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Dienstag, 7. April 2026

Unterwegs nach Llallagua

Gemeinsame Wege, neue Perspektiven – Ein Treffen der Vikariate
Gestern Nachmittag machte ich mich auf den Weg nach Llallagua Bolivien. Die beiden Vikariate der Nordzone 1 und 2 kommen dort zu einem gemeinsamen Treffen zusammen. Schon die Reise dorthin gab mir Zeit zum Nachdenken und Einstimmen auf die kommenden Tage.

Gemeinsame Wege, neue Perspektiven – Ein Treffen der Vikariate Gestern Nachmittag machte ich mich auf den Weg nach Llallagua Bolivien. Die beiden Vikariate der Nordzone 1 und 2 kommen dort zu einem gemeinsamen Treffen zusammen. Schon die Reise dorthin gab mir Zeit zum Nachdenken und Einstimmen auf die kommenden Tage.
Foto: vom letzten Jahr in Sacacaca

Solche Treffen bedeuten für mich immer mehr als nur Sitzungen und Gespräche. Es ist ein Wiedersehen mit Menschen, die denselben Weg gehen, ähnliche Herausforderungen teilen und gemeinsam nach neuen Perspektiven suchen. In diesem Jahr ist Llallagua unser Treffpunkt – im letzten Jahr waren wir in Sacacaca. Jeder Ort hinterlässt seine eigenen Eindrücke und Erinnerungen.

Die Atmosphäre ist geprägt von gegenseitigem Respekt und echtem Interesse am Leben der Anderen. Wenn wir uns austauschen, spüren wir, dass wir trotz unterschiedlicher Lebensumstände durch unsere Arbeit und unseren Glauben eng verbunden sind. Die Gespräche eröffnen neue Blickwinkel und stärken das Gefühl, gemeinsam an einer größeren Aufgabe zu arbeiten.

Ich bin dankbar für diese Gelegenheit des Austauschs und gespannt auf alles, was aus diesen Begegnungen wachsen darf.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Helfen Sie mit, um unser Ziel zu verwirklichen. Über den folgenden Link können Sie ein Überweisungsformular vervollständigen und in Farbe ausdrucken oder den QR-Code scannen und mit ihrer Banking App direkt einen Betrag von 50 Euro spenden. Das macht für sie am wenigsten Arbeit LOL. [Da die Aufgaben enorm sind freuen wir uns natürlich auch auf größere Beträge]

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Montag, 6. April 2026

Bildung auf steinigen Wegen

Wenn unser „Toyo“ Hilfe braucht
Bildung ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft – doch in den abgelegenen Bergregionen Boliviens ist dieser Schlüssel oft nur über sehr holprige Pfade zu erreichen. Heute schreiben wir euch mit einem lachenden und einem weinenden Auge direkt aus den Anden. 

Wenn unser „Toyo“ Hilfe braucht Bildung ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft – doch in den abgelegenen Bergregionen Boliviens ist dieser Schlüssel oft nur über sehr holprige Pfade zu erreichen. Heute schreiben wir euch mit einem lachenden und einem weinenden Auge direkt aus den Anden.

Der Patient im „Krankenhaus“ von Sucre
Normalerweise ist unser treuer Toyota Land Cruiser – von uns allen nur liebevoll „der Toyo“ genannt – das unermüdliche Herzstück unserer Arbeit. Er kämpft sich durch Schlamm, über Geröll und durch tiefe Täler, um Schulmaterialien dorthin zu bringen, wo kein normaler Pkw jemals hinkommen würde.

Der Patient im „Krankenhaus“ von Sucre Normalerweise ist unser treuer Toyota Land Cruiser – von uns allen nur liebevoll „der Toyo“ genannt – das unermüdliche Herzstück unserer Arbeit. Er kämpft sich durch Schlamm, über Geröll und durch tiefe Täler, um Schulmaterialien dorthin zu bringen, wo kein normaler Pkw jemals hinkommen würde.

