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Sonntag, 11. Oktober 2026

Der Papst braucht unser Gebet

Papst Leo XIV. kündigt Lungenoperation an
Papst Leo XIV. kündigt Lungenoperation an

Papst Leo XIV. hat nach dem Angelus öffentlich gemacht, 

dass Ärzte bei ihm einen kleinen, gut lokalisierten Knoten in der Lunge entdeckt haben. Der Befund wurde in einem sehr frühen Stadium erkannt, und die Ärzte empfehlen eine Operation, die in den kommenden Tagen stattfinden soll.

Er selbst sagte:

„Ich danke euch für eure geistliche Nähe und vertraue mich euren Gebeten an.“ 

🙏 Ein kurzer Gebetsimpuls für den Papst

  • Gütiger Gott,
  • wir empfehlen Dir Papst Leo XIV.,
  • stärke ihn in diesen Tagen der Sorge,
  • segne die Hände der Ärzte,
  • schenke ihm Vertrauen, Ruhe und Heilung.
  • Behüte ihn auf dem Weg durch die Operation
  • und erfülle ihn mit Deinem Frieden.
  • Amen.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Nach der Ernte beginnt die Zeit der Hochzeiten

Das Ehepaar hat es geschafft
Das Ehepaar hat es geschafft   

Wenn in Macha die Felder abgeerntet sind und die letzten Garben unter der Sonne trocknen, kehrt eine besondere Ruhe ins Hochland ein

Es ist die Zeit, in der die Gemeinschaft durchatmet – und in der die Hochzeiten beginnen. Für viele Familien ist diese Phase nach der Ernte der ideale Moment, um das Sakrament der Ehe zu empfangen: Die Vorratskammern sind gefüllt, die Tiere stehen gut im Futter, und die Menschen haben wieder Zeit für das, was das Leben trägt – Familie, Gemeinschaft und Glauben.

Für uns Priester ist es eine Freude, in dieser Zeit das Sakrament der Ehe zu spenden.

Und doch fällt Besuchern oft etwas auf: Die Mienen der Frischvermählten wirken ernst, beinahe streng. Wer westliche Hochzeitsfotos gewohnt ist, mag sich wundern. Aber hier oben in den Anden hat Ernsthaftigkeit nichts mit fehlender Freude zu tun. Sie ist Ausdruck von Verantwortung, von Respekt vor dem neuen Lebensweg und von der tiefen Bedeutung, die Ehe und Familie in der indigenen Kultur haben.

Heiraten ist eine ernste Sache
Heiraten ist eine ernste Sache

👰‍♀️ Die Kleidung – Tradition, Identität und Stolz

In Macha und den umliegenden Gemeinden tragen Braut und Bräutigam selten Weiß. Stattdessen zeigen sie die farbenreichen Textilien der Region, die oft von Hand gewebt und mit Symbolen der Ayllu‑Gemeinschaft versehen sind. Für die Kirchliche Trauung im Städtle wird heute meist Europäische Kleidung bevorzugt.

Die Braut trägt eine bestickte Pollera, eine kunstvolle Bluse und eine Lliclla, deren Farben Geschichten erzählen: über Herkunft, Familie und die Region.

Der Bräutigam erscheint in traditioneller Hose, Weste oder Unku – und oft mit der Montera, dem Helm der Anden, der Würde und Schutz symbolisiert.

Diese Kleidung ist nicht nur Festtracht, sondern ein sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit. Sie zeigt: Wir stehen in einer Linie von Generationen, und wir tragen unsere Kultur weiter.

💵 Der Brauch der Geldkleidung – ein Startkapital aus Liebe

Ein Höhepunkt jeder Hochzeit in Macha ist das feierliche Behängen des Brautpaares mit Geldscheinen. Verwandte, Freunde und Padrinos treten nacheinander vor das Paar und heften Bolivianos oder Dollar mit Sicherheitsnadeln an die Kleidung.

Am Ende des Tages sind Braut und Bräutigam oft vollständig bedeckt – ein lebendiges Kunstwerk aus Textilien und Geld. Dieser Brauch ist kein Spektakel, sondern ein zutiefst solidarischer Akt: Die Gemeinschaft schenkt dem Paar ein Startkapital für das gemeinsame Leben. Neben Geld gibt es Decken, Haushaltsgeräte oder sogar Tiere wie Schafe oder Lamas.

