
Erst geht es einmal langsam voran
Ein Tag der Begegnung, des Teilens und der Freude in den Bergen Boliviens

Aber bald haben wir unser Ziel erreicht
Ein besonderer Besuch in den Gemeinden
Unser Weg führte uns an diesem besonderen Tag in die Gemeinden Ch’alla Q’asa und Yancoyo, die inmitten der eindrucksvollen Berglandschaft Boliviens liegen. Schon die Fahrt dorthin ließ uns spüren, wie abgeschieden viele Familien in dieser Region lebten. Die Wege waren weit, die Entfernungen groß – und doch entstand mit jedem zurückgelegten Kilometer eine wachsende Vorfreude auf die Begegnungen, die vor uns lagen.

Wie sagt Euer NAVI immer? Ankunft am Ziel
Als wir die Gemeinden erreichten, wurden wir herzlich empfangen.
Besonders bewegend war es, die vielen Kinder zu sehen, die aus entlegenen Winkeln der Umgebung gekommen waren. Manche von ihnen hatten einen langen Fußweg auf sich genommen, um an diesem gemeinsamen Tag dabei zu sein. Ihre Erwartung, ihre Offenheit und ihre Freude verliehen der Begegnung von Anfang an eine ganz besondere Wärme.

Ein Gottesdienst in den Bergen mit der Natur als Kathedrale
Freude schenken – Schokolade und kleine Leckereien
Ein Höhepunkt unseres Besuchs war das Überreichen von Schokolade und kleinen Leckereien an die Kinder. Was auf den ersten Blick wie eine einfache Aufmerksamkeit erschien, wurde zu einem starken Zeichen der Wertschätzung und Verbundenheit. Es ging nicht allein um das Geschenk, sondern um den Augenblick des Teilens: um ein freundliches Wort, eine offene Hand und das Gefühl, gesehen und willkommen zu sein.

Den Kindern hatten wir Süßigkeiten mitgebracht als kleine Belohnung für die langen Kirchwege
Die Gesichter der Kinder hellten sich auf, als sie ihre kleinen Überraschungen entgegennahmen. Ihr Lachen erfüllte den Platz, und aus vielen kurzen Begegnungen entstanden Momente echter Nähe. Diese Freude war ansteckend. Sie erinnerte uns daran, dass eine kleine Geste viel bewirken konnte, wenn sie von Herzen kam. Die leuchtenden Augen, die Dankbarkeit und das unbeschwerte Miteinander blieben uns noch lange in Erinnerung.

Bolivien hat eine junge Bevölkerung
Gemeinschaft, die verband
Im Laufe des Tages wurde deutlich, wie sehr solche Begegnungen eine Gemeinschaft stärkten. Trotz der Herausforderungen und Entbehrungen, die den Alltag vieler Familien prägten, standen Herzlichkeit, Gastfreundschaft und Zusammenhalt im Mittelpunkt. Die Menschen nahmen sich Zeit füreinander, kamen miteinander ins Gespräch und teilten ihre Freude. So entstand ein Raum, in dem Nähe nicht von großen Mitteln, sondern von Aufmerksamkeit und gegenseitigem Respekt getragen wurde.

Alle waren fröhlich und gut aufgelegt
Gerade in dieser abgelegenen Bergregion
zeigte sich, wie bedeutsam zwischenmenschliche Wärme war. Ein Lächeln, ein Gespräch oder ein gemeinsam verbrachter Augenblick konnte Hoffnung schenken und Verbindungen vertiefen. Auch für uns war dieser Tag ein Geschenk: Wir durften zuhören, Anteil nehmen und erfahren, wie viel Kraft in einer Gemeinschaft lag, die füreinander da war.

Die Leute bekamen noch ihren Segen mit nach Hause
Padre Hernán Tarqui – im Dienst für die Ärmsten
Padre Hernán Tarqui begleitete den Besuch mit großem Einsatz, Einfühlungsvermögen und einem offenen Herzen für die Menschen. Sein Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens war von Nächstenliebe, Respekt und dem Wunsch geprägt, Hoffnung dorthin zu tragen, wo der Alltag oft von Entbehrungen bestimmt war. Dabei standen nicht große Worte im Vordergrund, sondern die persönliche Begegnung und das verlässliche Dasein für die Familien.

Die Kinder zusätzlich ihre Wegzehrung
Jeder Besuch war Teil eines langfristigen Engagements. Vertrauen wuchs dort, wo Menschen immer wieder aufeinander zugingen, einander zuhörten und Verantwortung miteinander teilten. An diesem Tag wurde erneut sichtbar, dass gelebte Solidarität das Leben zwar nicht mit einem Mal veränderte, aber Lichtblicke schuf, Mut machte und den Menschen vermittelte, dass sie nicht vergessen waren.
Dankbarkeit und ein Blick nach vorn
Am Ende dieses erfüllten Tages überwog tiefe Dankbarkeit. Wir dankten allen, die diese Begegnung ermöglicht und unsere Arbeit unterstützt hatten. Jede helfende Hand, jede Spende und jedes Zeichen der Verbundenheit trug dazu bei, dass solche Besuche stattfinden konnten. Vor allem aber waren wir den Menschen in Ch’alla Q’asa und Yancoyo dankbar, die uns aufgenommen und ihre Zeit, ihre Geschichten und ihre Freude mit uns geteilt hatten.
Die Erinnerungen an diesen Tag begleiteten uns weiter:
die langen Wege der Kinder, die herzlichen Begegnungen, das gemeinsame Lachen und die vielen kleinen Gesten, die so viel mehr ausdrückten als Worte. Sie bestärkten uns darin, auch künftig für die Menschen in den Bergen Boliviens da zu sein. Denn dort, wo geteilt, zugehört und gemeinsam gelacht wurde, entstanden Herzensmomente, die verbanden und lange nachwirkten.
Euer Padre Hernán Tarqui
Im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens
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