Doch momentan herrscht Stillstand. Unser „Toyo“ steht im „Krankenhaus“ in Sucre. Die harten Pisten Boliviens haben ihren Tribut gefordert, und ohne eine gründliche Reparatur bleiben unsere Räder vorerst stehen. Das ist besonders bitter, denn in den Bergen warten die Kinder bereits auf uns.

Doch momentan herrscht Stillstand. Unser „Toyo“ steht im „Krankenhaus“ in Sucre. Die harten Pisten Boliviens haben ihren Tribut gefordert, und ohne eine gründliche Reparatur bleiben unsere Räder vorerst stehen. Das ist besonders bitter, denn in den Bergen warten die Kinder bereits auf uns.

Warum der Land Cruiser so wichtig ist
Man darf sich den Weg nach Azucariña oder Pirhuani nicht wie eine Landstraße vorstellen. Es sind Pfade, die Mensch und Maschine alles abverlangen. Ohne ein geländegängiges Fahrzeug wie den Land Cruiser sind diese Gemeinden praktisch von der Außenwelt und damit von wichtigen Bildungsressourcen abgeschnitten.

Warum der Land Cruiser so wichtig ist Man darf sich den Weg nach Azucariña oder Pirhuani nicht wie eine Landstraße vorstellen. Es sind Pfade, die Mensch und Maschine alles abverlangen. Ohne ein geländegängiges Fahrzeug wie den Land Cruiser sind diese Gemeinden praktisch von der Außenwelt und damit von wichtigen Bildungsressourcen abgeschnitten.

„Der Toyo ist für uns kein Luxus, sondern eine Lebensader. Ohne ihn kommen die Hefte nicht zu den Kindern und die Träume nicht in die Schule.“

„Der Toyo ist für uns kein Luxus, sondern eine Lebensader. Ohne ihn kommen die Hefte nicht zu den Kindern und die Träume nicht in die Schule.“

Bildung: Ein kostbares Gut in den Anden
Trotz der logistischen Hürden lassen wir uns nicht entmutigen. Denn wir wissen, wofür wir es tun. In Regionen wie Azucariña ist der Zugang zu Bildung keine Selbstverständlichkeit. Dank eurer großartigen Unterstützung konnten wir bereits viel bewegen:

Bildung: Ein kostbares Gut in den Anden Trotz der logistischen Hürden lassen wir uns nicht entmutigen. Denn wir wissen, wofür wir es tun. In Regionen wie Azucariña ist der Zugang zu Bildung keine Selbstverständlichkeit. Dank eurer großartigen Unterstützung konnten wir bereits viel bewegen:

Grundausstattung: Hefte, Stifte und Bücher, die das Fundament für das Lernen bilden.

Wissen erweitern: Aktuelle Lehrmaterialien, die den Horizont über die Dorfgrenzen hinaus erweitern.

Technik-Vorsprung: Erste technische Hilfsmittel, die den Kindern zeigen, was in der modernen Welt alles möglich ist.

Diese Materialien sind für die Kinder von unschätzbarem Wert. Sie sind der Treibstoff für ihre schulische Entwicklung und der Beweis, dass sie nicht vergessen werden – egal wie weit oben in den Bergen sie leben.

Wie geht es weiter?
Wir hoffen inständig, dass der „Toyo“ bald wieder fit ist und wir die Werkstatt in Sucre hinter uns lassen können. Die Berge rufen, und die Kinder in Azucariña und Pirhuani warten auf die nächste Ladung voller Möglichkeiten.

