trägt

Das Leben in den Höhenlagen Boliviens verlangt vielen Familien große Ausdauer ab. Lange Wege, begrenzte wirtschaftliche Möglichkeiten und die Abgeschiedenheit einzelner Siedlungen prägen den Alltag. Umso wichtiger sind Anlässe, an denen niemand allein bleiben muss. Die Fiesta stärkt Beziehungen, erneuert das Gefühl der Zugehörigkeit und schafft Gelegenheit, füreinander da zu sein. Sie erinnert daran, dass Gemeinschaft nicht selbstverständlich ist, sondern immer wieder neu gelebt wird.

Gottesdienste in den Bergen sind immer besonders feierlich
Gottesdienste in den Bergen sind immer besonders feierlich

Gerade für die Ärmsten kann eine verlässliche Ansprechperson einen wichtigen Unterschied machen.

Dabei gehören geistliche und soziale Nähe zusammen: Ein Gebet kann Trost geben, ein offenes Ohr Würde vermitteln und konkrete Unterstützung neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Die Marienfeier macht diese Haltung sichtbar. Sie versammelt Menschen nicht nach Besitz oder gesellschaftlicher Stellung, sondern als Gemeinschaft, in der jeder Mensch einen Platz haben soll.

Taufen werden hier gefeiert und sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens
Taufen werden hier gefeiert und sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens

Ein Zeichen der Hoffnung

In Callampayani zeigt sich, wie eng Glaube und tägliches Leben miteinander verbunden sein können. Die Festtage unterbrechen den Alltag, ohne ihn auszublenden. Sorgen, Entbehrungen und offene Fragen bleiben bestehen, doch sie werden für einige Tage gemeinsam getragen. In Gebeten, Liedern und Begegnungen findet die Hoffnung eine Form, die hörbar und sichtbar wird. Das Fest lädt dazu ein, dankbar zurückzublicken und zugleich mit Zuversicht nach vorn zu schauen.

Wichtig ist das geweihtes Wasser mit nach Hause zu nehmen
Wichtig ist das geweihtes Wasser mit nach Hause zu nehmen

Was von der Feier bleibt

Wenn die Musik verklungen ist und die Gäste wieder ihre Wege in die umliegenden Berge antreten, bleibt mehr als die Erinnerung an einen schönen Festtag. Es bleibt das Bewusstsein, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Die Marienfeier in Callampayani erzählt von einem Glauben, der Menschen zusammenführt, von Traditionen, die Identität stiften, und von einem Dienst, der besonders die Bedürftigen nicht aus dem Blick verliert. So wird das Fest der Virgen de Copacabana zu einem lebendigen Zeichen dafür, dass Hoffnung auch an entlegenen Orten wachsen kann – überall dort, wo Menschen miteinander teilen, füreinander einstehen und ihren Glauben gemeinsam feiern.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Dienstag, 15. September 2026

Callampayani feiern der Jungfrau von Copacabana

Gruppenbild mit den Kindern von Callampayani Bolivien
Gruppenbild mit den Kindern von Callampayani Bolivien

Die Virgen de Copacabana 

(auch bekannt als Unsere Liebe Frau von Copacabana) ist die Schutzpatronin von Bolivien. Sie ist eine der ältesten und am meisten verehrten Mariendarstellungen in Lateinamerika. Ihr Hauptheiligtum befindet sich in der Basilika von Copacabana direkt am Ufer des Titicacasees im Departement La Paz.

📜 Geschichte und Ursprung

Der Ursprung der Figur geht auf das Jahr 1583 zurück. Sie wurde von Francisco Tito Yupanqui geschnitzt, einem indigenen Künstler und Nachfahren der Inkas. Da sein erster Versuch aus Ton als zu "rustikal" abgelehnt wurde, reiste er nach Potosí, um die Bildhauerei bei dem Meister Diego de Ortiz zu erlernen.

Yupanqui fertigte die endgültige Statue aus Maguey-Holz (Agavenholz). Er überzog sie mit feinem Gold und kleidete sie im Stil einer Inka-Prinzessin. Dadurch schuf er ein starkes Symbol für die Verschmelzung (Synkretismus) von indigener Kultur und christlichem Glauben in den Anden. Am 2. Februar 1583 wurde die Statue im Dorf Copacabana geweiht.

✨ Merkmale der Statue

Aussehen: 

Die Figur ist etwa einen Meter groß, hat indigene Gesichtszüge und trägt eine Perücke aus echtem Haar.

Elemente: 

In ihrem linken Arm hält sie das Jesuskind in einer besonderen Haltung (es sieht aus, als würde es fast fallen). In ihrer rechten Hand trägt sie ein Körbchen und einen Kommandostab, der ihr in der Kolonialzeit geschenkt wurde.

Besondere Tradition: 

Die Originalstatue verlässt das Heiligtum aus Sicherheitsgründen nie. Für Prozessionen wird eine exakte Nachbildung verwendet. Gläubige verlassen die Kirche traditionell rückwärtsgehend, um der Jungfrau ihren Respekt zu zeigen.

