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Dienstag, 11. August 2026

Pfarrei San Pedro Macha Bolivien

Ein Ort reicher Geschichte und lebendiger Kultur in Bolivien Inmitten der gewaltigen Kulisse der bolivianischen Anden liegt San Pedro Macha – ein Ort, der wie kaum ein anderer für die tiefe Verwurzelung indigener Traditionen steht. Als zentraler Ort des gleichnamigen Kantons im Municipio San Pedro de Macha (Provinz Chayanta) verbindet die Ortschaft eine faszinierende Geografie mit einer jahrhundertealten Geschichte.

Ein Ort reicher Geschichte und lebendiger Kultur in Bolivien

Inmitten der gewaltigen Kulisse der bolivianischen Anden liegt San Pedro Macha – ein Ort, der wie kaum ein anderer für die tiefe Verwurzelung indigener Traditionen steht. Als zentraler Ort des gleichnamigen Kantons im Municipio San Pedro de Macha (Provinz Chayanta) verbindet die Ortschaft eine faszinierende Geografie mit einer jahrhundertealten Geschichte.

Geografie und Natur: Leben auf über 3.500 Metern San Pedro Macha liegt auf einer beeindruckenden Höhe von 3.524 Metern über dem Meeresspiegel. Umgeben von mächtigen Bergrücken, die teils über 3.700 Meter ansteigen, zeigt sich hier die charakteristische Landschaft des bolivianischen Altiplano.

Geografie und Natur: Leben auf über 3.500 Metern

San Pedro Macha liegt auf einer beeindruckenden Höhe von 3.524 Metern über dem Meeresspiegel. Umgeben von mächtigen Bergrücken, die teils über 3.700 Meter ansteigen, zeigt sich hier die charakteristische Landschaft des bolivianischen Altiplano.

Eindrucksvolles Flusssystem: Die Region wird von einem prägenden Flusslauf durchzogen. Flussaufwärts als Río Jachcha Kallpa bekannt, bahnt sich das Wasser seinen Weg über den Río Tres Mojones, den Río Chayanta und den Río San Pedro, bevor es schließlich in den großen Río Grande mündet.  Artenreiche Hochebene: Die Natur ist trotz der rauen klimatischen Bedingungen reich an Ressourcen und bildet den Lebensraum für eine stark verwurzelte indigene Gemeinschaft.

Eindrucksvolles Flusssystem:

Die Region wird von einem prägenden Flusslauf durchzogen. Flussaufwärts als Río Jachcha Kallpa bekannt, bahnt sich das Wasser seinen Weg über den Río Tres Mojones, den Río Chayanta und den Río San Pedro, bevor es schließlich in den großen Río Grande mündet.

Artenreiche Hochebene:

Die Natur ist trotz der rauen klimatischen Bedingungen reich an Ressourcen und bildet den Lebensraum für eine stark verwurzelte indigene Gemeinschaft.

Die Natur ist trotz der rauen klimatischen Bedingungen reich an Ressourcen und bildet den Lebensraum für eine stark verwurzelte indigene Gemeinschaft.

Historische Wurzeln:

Vom Aymara-Königreich zur Gegenwart. Die Geschichte von San Pedro Macha reicht weit vor die Spanische Eroberung zurück:

Aymara-Ursprünge:
Bevor die Region unter den Einfluss des Inka-Reiches geriet, war Macha Teil eines einflussreichen Aymara-Königreichs.

Inka- und Kolonialzeit:

Trotz der späteren Umbrüche durch das Inka-Reich und die europäische Kolonisation blieben viele der ursprünglichen Bräuche erhalten.

Lebendige Riten: Bis heute sind in Macha Feste, Musik und religiöse Zeremonien lebendig, deren Wurzeln teils bis in die Vorinkazeit zurückreichen.

Lebendige Riten:

Bis heute sind in Macha Feste, Musik und religiöse Zeremonien lebendig, deren Wurzeln teils bis in die Vorinkazeit zurückreichen.

Kulturelle Vielfalt und die Sprache der Quechua

San Pedro Macha und die umliegenden Gemeinden sind ein Schutzraum für das indigene Erbe Boliviens. Die Quechua-Kultur prägt das alltägliche Leben der Menschen nachhaltig.

Im benachbarten Municipio Colquechaca sprechen beispielsweise 78 Prozent der Bevölkerung Quechua. Diese hohe Zahl verdeutlicht, wie lebendig die Sprache und die damit verbundenen Wertvorstellungen trotz der Einflüsse der Moderne geblieben sind. Die Pflege dieser Traditionen ist für die Identität der lokalen Gemeinschaft von unschätzbarem Wert.