Vielen Dank an alle Spender, die nicht nur das Schulmaterial, sondern auch die Instandhaltung unseres treuen Begleiters ermöglichen. Gemeinsam bringen wir Bildung dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht wird – auch wenn der Weg manchmal durch die Werkstatt führt.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Helfen Sie mit, um unser Ziel zu verwirklichen. Über den folgenden Link können Sie ein Überweisungsformular vervollständigen und in Farbe ausdrucken oder den QR-Code scannen und mit ihrer Banking App direkt einen Betrag von 50 Euro spenden. Das macht für sie am wenigsten Arbeit LOL. [Da die Aufgaben enorm sind freuen wir uns natürlich auch auf größere Beträge]

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Sonntag, 5. April 2026

Der Herr ist auferstanden

Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden!
Es ist der älteste „Code“ der Christengeschichte. Ein ritueller Wechselgesang, der seit Jahrhunderten durch Kathedralen, kleine Dorfkirchen und heute über Messenger-Dienste hallt. Doch was bedeutet dieser Satz eigentlich im Jahr 2026, in einer Welt, die sich oft anfühlt, als stünde sie im Dauermodus der Krisen fest?

Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden! Es ist der älteste „Code“ der Christengeschichte. Ein ritueller Wechselgesang, der seit Jahrhunderten durch Kathedralen, kleine Dorfkirchen und heute über Messenger-Dienste hallt. Doch was bedeutet dieser Satz eigentlich im Jahr 2026, in einer Welt, die sich oft anfühlt, als stünde sie im Dauermodus der Krisen fest?

Ein Gruß, der die Welt aus den Angeln hob
Der Ostergruß ist weit mehr als eine religiöse Floskel. Er ist eine Proklamation. Ursprünglich war es das Erkennungsmerkmal der frühen Christen:

Die Feststellung: „Der Herr ist auferstanden!“
Die Antwort: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“

Ein Gruß, der die Welt aus den Angeln hob Der Ostergruß ist weit mehr als eine religiöse Floskel. Er ist eine Proklamation. Ursprünglich war es das Erkennungsmerkmal der frühen Christen:  Die Feststellung: „Der Herr ist auferstanden!“  Die Antwort: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“

In diesem kurzen Dialog steckt die Essenz des christlichen Glaubens: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Das Licht ist stärker als die Dunkelheit. Das ist kein frommer Wunsch, sondern – für jene, die daran glauben – eine unbequeme, lebensverändernde Tatsache.

Warum das Wort „Wahrhaftig“ den Unterschied macht
Wir leben in einer Zeit der „Fake News“, der Filterblasen und der Skepsis. Etwas zu behaupten ist leicht. Aber das Wort wahrhaftig zieht eine Linie in den Sand.

Es bedeutet: Das hier ist kein Symbolbild. Es ist keine nette Metapher für den Frühling, wenn die Krokusse aus dem Boden schießen. Es ist die Überzeugung, dass die Liebe Gottes die Grenze der physischen Realität durchbrochen hat. Wenn wir das heute sagen, meinen wir auch: Es gibt eine Hoffnung, die über unser Verstehen und unsere aktuelle Nachrichtenlage hinausgeht.

Was bedeutet Ostern für uns heute?
Abseits von Schokohasen und Familienbrunch lädt uns die Auferstehung ein, unsere eigene Perspektive zu hinterfragen. Wo in deinem Leben herrscht gerade „Grabesstille“? Wo hast du Träume oder Hoffnungen beerdigt?

Neuanfang ist möglich: Ostern ist das ultimative Comeback. Es lehrt uns, dass Scheitern niemals das Ende der Geschichte sein muss.

Licht in der Dunkelheit: Die Botschaft lautet, dass selbst die tiefste Nacht einen Morgen hat.

Gemeinschaft: Dieser Gruß verbindet uns global. Er erinnert uns daran, dass wir Teil einer Geschichte sind, die viel größer ist als wir selbst.

Ein lebendiges Echo
Wenn du dieses Jahr diesen Satz hörst oder liest, lass ihn nicht einfach an dir abperlen. Vielleicht ist er genau der Anker, den wir gerade brauchen.

Die Welt mag sich schnell drehen, Technologien mögen sich wandeln, aber die Sehnsucht des Menschen nach Leben, nach Licht und nach einer Wahrheit, die den Tod besiegt, bleibt konstant.