📅 Feste und Ehrungen

Die "Mamita de Copacabana", wie sie liebevoll genannt wird, wird an zwei Haupttagen im Jahr gefeiert:

2. Februar: Das Fest der Darstellung des Herrn (Lichtmess) erinnert an die Ankunft der Statue im Ort.

5. August: Das zentrale Nationalfest in Bolivien, das mit den Unabhängigkeitsfeiern des Landes zusammenfällt.

Im Jahr 1925 wurde die Jungfrau von Copacabana auf Beschluss von Papst Pius XI. offiziell zur Königin von Bolivien gekrönt. Zudem trägt sie militärische Ehrentitel wie "Generalin der Nationalpolizei" und "Admiralin der bolivianischen Marine". Ihre Verehrung ist weit über die Grenzen Boliviens hinaus verbreitet, besonders in Peru, Argentinien und Chile.

Heute werde ich in Callampayani Bolivien sein einem kleinen Dorf in den Bergen Boliviens. Wir feiern das Fest der Jungfrau von Copacabana.
Heute werde ich in Callampayani Bolivien sein einem kleinen Dorf in den Bergen Boliviens. Wir feiern das Fest der Jungfrau von Copacabana.

Bilder von 2026 werdet ihr im Laufe des morgigen Tages bekommen.

Bei Callampayani handelt es sich um eine kleine Ortschaft (eine sogenannte Aldea oder ein Wohngebiet) im Departamento Potosí im bolivianischen Altiplano

Hier sind die wichtigsten Details zu dem Ort:

Lage: Die Gemeinde gehört zum Municipio Colquechaca. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Ortschaften Huayllajara und Vila.

Einwohner: Es ist eine sehr kleine, ländliche Siedlung mit schätzungsweise rund 141 Einwohnern

Die geografischen Merkmale von Callampayani sind stark durch seine Lage im bolivianischen Hochland geprägt.

Hier sind die zentralen geografischen Fakten:

Extreme Höhenlage: 

Der Ort liegt in der Region des Altiplano innerhalb der Anden-Kordillere. Die übergeordnete Gemeinde Colquechaca gilt mit einer durchschnittlichen Höhe von über 4.100 Metern als eine der höchstgelegenen Städte Boliviens. Callampayani teilt diese raue, sauerstoffarme Hochgebirgslage.

Klima und Vegetation: 

Es herrscht ein kaltes, semiarides Hochgebirgsklima. Typisch für diese Region sind extreme Temperaturunterschiede zwischen Tag (oft intensive Sonne) und Nacht (häufig Frost). Die Landschaft ist von der kargen Hochlandsteppe (Puna) geprägt, in der vor allem widerstandsfähige Gräser und niedrige Sträucher wachsen. 

Gottesdienst in der kleinen Kapelle von Callampayani Bolivien
Gottesdienst in der kleinen Kapelle von Callampayani Bolivien

🌽 Pflanzenbau (Ackerbau)

Aufgrund der extremen Höhe von über 4.100 Metern ist die Auswahl an anbaufähigen Kulturpflanzen stark eingeschränkt. Es wird traditioneller Regenfeldbau betrieben, der hauptsächlich auf frost- und kälteresistente Sorten setzt.

Kartoffeln (Papa): Das mit Abstand wichtigste Grundnahrungsmittel und die flächenmäßig dominierende Kultur.

Getreide: Vor allem Gerste (Cebada) – oft als Viehfutter genutzt – sowie in geringerem Maße Weizen (Trigo).

Hülsenfrüchte: Insbesondere Ackerbohnen (Haba) kommen mit den klimatischen Bedingungen der Region gut zurecht.

🐑 Viehwirtschaft (Ganadería)

Da große Teile der rauen Hochlandsteppe (Puna) für den klassischen Ackerbau ungeeignet sind, nutzen die Familien die kargen Flächen intensiv als Weideland. Statistisch gesehen ist die Viehzucht in der Region extrem wichtig:

Schafe (Ganado ovino): 

Stellen zahlenmäßig das wichtigste Nutztier im Municipio dar und liefern Wolle und Fleisch.

Llamas und Alpacas: 

Diese einheimischen Kameliden sind perfekt an den Sauerstoffmangel und die Kälte des Altiplano angepasst.

⚠️ Große Herausforderungen

Die Bauern in Callampayani kämpfen regelmäßig mit existenzbedrohenden klimatischen Risiken: 

Häufige Nachtfröste (Heladas): Können innerhalb einer einzigen Nacht die gesamte Ernte vernichten, weshalb staatliche Agrarversicherungen in der Region regelmäßig Entschädigungen zahlen müssen.

Dürren und Wassermangel: Die unregelmäßigen Regenzeiten im Altiplano machen den Anbau ohne künstliche Bewässerungssysteme sehr riskant 

Kinder und Erwachsene von Callampayani Bolivien kommen immer sehr gerne zu den Kirchenfesten.
Kinder und Erwachsene von Callampayani Bolivien kommen immer sehr gerne zu den Kirchenfesten.

Die Zusammenstellung habe ich euch mit der Google Gemini AI erstellt.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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