Kulturelle Vielfalt und die Sprache der Quechua San Pedro Macha und die umliegenden Gemeinden sind ein Schutzraum für das indigene Erbe Boliviens. Die Quechua-Kultur prägt das alltägliche Leben der Menschen nachhaltig.  Im benachbarten Municipio Colquechaca sprechen beispielsweise 78 Prozent der Bevölkerung Quechua. Diese hohe Zahl verdeutlicht, wie lebendig die Sprache und die damit verbundenen Wertvorstellungen trotz der Einflüsse der Moderne geblieben sind. Die Pflege dieser Traditionen ist für die Identität der lokalen Gemeinschaft von unschätzbarem Wert.

Zukunftsperspektiven und soziales Engagement

Der Spagat zwischen der Wahrung der eigenen Identität und den Herausforderungen der Moderne ist groß. Der Erhalt der Quechua-Sprache, der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und die Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort stehen im Mittelpunkt zukünftiger Entwicklungen.

Einen wichtigen Beitrag leisten hierbei auch engagierte Persönlichkeiten vor Ort: So steht beispielsweise Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens, um den Menschen in den abgelegenen Regionen der Anden Beistand, Hoffnung und konkrete Hilfe zu bringen.

Fazit

San Pedro Macha ist weit mehr als nur ein Punkt auf der Landkarte Boliviens. Es ist ein Symbol für die Widerstandskraft indigener Kulturen, ein Hüter alter Aymara- und Inka-Traditionen und ein Ort, der Geschichte und Zukunft auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Montag, 10. August 2026

Ch'alla oder Challa

Traditionelle Ch’alla Auf dem Bild ist eine traditionelle Ch’alla (oder Challa) im Rahmen eines Dorffestes (Fiesta Patronal) im bolivianischen Hochland zu sehen. Dieses Ritual verbindet andine Traditionen eng mit dem katholischen Glauben.

Traditionelle Ch’alla

Auf dem Bild ist eine traditionelle Ch’alla (oder Challa) im Rahmen eines Dorffestes (Fiesta Patronal) im bolivianischen Hochland zu sehen. Dieses Ritual verbindet andine Traditionen eng mit dem katholischen Glauben.

Die Kernbestandteile des Brauchs ​1. Das Trankopfer an Pachamama Ch’allar Das Getränk: In dem großen Tontopf (Cántaro) am Boden befindet sich Chicha, ein traditionell aus Keimmais vergorenes Getränk des Andenraums.

Die Kernbestandteile des Brauchs

​1. Das Trankopfer an Pachamama Ch’allar

Das Getränk: In dem großen Tontopf (Cántaro) am Boden befindet sich Chicha, ein traditionell aus Keimmais vergorenes Getränk des Andenraums.

Die Gefäße: Getrunken wird aus Holz- oder Kürbisschalen, den sogenannten Tutumas.

Das Ritual: Bevor getrunken wird, vergießt man üblicherweise einige Tropfen der Chicha auf die Erde (oder den Boden). Dies ist die eigentliche Ch’alla – ein Dankes- und Bitte-Opfer an Pachamama (Mutter Erde) für Fruchtbarkeit, Schutz und Gesundheit.

​2. Die Rolle der Pasantes (Festpaten)

Die Bänder im Hintergrund: Die Bannerschilder im Hintergrund tragen Aufschriften wie „SAN MIGUEL“ und „PASANTES“.

In andinen Dorfgemeinschaften übernehmen gewählte Familien oder Personen für ein Jahr die Rolle der Pasantes (Patronats-Sponsoren). Sie organisieren und finanzieren das Patronatsfest zu Ehren eines Schutzheiligen, bewirten die Gemeinschaft und genießen dadurch hohes hohes Ansehen im Dorf.

​3. Festliche Symbole & Dekoration

Mixtura (Konfetti): Das weiße Konfetti im Haar und auf den Schultern der Männer ist ein typisches Zeichen für Feierlichkeit, Segen, Glück und Freude. Es wird bei Ritualen und Begrüßungen großzügig verstreut.

Der Aguayo: Die Männer stehen auf einem Aguayo, dem traditionellen, bunt gewebten Andentuch. Es dient bei zeremoniellen Anlässen als heilige Unterlage für Opfergaben, Speisen und Getränke.