In diesem Sinne: Genießt die Feiertage, atmet durch und feiert das Leben.
Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden!

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Samstag, 4. April 2026

Grabesruhe und Kontrollverlust

Zwischen Grabesruhe und Kontrollverlust: Gedanken zum Karsamstag
Der Karsamstag ist traditionell der Tag der großen Stille. Die Altäre sind leer, die Glocken schweigen, und die Welt hält den Atem an. Doch das heutige Evangelium nach Matthäus (27, 62-66) zeigt uns, dass es hinter den Kulissen alles andere als ruhig zuging. Während die Jünger Jesu vermutlich vor Angst und Trauer wie gelähmt waren, herrschte auf der „Gegenseite“ hektische Betriebsamkeit.

Zwischen Grabesruhe und Kontrollverlust: Gedanken zum Karsamstag Der Karsamstag ist traditionell der Tag der großen Stille. Die Altäre sind leer, die Glocken schweigen, und die Welt hält den Atem an. Doch das heutige Evangelium nach Matthäus (27, 62-66) zeigt uns, dass es hinter den Kulissen alles andere als ruhig zuging. Während die Jünger Jesu vermutlich vor Angst und Trauer wie gelähmt waren, herrschte auf der „Gegenseite“ hektische Betriebsamkeit.

Die Angst vor dem „Nachher“
Es ist fast ironisch: Die Hohenpriester und Pharisäer scheinen die Worte Jesu über seine Auferstehung ernster genommen zu haben als seine eigenen Freunde. Sie erinnern sich genau: „Nach drei Tagen werde ich auferweckt.“

Obwohl Jesus tot und im Grab eingeschlossen ist, lässt er seinen Gegnern keine Ruhe. Ihre Reaktion ist zutiefst menschlich: Angst führt zu dem Wunsch nach Kontrolle. Sie bitten Pilatus um eine Wache, um eine Versiegelung, um Sicherheit. Sie wollen sicherstellen, dass die Geschichte hier endet. Dass der „Verführer“, wie sie ihn nennen, auch wirklich im Grab bleibt.

Obwohl Jesus tot und im Grab eingeschlossen ist, lässt er seinen Gegnern keine Ruhe. Ihre Reaktion ist zutiefst menschlich: Angst führt zu dem Wunsch nach Kontrolle. Sie bitten Pilatus um eine Wache, um eine Versiegelung, um Sicherheit. Sie wollen sicherstellen, dass die Geschichte hier endet. Dass der „Verführer“, wie sie ihn nennen, auch wirklich im Grab bleibt.

„Bewacht es, so gut ihr könnt“
Der Satz des Pilatus hat eine fast sarkastische Note: „Da habt ihr die Wache; geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt.“

Man kann sich bildlich vorstellen, wie sie den schweren Stein vor dem Grab versiegeln. Ein Siegel ist ein Zeichen von Autorität und Endgültigkeit. Es sagt: Hier geht nichts mehr rein und hier kommt nichts mehr raus. Doch genau hier liegt die spirituelle Pointe für uns heute:

Wir versuchen oft, unser Leben „abzusichern“.
Wir versiegeln unsere Ängste, unsere Vergangenheit oder unsere Zweifel.
Wir bauen Mauern um das, was uns gefährlich werden könnte.
Aber der Karsamstag lehrt uns, dass menschliche Siegel dort enden, wo Gottes Wirken beginnt.

Die Stille ist nicht leer
Der heutige Evangeliumstext erinnert uns daran, dass wir die Kontrolle oft nur vortäuschen. Die Wachen stehen vor dem Grab, das Siegel ist intakt, und die Welt glaubt, die Sache sei erledigt. Doch in der tiefsten Dunkelheit des Grabes bereitet Gott bereits die größte Überraschung der Menschheitsgeschichte vor.