🥁 Gemeinschaft, Musik und das Festessen

Eine Hochzeit in Macha ist nie nur ein privates Ereignis. Sie ist ein Fest des ganzen Ayllu, oft über mehrere Tage hinweg.

  • Musik: Charango, Quena und Trommeln begleiten die Tänze, die sich in langen Reihen durch den Dorfplatz ziehen.

  • Chicha: Das Maisbier fließt reichlich. Vor jedem Schluck wird Pachamama geehrt – ein Tropfen für die Erde, ein Segen für das Paar.

  • Essen: Lama‑ und Schaffleisch, verschiedene Kartoffelsorten wie Chuño, Mais und herzhafte Andengerichte werden gemeinsam gekocht und geteilt.

Hier zeigt sich die Seele der Anden: Gemeinschaft, Dankbarkeit und die tiefe Verbindung zwischen Mensch, Erde und Himmel.

✝️ Die spirituelle Bedeutung – mehr als ein Dokument

Zwar wird die Ehe rechtlich beim Registro Civil geschlossen, doch die wahre Anerkennung kommt aus der Tradition. Die Padrinos spielen eine lebenslange Rolle: Sie sind Ratgeber, Begleiter und Stütze in Krisenzeiten. Ihre Verantwortung endet nicht mit dem Fest – sie beginnt dort erst.

Für viele Paare ist die kirchliche Trauung der Moment, in dem die Ehe wirklich „gültig“ wird. Das Sakrament verbindet nicht nur zwei Menschen, sondern auch Familien, Ayllus und die spirituelle Welt.

🌾 Ernsthafte Gesichter – ein Ausdruck von Tiefe

Dass die Paare selten überschwänglich lächeln, ist kein Zeichen von Kälte. Es ist Ausdruck der Würde des Moments. Die Ehe ist hier kein romantisches Event, sondern ein heiliger Schritt, der mit Verantwortung und Respekt begangen wird. Die Freude zeigt sich später – im Tanz, im Lachen der Familien, im gemeinsamen Mahl.

🏔️ Ein Fest, das die Anden trägt

Heiraten in Macha ist ein Spiegel der Kultur: farbenreich, gemeinschaftlich, spirituell und zutiefst verwurzelt. Es ist ein Fest, das nicht nur zwei Menschen verbindet, sondern ein ganzes Dorf stärkt.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Facebook 2026

Facebook mit dem Versuch sich Wettbewerbsvorteile  zu verschaffen?
Facebook mit dem Versuch sich Wettbewerbsvorteile  zu verschaffen?

Liebe Freunde der Mission,

hier oben in den Anden weht nicht nur der Wind kräftig, sondern anscheinend auch die Meta‑Server.

Wer in diesen Tagen ein KI‑Kurzvideo hochlädt, das nicht aus der Meta‑eigenen Werkstatt stammt, erlebt plötzlich ein kleines digitales Erdbeben:

Das Video wird verpixelt, verwaschen oder sieht aus, als hätte ein Lama daran geknabbert.

Aber keine Sorge — wie so oft in den Bergen gibt es einen einfachen Pfad, der funktioniert:

  • 👉 Schickt euch das KI‑Video zuerst selbst über WhatsApp.

  • 👉 Speichert es dort ab.

  • 👉 Ladet es dann auf Facebook hoch.

Und siehe da:

Das Video kommt sauber an, als hätte es vorher eine Runde im Meta‑Kloster verbracht und den „Segen der Plattform“ erhalten.

Wir hoffen, dass Meta dieses kleine Anden‑Phänomen bald behebt.

Bis dahin bleibt uns der WhatsApp‑Umweg — ein digitaler Eselpfad, der zuverlässig ans Ziel führt.