Typischer Ablauf der Zeremonie

Gemeinsames Sammeln: Die Gemeinschaft oder das Festkomitee tritt vor dem Altar oder den Banner-Standarten zusammen.

Begießung & Segen: Der Boden und oft auch die Gegenstände/Banner werden mit etwas Chicha besprengt.

Gemeinsamer Trank: Die Gastgeber (Pasantes) und Gäste trinken im Kreis nacheinander aus den Tutumas, um die Gemeinschaftsbande zu stärken und das Fest offiziell einzuläuten.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Elemente der Einweihungszeremonie

Padre Hernán Tarqui bei der Einweihung der neuen Kirche in Pampa Colorada Bolivien
Padre Hernán Tarqui bei der Einweihung der neuen Kirche in Pampa Colorada Bolivien

Die Mixtura (Konfetti auf Kopf und Schultern):

Die weißen Konfetti-Spuren und Blüten auf dem Kopf des Priesters und auf dem Boden sind ein zentrales Element andiner Feste. Sie stehen für Segen, Freude, Wohlstand und den Wunsch nach einem guten Neubeginn.

Der Tonkrug (Vasija de barro):

Das Tragen des traditionellen Tongefäßes verbindet den kirchlichen Segen oft mit Elementen der Ch’alla – dem andinen Dankes- und Segnungsritus für die Erde (Pachamama) und das neue Bauwerk.

Blumengirlanden (Guirnaldas):

Die frischen Kränze um den Hals sind ein Zeichen des Respekts, der Ehre und der Dankbarkeit der Dorfgemeinschaft gegenüber den Amtsträgern und Würdenträgern.

Ehrenbogen aus Aguayos:

Die oben im Bild aufgespannten, bunt gewebten Aguayos bilden einen festlichen Baldachin bzw. Bogen, der den Eingangsbereich für den Festzug schmückt.

Banddurchschnitt (Corte de cinta):

Das weiße Band im Vordergrund markiert den offiziellen Moment der symbolischen Freigabe und Eröffnung.

Musikalische Begleitung:

Im Hintergrund ist die Blaskapelle zu erkennen, die solche feierlichen Anlässe im Hochland musikalisch begleitet.

Das Zusammenspiel aus regionalen Bräuchen wie Ch’alla und Mixtura mit der kirchlichen Weihe zeigt eindrucksvoll die gelebte Kultur und den Zusammenhalt der Gemeinschaft.
​Einweihung der Kirche in Pampa Colorada Bolivien.

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Samstag, 8. August 2026

Ein kleiner Gedankenanstoß fürs Wochenende

Ich wünsche euch allen einen wunderbaren und erholsamen Start ins Wochenende! 👋😊

Ich wünsche euch allen einen wunderbaren und erholsamen Start ins Wochenende! 👋😊

Ein kleiner Tipp für den morgigen Sonntag: Wenn ihr morgens gut aus dem Bett kommt, schaut doch einfach mal bei einem Gottesdienst vorbei. ⛪️

Das Gute daran? Der Rat und die wertvollen Impulse, die man dort mitnimmt, sind absolut kostenlos. Dafür braucht man weder Anträge noch eine Zusatzversicherung! 😉📜

In diesem Sinne: Habt einen friedlichen, entspannten und gesegneten Sonntag! 🕊️☀️

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Freitag, 7. August 2026

201 Jahre Bolivien

Bolivien ist ein vielseitiger Binnenstaat in Südamerika, der für seine extremen Höhenlagen, die Anden, den Amazonas-Regenwald und die größte Salzwüste der Welt bekannt ist.

Am 6. August 2026 feiert Bolivien sein 201 jähriges Jubiläum

Bolivien eine Zusammenfassung

Präkolumbische Zeit (bis 1538) Tiwanaku-Kultur:

Erstes großes Machtzentrum am Titicacasee.

Blütezeit: Zwischen 300 und 1000 nach Christus.

Inka-Reich: Eroberung der Region im 15. Jahrhundert.


Spanische Kolonialzeit (1538–1825)

Silberrausch: Entdeckung der riesigen Silberminen in Potosí (1545).

Ausbeutung: Zwangsarbeit der indigenen Bevölkerung (Mita-System).

Verwaltung: Region hieß damals „Alto Perú“ (Oberperu).


Unabhängigkeit und Gebietsverluste (1825–1935)

Gründung: Unabhängigkeit im Jahr 1825 durch Simón Bolívar.

Salpeterkrieg: Bolivien verliert 1884 den Meereszugang an Chile.