Was bedeutet das für uns heute?
Vielleicht fühlst du dich heute auch wie vor einem „versiegelten Stein“. Eine Situation scheint festgefahren, ein Ende scheint endgültig, die Stille Gottes wirkt erdrückend. Der Karsamstag lädt uns ein, diese Spannung auszuhalten.

Die Wachen und das Siegel sind Zeugen für das, was morgen passieren wird: Sie werden beweisen, dass kein Stein zu schwer und kein Siegel zu fest ist, wenn das Leben selbst beschließt, zurückzukehren.

Impuls für den Tag:
Wo versuchst du gerade krampfhaft, etwas zu kontrollieren, das eigentlich in Gottes Hand liegt? Kannst du heute – wie Pilatus es sagte – „gehen“ und darauf vertrauen, dass das Siegel der Welt Gottes Plan nicht aufhalten kann?

Ich wünsche dir einen gesegneten, nachdenklichen Karsamstag.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Zwischen Trauer und Hoffnung

Die Grablegung Christi in der Kunst
Die Stille nach dem Sturm. Wenn wir an die Passionsgeschichte denken, stehen oft das dramatische Leiden am Kreuz oder der triumphale Sieg der Auferstehung im Vordergrund. Doch dazwischen liegt ein Moment von fast unerträglicher Intimität und menschlicher Zerbrechlichkeit: Die Grablegung.

Die Grablegung Christi in der Kunst Die Stille nach dem Sturm. Wenn wir an die Passionsgeschichte denken, stehen oft das dramatische Leiden am Kreuz oder der triumphale Sieg der Auferstehung im Vordergrund. Doch dazwischen liegt ein Moment von fast unerträglicher Intimität und menschlicher Zerbrechlichkeit: Die Grablegung.
Foto im Licht 2026

​In der Kunstgeschichte ist dieses Motiv weit mehr als nur die Illustration einer biblischen Szene. Es ist der Moment, in dem das Göttliche auf das zutiefst Menschliche trifft – den Tod.

Ein Motiv der extremen Emotionen
Die Grablegung (oft auch als Grablegung im Grab oder Beweinung dargestellt) markiert den tiefsten Punkt der Hoffnungslosigkeit für die Jünger. Künstler wie Caravaggio, Raffael und Tizian haben dieses Thema über Jahrhunderte hinweg interpretiert. Dabei lassen sich meist drei Kernaspekte beobachten:

Die schiere Last: Der leblose Körper Christi wird oft als schwer und massiv dargestellt. Es gibt kein Schweben mehr; die Schwerkraft unterstreicht die Endgültigkeit des Todes.

​Die Vielfalt der Trauer: Von der stillen, versteinerten Schmerzen Marias bis hin zum verzweifelten Ausbruch der Maria Magdalena – die Grablegung ist eine Bühne der menschlichen Emotionen.

Warum uns dieses Bild heute noch berührt
​Auch in einer säkularen Welt bleibt die Grablegung ein kraftvolles Symbol. Sie thematisiert den Abschied, das Loslassen und die Fürsorge für diejenigen, die wir verloren haben. ​Das Spiel mit dem Licht: Besonders im Barock wird die Szene oft in tiefes Chiaroscuro (Hell-Dunkel) getaucht. Das Grab ist dunkel, doch der Leichnam Christi leuchtet oft wie eine Lichtquelle selbst – ein dezenter Hinweis auf die kommende Auferstehung.

​Es ist der Moment, in dem die Handlungen der Hinterbliebenen – das Waschen des Körpers, das Wickeln in Leinentücher, das sanfte Niederlegen – zu einem Akt der ultimativen Liebe werden. Die Kunst lehrt uns hier, dass im tiefsten Schmerz eine besondere Form von Würde liegt.