Mit einem Augenzwinkern aus 3.600 Metern Höhe

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Samstag, 10. Oktober 2026

Liebe Freunde der Mission

Ein Bild das mich noch in den Bergen in Sur Lipez zeigt
Ein Bild das mich noch in den Bergen in Sur Lipez zeigt

San Pedro de Macha

ist der Hauptort des Kantons Macha im Municipio San Pedro de Macha in der Provinz Chayanta. Der Ort liegt auf 3.524 m Höhe am Río Grande. Flussaufwärts heißt dieser Fluss Río Jachcha Kallpa. Flussabwärts fließt er über den Río Tres Mojones, den Río Chayanta und den Río San Pedro in den bolivianischen Río Grande. Rund um den Ort steigen Bergrücken auf über 3.700 m an. In der Region leben viele Quechua: Im benachbarten Municipio Colquechaca sprechen 78 Prozent der Menschen Quechua.

Ich suche immer Unterstützer und Sponsoren, die meine Arbeit hier in den Bergen im Norden der Provinz Chayanta möglich machen. Im Moment geht es vor allem um die Mobilität: Mein Toyota braucht dringend neue Reifen. Die Regenzeit steht bevor, und die Menschen rechnen weiterhin mit meinen Besuchen. Das gilt besonders für die Schulen, die auf mich als Vermittler ihrer Unterstützung warten. Mit den abgefahrenen Reifen, die jetzt drauf sind, kann ich bei Regen sicher kein Rennen gewinnen. Ich müsste ausscheiden.

Oft gibt es hier keine Brücken so müssen wir direkt durch den Fluss fahren
Oft gibt es hier keine Brücken so müssen wir direkt durch den Fluss fahren

Steckbrief San Pedro de Macha

  • Höhe 3.524 m
  • Postleitzahl 05-0401-0202-6001
  • Telefonvorwahl +591
  • Koordinaten 18° 49′ S, 66° 2′ W

Meine Bitte an Sie

Mit einem neuen Satz geländetauglicher Reifen komme ich auch in der Regenzeit sicher über die schlammigen Bergpisten zu den Dörfern und Schulen. Dafür brauche ich insgesamt 1000 Euro:

150 Euro kostet ein Reifen.
1000 Euro mindestens kosten vier Reifen inklusive Montage und neuer Bremsbeläge.
Jeder Beitrag hilft, egal ob Sie einen ganzen Reifen übernehmen oder einen kleinen Teil davon. Die Reifen sollten möglichst bis November montiert sein, bevor der große Regen kommt.

Ich halte Sie auf dem Laufenden und schicke Ihnen gern ein Foto, wenn der Toyota mit den neuen Reifen wieder unterwegs ist. So hat jeder seine Sorgen, und Ihre sind sicher auch nicht klein. Umso mehr freue ich mich, dass Sie trotzdem zu mir halten. Von Herzen: Vergelt’s Gott!

Herzliche Grüße

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Freitag, 9. Oktober 2026

Ein besonderer Moment für Campaya

Mit großer Freude heißen wir Jula Julas in unserer Gemeinde willkommen. Ein neuer Abschnitt beginnt, voller Begegnungen, Hoffnung und Gemeinschaft. 🤝❤️

Mit großer Freude heißen wir Jula Julas in unserer Gemeinde willkommen. Ein neuer Abschnitt beginnt, voller Begegnungen, Hoffnung und Gemeinschaft. 🤝❤️

Jula-Julas sind traditionelle Anden-Blasinstrumente

und ein Musikstil aus dem Hochland von Bolivien (insbesondere aus Nord-Potosí und Cochabamba).


Ankunft der Jula Julas

Merkmale der Jula-Julas

Das Instrument:

Es handelt sich um offene Röhrenflöten (Aerophone) aus Schilfrohr (cañahueca). Sie sind meist in Gruppen von drei bis fünf verschiedenen Längen bzw. Größen gebaut.

Spielweise (Hocketus):

Eine einzelne Jula-Jula besitzt nur wenige Töne. Um eine vollständige Melodie zu spielen, müssen die Musiker im sogenannten Hocketus-Prinzip (Stimmenverflechtung) zusammenwirken: Jeder Spieler hat nur einen Teil der Töne und spielt abwechselnd mit den anderen, sodass erst im Zusammenspiel die Melodie entsteht.