Chaco-Krieg: Paraguay gewinnt 1935 weite Teile des Chaco-Gebiets

Am 6. August 2026 feiert Bolivien sein 201 jähriges Jubiläum

Revolution und Militärdiktaturen (1952–1982)

Revolution 1952: Einführung des allgemeinen Wahlrechts und Landreform.

Instabilität: Jahrzehnte geprägt von wechselnden Militärputschen.

Demokratisierung: Rückkehr zur zivilen Regierung im Jahr 1982


Moderne Geschichte (ab 2006)

Evo Morales: Erster indigener Präsident Boliviens (2006–2019).

Neuer Name: Umbenennung in „Plurinationaler Staat Bolivien“ (2009).

Gegenwart: Politische Polarisierung zwischen Sozialisten und Konservativen. 

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Donnerstag, 6. August 2026

Rückkehr zu Jesus

In seiner eindrücklichen Präsentation „Rückkehr zu Jesus“ (Volver a Jesús) richtet Msgr. Ricardo Centellas Guzmán, Erzbischof der Erzdiözese Chuquisaca (Sucre, Bolivien), einen klaren und mutigen Appell an die Gemeinschaft der Gläubigen.

Ein Weckruf für den Glauben und die Kirche

In seiner eindrücklichen Präsentation „Rückkehr zu Jesus“ (Volver a Jesús) richtet Msgr. Ricardo Centellas Guzmán, Erzbischof der Erzdiözese Chuquisaca (Sucre, Bolivien), einen klaren und mutigen Appell an die Gemeinschaft der Gläubigen.

In einer Zeit, in der Institutionen weltweit vor großen Herausforderungen stehen, stellt er die entscheidende Frage: Worauf kommt es im Wesentlichen an? Seine Antwort ist denkbar einfach und zugleich tiefgreifend: Die Kirche muss sich wieder konsequent an der Person und der Botschaft Jesu Christi ausrichten.

In einer Zeit, in der Institutionen weltweit vor großen Herausforderungen stehen, stellt er die entscheidende Frage: Worauf kommt es im Wesentlichen an? Seine Antwort ist denkbar einfach und zugleich tiefgreifend: Die Kirche muss sich wieder konsequent an der Person und der Botschaft Jesu Christi ausrichten.

Weg von der Bürokratie, hin zur lebendigen Begegnung

Msgr. Centellas warnt vor einer Gefahr, die vielen vertraut sein dürfte: Dass kirchliche Strukturen zu reiner Verwaltung verkommen und der eigentliche Funke des Evangeliums im Alltag verloren geht.

Glaube ist – so der Erzbischof – im Kern kein starres Regelwerk und keine bloße Pflichterfüllung. Er ist primär eine lebendige Beziehung.

​„Eine Kirche, die nicht aus der lebendigen Begegnung mit Jesus lebt, läuft Gefahr, zu einer bloßen Organisation oder Verwaltung institutioneller Interessen zu verkommen.“

Was bedeutet die „Rückkehr zu Jesus“ konkret?

Msgr. Centellas skizziert in seiner Präsentation vier wesentliche Säulen für eine erneuerte Seelsorge:

​1. Christozentrik: Jesus im Mittelpunkt

Alle kirchlichen Angebote, die Katechismusarbeit und das Gemeindeleben müssen sich daran messen lassen, ob sie den Geist Jesu widerspiegeln. Die Frage muss immer lauten: Würde Jesus so handeln?

​2. Eine „Kirche im Aufbruch“ (Iglesia en salida)

Kirche darf nicht hinter ihren eigenen Mauern verharren. Gerade in einem Land wie Bolivien – aber genauso in Europa – bedeutet dies, an die Ränder der Gesellschaft zu gehen. Es geht um eine konkrete Option für die Armen, die Benachteiligten und die Suchenden.

​3. Synodales Miteinander statt Klerikalismus

Kirche wird von allen getragen. Msgr. Centellas plädiert nachdrücklich für die Stärkung von Laien, Frauen und der Jugend in den Gemeinden. Verantwortung und Mitgestaltung gehören in die Hände der gesamten Gemeinschaft.

​4. Mut zum Wandel

Das traditionelle Argument „Das haben wir schon immer so gemacht“ greift in der heutigen Welt nicht mehr. Veraltete Methoden müssen hinterfragt werden, um Raum für dynamische und zeitgemäße Formen der Seelsorge zu schaffen.