​„Das Grab ist nicht das Ende der Reise, sondern die Schwelle, an der die Stille die Geschichte übernimmt.“

Fazit
​Die Grablegung Christi ist in der Kunst kein Bild des Scheiterns. Sie ist ein Innehalten. Wenn Sie das nächste Mal in einem Museum vor einer solchen Darstellung stehen, achten Sie nicht nur auf die theologischen Details, sondern auf die Hände der Figuren: Wie sie halten, stützen und berühren. Es ist das menschlichste Kapitel einer göttlichen Geschichte.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Freitag, 3. April 2026

Karfreitag in Macha Bolivien

Wenn die Welt den Atem anhält
Der Karfreitag ist im Kirchenjahr wohl der Tag mit der dichtesten Stille. Während die Welt sich oft hektisch weiterdreht, lädt dieser Tag uns ein, innezuhalten. Er ist kein Tag der lauten Worte, sondern des tiefen Gedenkens an das Leiden und die Kreuzigung Jesu Christi.

Karfreitag: Wenn die Welt den Atem anhält Der Karfreitag ist im Kirchenjahr wohl der Tag mit der dichtesten Stille. Während die Welt sich oft hektisch weiterdreht, lädt dieser Tag uns ein, innezuhalten. Er ist kein Tag der lauten Worte, sondern des tiefen Gedenkens an das Leiden und die Kreuzigung Jesu Christi.

Ein Tag der Umkehr und Besinnung
Das Wort „Kar“ stammt aus dem Althochdeutschen (char) und bedeutet so viel wie Trauer oder Klage. Und genau das steht im Zentrum: Wir erinnern uns an den Moment, der die Geschichte veränderte. Es ist der Tag, an dem das Unbegreifliche geschah – das Opfer am Kreuz.

Ein Tag der Umkehr und Besinnung Das Wort „Kar“ stammt aus dem Althochdeutschen (char) und bedeutet so viel wie Trauer oder Klage. Und genau das steht im Zentrum: Wir erinnern uns an den Moment, der die Geschichte veränderte. Es ist der Tag, an dem das Unbegreifliche geschah – das Opfer am Kreuz.

Traditionen, die unter die Haut gehen
In vielen Gemeinden weltweit wird dieser Tag durch besondere Rituale spürbar:

Das Fasten: Viele Christinnen und Christen verzichten heute bewusst auf Fleisch oder üppige Mahlzeiten, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Die Todesstunde: Um 15:00 Uhr, zur überlieferten Todesstunde Jesu, kommen Menschen zu Gottesdiensten zusammen. Oft herrscht dabei eine besondere Schlichtheit: Keine Orgel spielt, kein Glockengeläut ist zu hören.

Der Kreuzweg: In Prozessionen wird der Leidensweg Jesu nachgegangen. Diese 14 Stationen sind mehr als nur Geschichte – sie sind eine Einladung, über eigenes Leid und das Leid in der Welt nachzudenken.

Der Kreuzweg: In Prozessionen wird der Leidensweg Jesu nachgegangen. Diese 14 Stationen sind mehr als nur Geschichte – sie sind eine Einladung, über eigenes Leid und das Leid in der Welt nachzudenken.

Warum wir heute „trauern“
Mancher fragt sich vielleicht: Warum gedenken wir eines so grausamen Ereignisses? Die Antwort liegt in der Bedeutung des Tages. Der Karfreitag ist nicht ohne den Ostersonntag denkbar. Er lehrt uns, dass Schmerz und Tod Teil des Lebens sind, aber nicht das letzte Wort haben.

Warum wir heute „trauern“ Mancher fragt sich vielleicht: Warum gedenken wir eines so grausamen Ereignisses? Die Antwort liegt in der Bedeutung des Tages. Der Karfreitag ist nicht ohne den Ostersonntag denkbar. Er lehrt uns, dass Schmerz und Tod Teil des Lebens sind, aber nicht das letzte Wort haben.

Der Karfreitag ist die notwendige Stille vor dem Jubel der Auferstehung.

Der Karfreitag ist die notwendige Stille vor dem Jubel der Auferstehung.