Musikalischer Charakter:

Die Musik ist oft energisch, pentatonisch und tief in der indigenen Kultur und Kosmologie verwurzelt.


Die Gemeinde Campaya empfängt Jula Julas mit offenen Armen. Ein Tag voller Freude, Zusammenhalt und besonderer Erinnerungen. 🌿✨

Anlässe und Rituale:

Sie werden traditionell bei landwirtschaftlichen Arbeiten (wie Aussaat und Ernte), rituellen Festen und Übergangsriten gespielt – oft zwischen Februar und April sowie beim bekannten Cruz-de-Mayo-Fest im Mai

Jula-Julas sind traditionelle Panflöten (Sikuris) sowie ein damit verbundenes Musik- und Tanzgenre, die aus den Anden stammen – genauer gesagt aus dem Norden von Potosí in Bolivien.

Instrumente und Struktur:

Aufbau: Die Instrumente bestehen aus komplementären Paaren oder Gruppen von drei bis vier Rohren (cañahueca).


Möge dieser Besuch Begegnungen schaffen, Herzen verbinden und unvergessliche Erinnerungen hinterlassen.

Größen und Bezeichnungen (vom größten zum kleinsten):

  • Jula-Jula Orkho: Das größte Instrument und der musikalische Taktgeber.
  • Jula-Jula Mali: Die mittlere Größe
  • „Jula-Jula Likuliku“ bedeutet auf Aymara „kleiner Stern“.
  • Jula-Jula-Chili: Das kleinste Instrument.

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Donnerstag, 8. Oktober 2026

Virgen del Rosario in Campaya

🌹Ein Fest der Farben, Tradition und tiefen Anden-Spiritualität

🌹Ein Fest der Farben, Tradition und tiefen Anden-Spiritualität

Comunidad Campaya, 7. Oktober – Norte de Potosí, Bolivien

Wenn im Norden von Potosí der Oktober beginnt, erwacht die Andenwelt zu einem besonderen Rhythmus. In der Comunidad Campaya, einem kleinen, aber lebendigen Dorf im Hochland, feiern die Menschen das Fest der Virgen del Rosario – ein Tag, an dem Glaube, Musik, Farben und jahrhundertealte Traditionen miteinander verschmelzen. 

Wenn im Norden von Potosí der Oktober beginnt, erwacht die Andenwelt zu einem besonderen Rhythmus. In der Comunidad Campaya
Wenn im Norden von Potosí der Oktober beginnt, erwacht die Andenwelt zu einem besonderen Rhythmus. In der Comunidad Campaya

Dieses Fest ist weit mehr als ein liturgischer Anlass. Es ist ein Ausdruck der Identität der Gemeinschaft, ein Moment, in dem die Menschen ihre Wurzeln sichtbar tragen – im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Kleidung spielt eine zentrale Rolle.

Es ist ein Ausdruck der Identität der Gemeinschaft, ein Moment, in dem die Menschen ihre Wurzeln sichtbar tragen
Es ist ein Ausdruck der Identität der Gemeinschaft, ein Moment, in dem die Menschen ihre Wurzeln sichtbar tragen

🎨 Die Kleidung: Ein Spiegel der Herkunft – Macha und Pocoata im Vergleich

Wer die Anden kennt, weiß: Kleidung ist hier nicht nur Schutz vor Wind und Kälte. Sie ist Sprache, Geschichte, Zugehörigkeit. Und sie unterscheidet sich von Region zu Region oft deutlich.

Kleidung ist hier nicht nur Schutz vor Wind und Kälte
Kleidung ist hier nicht nur Schutz vor Wind und Kälte

Dunkle, erdige Farben im Sektor Macha

Im Gebiet von Macha – einer Region, die für ihre starken indigenen Traditionen bekannt ist – dominieren dunklere Farbtöne.

Die Textilien sind oft in Braun-, Schwarz- und tiefen Rotnuancen gehalten. Diese Farben spiegeln die Landschaft wider: die dunklen Böden, die kargen Hügel, die rauen Nächte des Altiplano.

Die Kleidung wirkt würdevoll, ernst, fast meditativ. Sie erzählt von einer Kultur, die tief in der Erde verwurzelt ist.