Ein Blick auf die Gegenüberstellung

Bisheriges Muster Ziel der Erneuerung („Rückkehr zu Jesus“)
Institutionelle Selbsterhaltung Lebendige Nachfolge & Evangelisierung
Bewahrend & bürokratisch Aufbrechend, barmherzig & nah am Menschen
Hierarchischer Alleingang Gemeinsamer, synodaler Weg aller Gläubigen
Fokus auf Strukturen Einsatz für die Armen und Marginalisierten

Fazit: Eine Einladung an jeden Einzelnen

​Der Aufruf von Msgr. Ricardo Centellas ist mehr als ein theoretisches Konzept für Theologen. Er ist eine ganz persönliche Einladung an jeden von uns: Den eigenen Glauben neu zu hinterfragen, Ballast abzuwerfen und sich wieder auf das Fundament zu besinnen, das uns trägt.
Die Zukunft der Kirche entscheidet sich nicht in Verwaltungsräumen, sondern in der alltäglichen, lebendigen Nachfolge Jesu.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens 


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Mittwoch, 5. August 2026

Pastoralversammlung in Potosí

Was ist eigentlich eine Pastoralversammlung? – Ein Blick hinter die Kulissen Wenn man die Begriffe Pastoralversammlung oder Pastoralkonferenz hört, klingt das für viele im ersten Moment nach trockenem Kirchenlatein oder bürokratischen Sitzungen. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter, wenn Seelsorger und Gemeindemitglieder zusammenkommen?

Was ist eigentlich eine Pastoralversammlung? – Ein Blick hinter die Kulissen

Wenn man die Begriffe Pastoralversammlung oder Pastoralkonferenz hört, klingt das für viele im ersten Moment nach trockenem Kirchenlatein oder bürokratischen Sitzungen. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter, wenn Seelsorger und Gemeindemitglieder zusammenkommen?

Vorträge vom Bischof eröffnen einen anderen Blickwinkel
Vorträge vom Bischof eröffnen einen anderen Blickwinkel

Ganz einfach ausgedrückt: Eine Pastoralversammlung ist so etwas wie eine Zukunftswerkstatt und ein Strategietreffen für die Arbeit vor Ort.

Hier kommen Menschen zusammen, die das kirchliche und soziale Leben in einer Region aktiv gestalten. Das sind längst nicht nur Priester, sondern ganz besonders auch engagierte Laien – also Menschen, die mitten im Alltag stehen, Familien begleiten oder Ehrenämter übernehmen.


Die Vorträge sind immer etwas herausfordernd.
Die Vorträge sind immer etwas herausfordernd.

Worum geht es bei diesen Treffen?

Gerade in weitläufigen und herausfordernden Regionen – wie hier im Hochland von Potosí – stehen die Menschen vor ganz unterschiedlichen Alltagsfragen. Auf einer Konferenz geht es deshalb vor allem um drei Dinge: Hinhören, Austauschen und Anpacken.

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick:

Blick auf die Realität: Was beschäftigt die Menschen vor Ort aktuell wirklich? Wo gibt es soziale Not, wo braucht es Unterstützung?

Erfahrungen teilen: Welche Projekte oder Ideen haben in einer Gemeinde gut funktioniert und könnten auch anderen helfen?

Gemeinsam planen: Wie soll die Begleitung von Familien, die Jugendarbeit oder die soziale Hilfe in den kommenden Monaten konkret aussehen?

Unser Treffen wird von einer Messe eingerahmt
Unser Treffen wird von einer Messe eingerahmt

Ein Kompass für die Zukunft

Am 4. August, haben wir an der Präsentation „Rückkehr zu Jesus“ von Msgr. Ricardo Centellas G., Erzbischof der Erzdiözese Chuquisaca, teilgenommen. Wir schlossen mit der Eucharistiefeier ab und empfahlen uns unserem Schutzpatron, dem heiligen Johannes Maria Vianney. 

Die Beratungsergebnisse einer solchen Konferenz sind keine theoretischen Papierberge. Sie dienen der Kirchenleitung als praktischer Kompass.

Anstatt Entscheidungen „von oben herab“ zu treffen, sorgt die Pastoralversammlung dafür, dass die Weichen direkt auf Basis der Erfahrungen von der Basis gestellt werden. Das Ziel: Die Arbeit und die Hilfe genau dorthin zu bringen, wo sie im Alltag der Menschen gebraucht werden.