Ein Moment für dich
Vielleicht nutzt du diesen Tag heute, um auch in deinem Alltag einen Moment der Ruhe zu finden. Was bedeutet Vergebung für dich? Wo findest du Hoffnung in dunklen Zeiten?

Ein Moment für dich Vielleicht nutzt du diesen Tag heute, um auch in deinem Alltag einen Moment der Ruhe zu finden. Was bedeutet Vergebung für dich? Wo findest du Hoffnung in dunklen Zeiten?

Wir wünschen euch einen gesegneten Karfreitag und eine Zeit der wertvollen Reflexion.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Donnerstag, 2. April 2026

Gründonnerstag im Krieg

Wenn das „Letzte Mahl“ zur harten Realität wird
Der Gründonnerstag markiert in der christlichen Liturgie einen Moment des Innehaltens. Es ist der Abend des Abschieds, der Intimität und der tiefen Symbolik. Doch was passiert mit diesen Symbolen, wenn sie nicht in einer ruhigen, kerzenerleuchteten Kirche stattfinden, sondern im Schatten von Gewalt und Unsicherheit?

Wenn das „Letzte Mahl“ zur harten Realität wird Der Gründonnerstag markiert in der christlichen Liturgie einen Moment des Innehaltens. Es ist der Abend des Abschieds, der Intimität und der tiefen Symbolik. Doch was passiert mit diesen Symbolen, wenn sie nicht in einer ruhigen, kerzenerleuchteten Kirche stattfinden, sondern im Schatten von Gewalt und Unsicherheit?

Wenn wir heute über den Gründonnerstag im Kontext von Krieg nachdenken, verlieren die Riten ihre museale Staubschicht und werden schmerzhaft aktuell.

1. Das gemeinsame Mahl: Brot in den Trümmern
Das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern war kein festliches Bankett, sondern ein Essen im Angesicht des nahenden Todes. In Kriegsgebieten bekommt das „Teilen des Brotes“ eine existenzielle Bedeutung:

Überleben: Brot ist dort kein Symbol, sondern die Grundlage für den nächsten Tag.

Gemeinschaft: In Kellern oder Schutzräumen zusammen zu essen, wird zum ultimativen Akt des Widerstands gegen die Hoffnungslosigkeit. Man teilt nicht nur Kalorien, sondern die verbleibende Zeit.

2. Die Fußwaschung: Würde unter dem Staub der Welt
Die Fußwaschung ist die radikalste Geste der Demut, die Christus hinterlassen hat. Im Krieg wird dieser Dienst am Nächsten greifbar:

Es ist die Hand des Sanitäters, die den Schlamm von der Wunde wischt.

Es ist die Hilfe für den Geflüchteten, der hunderte Kilometer hinter sich hat.
Die Botschaft: Wenn die Welt die Menschlichkeit mit Füßen tritt, ist der Dienst am Körper des anderen der Weg, die Würde zurückzugewinnen.

3. Das Triduum Sacrum: Die dunkle Nacht vor dem Morgen
Mit dem Gründonnerstag beginnt das Triduum Sacrum, die heiligen drei Tage. In der Liturgie verstummen die Glocken und die Altäre werden leer geräumt.
Für Menschen im Krieg ist diese „Leere“ kein ritueller Zustand, sondern Alltag. Die Angst Jesu im Garten Gethsemane – das Warten auf das Unausweichliche, während die Welt schläft – ist die Erfahrung jeder Mutter und jedes Soldaten in der Nacht vor dem Angriff.

Fazit: Hoffnung als Widerstand
Der Gründonnerstag im Krieg erinnert uns daran, dass das Christentum in seinem Kern keine „Schönwetter-Religion“ ist. Es ist eine Erzählung, die im Schmerz beginnt, den Verrat kennt und die Dunkelheit aushält.