Ganz anders zeigt sich die Kleidung aus dem Gebiet Pocoata.
Ganz anders zeigt sich die Kleidung aus dem Gebiet Pocoata.

Farbenfrohe, leuchtende Kleidung aus Pocoata

Ganz anders zeigt sich die Kleidung aus dem Gebiet Pocoata. Hier sind die Stoffe heller, lebendiger, farbenfroher – kräftige Rot-, Gelb-, Grün- und Blautöne, oft in kunstvollen Mustern verwoben. Die Menschen tragen ihre Farben wie ein Lächeln, das schon von weitem sichtbar ist.

Die Dörfer schmiegen sich an die Hänge der Berge
Die Dörfer schmiegen sich an die Hänge der Berge

Die Fotos, die ich geschickt habe, stammen genau aus dieser Region: Pocoata – und man erkennt es sofort an der Leuchtkraft der Stoffe.

Der Unterschied – mehr als nur Mode

Diese Unterschiede sind nicht zufällig. Sie haben kulturelle, historische und sogar spirituelle Bedeutung:

  • Macha: Traditionell konservativer, stärker an rituellen und historischen Mustern orientiert.

  • Pocoata: Offener für farbliche Vielfalt, oft mit Einflüssen aus benachbarten Ayllus und Tälern.

Beide Stile sind Ausdruck von Identität – und beide werden mit Stolz getragen.

Die Hänge in einem erdigen rotbraun die Menschen so bunt wie man nur sein kann
Die Hänge in einem erdigen rotbraun die Menschen so bunt wie man nur sein kann

🌄 Das Fest in Campaya – Gemeinschaft, Musik und tiefer Glaube

Am 7. Oktober versammelt sich die gesamte Comunidad Campaya, um die Virgen del Rosario zu ehren. Schon früh am Morgen hört man die ersten Trommeln, die Quenas und Charangos. Frauen tragen ihre besten Polleras, Männer ihre traditionellen Ponchos und Monteras.

Die Prozession

Die Statue der Virgen wird mit Blumen, Kerzen und bunten Tüchern geschmückt. Kinder laufen voraus, die Älteren folgen in ruhigem Schritt. Die Luft ist dünn, aber die Stimmung ist warm.

Das gemeinsame Festessen

Wie überall im Norte de Potosí wird gemeinsam gekocht:
Lama- und Schaffleisch, verschiedene Kartoffelsorten – darunter Chuño –, Mais und die unverzichtbare Chicha.

Bevor getrunken wird, opfert man die ersten Tropfen der Pachamama – ein Akt der Dankbarkeit und Bitte um Schutz.

Musik und Tanz

Die Musikgruppen spielen stundenlang. Die Menschen tanzen in langen Reihen, drehen sich im Kreis, lachen, feiern. Es ist ein Fest, das die Gemeinschaft stärkt – ein Fest, das zeigt, wie lebendig die Traditionen der Anden sind.

Die gefährlichen Wege machen eine Beschützerin geradezu notwendig
Die gefährlichen Wege machen eine Beschützerin geradezu notwendig

🌹 Die spirituelle Bedeutung der Virgen del Rosario

Für die Menschen in Campaya ist die Virgen del Rosario nicht nur eine Heilige. Sie ist Beschützerin, Begleiterin, Mutter.

Viele Familien erzählen Geschichten von Heilungen, von Schutz auf gefährlichen Wegen, von Hoffnung in schweren Zeiten.

Ihr Fest ist ein Moment, in dem die Gemeinschaft innehält und sich daran erinnert, dass Glaube und Tradition im Norden von Potosí untrennbar miteinander verbunden sind.

✨ Ein Fest, das verbindet

Die Virgen del Rosario in Campaya ist ein Fest der Farben, der Musik, der Gemeinschaft – und ein Fest, das die Unterschiede der Regionen sichtbar macht, ohne sie zu trennen.

Ob dunkle Kleidung aus Macha oder farbenfrohe Trachten aus Pocoata: Am 7. Oktober stehen alle gemeinsam vor der Virgen, vereint im Glauben und in der Freude.

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