Ein Gruppenbild nach dem Abschluss ist immer im Programm
Ein Gruppenbild nach dem Abschluss ist immer im Programm

Fazit: 

Eine Pastoralversammlung ist im Kern ein großes Miteinander – ein Ort, an dem zugehört, nachgedacht und gemeinsam die Zukunft gestaltet wird. 

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Montag, 3. August 2026

Montag im Büro vs. Montag in den Anden… 🏔️❄️

Lamas kreuzen meinen Weg. Es sind meistens freundliche Tiere
Lamas kreuzen meinen Weg. Es sind meistens freundliche Tiere

Guten Start in die neue Arbeitswoche, ihr Lieben!

Während bei euch vermutlich Sonnencreme, Ventilatoren und Klimaanlagen im Dauereinsatz sind, beginnt unser Montag hier oben ganz anders: Erst mal die dicke Daunenjacke anziehen und tief durchatmen. 😄

In den bolivianischen Anden gehört ein bisschen Frieren einfach dazu. Die Luft ist klar, die Höhenluft frisch, und manchmal kriecht die Kälte bis in die Schuhe. Aber dann schaut man auf die Berge, auf das Licht, das über die Hügel fällt — und plötzlich sind die kalten Füße vergessen.

Hier oben startet jede Woche mit einem kleinen Wunder der Natur.
Herzliche Grüße aus den Höhenlagen Boliviens! 🇧🇴✨

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Freitag, 31. Juli 2026

Höhenluft und Herzlichkeit

Unser Besuch in der Caine Educational Unit 🏔️✨  Manchmal sind es die kleinsten Orte, die den tiefsten Eindruck hinterlassen. Heute Morgen ging es für uns hoch hinaus: Wir haben die Caine Educational Unit besucht – eine wunderschöne, kleine, aber feine Bergschule, die sofort unser Herz erobert hat.

Unser Besuch in der Caine Educational Unit 🏔️✨

Manchmal sind es die kleinsten Orte, die den tiefsten Eindruck hinterlassen. Heute Morgen ging es für uns hoch hinaus: Wir haben die Caine Educational Unit besucht – eine wunderschöne, kleine, aber feine Bergschule, die sofort unser Herz erobert hat.

Klein, aber voller Leben  ​Schon bei der Ankunft wird klar, dass hier ein ganz besonderer Geist weht. Abseits vom Trubel großer Stadt-Schulen wird hier auf Augenhöhe gelernt – mit der Natur direkt vor der Klassenzimmertür.

Klein, aber voller Leben

Schon bei der Ankunft wird klar, dass hier ein ganz besonderer Geist weht. Abseits vom Trubel großer Stadt-Schulen wird hier auf Augenhöhe gelernt – mit der Natur direkt vor der Klassenzimmertür.

Was diesen Ort so besonders macht:  ​Familiäre Atmosphäre: Jeder kennt jeden. Die überschaubaren Gruppen erlauben eine unglaublich persönliche und individuelle Förderung.

Was diesen Ort so besonders macht:

Familiäre Atmosphäre: Jeder kennt jeden. Die überschaubaren Gruppen erlauben eine unglaublich persönliche und individuelle Förderung.
Lernen mit Weitblick: Im wahrsten Sinne des Wortes! Die Kulisse der umliegenden Berge sorgt für eine einmalige, ruhige Lernumgebung.

Spürbare Leidenschaft: Das Team vor Ort steckt unfassbar viel Herzblut in den Schulalltag, um den Kids die besten Möglichkeiten mit auf den Weg zu geben.

Ein Vormittag, der nachwirkt  ​Wir durften kurze Einblicke in den Unterricht gewinnen und uns mit den Lehrkräften sowie den Schützlingen austauschen. Die Neugier der Kinder und die herzliche Gastfreundschaft haben den Besuch zu einem echten Highlight unserer Reise gemacht.

Ein Vormittag, der nachwirkt

Wir durften kurze Einblicke in den Unterricht gewinnen und uns mit den Lehrkräften sowie den Schützlingen austauschen. Die Neugier der Kinder und die herzliche Gastfreundschaft haben den Besuch zu einem echten Highlight unserer Reise gemacht.

Fazit: 

Ein durch und durch inspirierender Morgen! Die Caine Educational Unit beweist eindrucksvoll, wie wertvoll und lebendig Bildung auch abseits der großen Zentren gestaltet werden kann. Wir nehmen eine gehörige Portion Inspiration (und fantastische Berg-Eindrücke) mit auf unsere nächste Etappe!

Padre Hernán Tarqui, im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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