Das Vermächtnis von Gründonnerstag ist heute vielleicht wichtiger denn je: Dass wir auch dann am Tisch bleiben, wenn es gefährlich wird. Und dass wir uns die Füße waschen, wenn der Weg staubig und blutig ist.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Mittwoch, 1. April 2026

Chrisammesse der Diözese Potosí

Ein spiritueller Höhepunkt in dünner Luft
Die Chrisammesse ist der Moment, in dem das heilige Öl (Chrisam) geweiht wird, das das ganze Jahr über für Taufen, Firmungen und Priesterweihen verwendet wird. In Potosí, auf über 4.000 Metern Höhe, bekommt der Begriff „dem Himmel ein Stück näher“ eine ganz physische Bedeutung. 

Ein spiritueller Höhepunkt in dünner Luft Die Chrisammesse ist der Moment, in dem das heilige Öl (Chrisam) geweiht wird, das das ganze Jahr über für Taufen, Firmungen und Priesterweihen verwendet wird. In Potosí, auf über 4.000 Metern Höhe, bekommt der Begriff „dem Himmel ein Stück näher“ eine ganz physische Bedeutung.

Die Kathedrale von Potosí: Ein Meisterwerk des spanischen Barocks, das den feierlichen Rahmen bildet.
 
Die Gemeinschaft: Priester aus den entlegensten Bergdörfern kommen zusammen, was die logistische Herausforderung und die tiefe Verbundenheit der Diözese zeigt.

Kulturelle Vielfalt: Die Mischung aus indigenen Traditionen und katholischer Liturgie macht die Feierlichkeiten in Bolivien so lebendig und farbenfroh.

Die Kathedrale von Potosí: Ein Meisterwerk des spanischen Barocks, das den feierlichen Rahmen bildet.   Die Gemeinschaft: Priester aus den entlegensten Bergdörfern kommen zusammen, was die logistische Herausforderung und die tiefe Verbundenheit der Diözese zeigt. Kulturelle Vielfalt: Die Mischung aus indigenen Traditionen und katholischer Liturgie macht die Feierlichkeiten in Bolivien so lebendig und farbenfroh.

Warum Bilderstrecken so wertvoll sind
Gerade für Menschen, die nicht selbst in die rauen, aber wunderschönen Berge Boliviens reisen können, bieten solche Einblicke auf Facebook und Co. eine wichtige Brücke:

Warum Bilderstrecken so wertvoll sind Gerade für Menschen, die nicht selbst in die rauen, aber wunderschönen Berge Boliviens reisen können, bieten solche Einblicke auf Facebook und Co. eine wichtige Brücke:

Authentizität: Man spürt die Kälte der Bergluft und die Wärme der Kerzen.
Teilhabe: Die „digitale Wallfahrt“ ermöglicht es Gläubigen weltweit, die Erneuerung der Priesterversprechen mitzuerleben.

Authentizität: Man spürt die Kälte der Bergluft und die Wärme der Kerzen. Teilhabe: Die „digitale Wallfahrt“ ermöglicht es Gläubigen weltweit, die Erneuerung der Priesterversprechen mitzuerleben.

Dokumentation: Es zeigt das lebendige Kirchenleben abseits der großen Metropolen.

Dokumentation: Es zeigt das lebendige Kirchenleben abseits der großen Metropolen.

Hinweis: Wer die Bilder sucht, sollte auf den offiziellen Kanälen der Diócesis de Potosí vorbeischauen. Die Aufnahmen fangen oft eine ganz besondere Demut und Kraft ein, die typisch für die Menschen in den bolivianischen Anden ist.

Hinweis: Wer die Bilder sucht, sollte auf den offiziellen Kanälen der Diócesis de Potosí vorbeischauen. Die Aufnahmen fangen oft eine ganz besondere Demut und Kraft ein, die typisch für die Menschen in den bolivianischen Anden ist.

Es ist faszinierend, wie die Technik uns heute erlaubt, fast „persönlich“ in den Bergen Boliviens unterwegs zu sein, während man selbst vielleicht ganz woanders sitzt. Haben Sie ein bestimmtes Bild oder einen Moment aus der Messe, der Sie besonders berührt hat?

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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