Freitag, 16. Oktober 2026

Schon wieder Wochenende vor der Tür

Hier gibt’s gute Ratschläge ohne Rezept

Bleibt gesund, sammelt Energie – nächste Woche wartet schon mit neuen Abenteuern.

Und falls ihr spirituelle Vitamin‑D‑Tabletten braucht:

Kommt einfach in einen Gottesdienst.

Hier gibt’s gute Ratschläge ohne Rezept, ohne Globuli und ohne Krankenkassen‑Drama. Einfach hingehen, zuhören, nachdenken – Geist auf, Sorgen raus.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Mit Ihrem Smartphone bequem spenden –  so einfach geht’s:  Es ist bereits ein Betrag von 50 Euro vor eingestellt, den Sie direkt und unkompliziert mit Ihrer Banking-App auf dem Smartphone überweisen können. Damit möchte ich Ihnen einen neuen, besonders komfortablen Weg anbieten, eine Spende zu tätigen. Die Empfängerdaten sind identisch mit den Angaben, die Sie im oberen Bereich über dem QR-Code auf dem Bild finden. Möchten Sie einen anderen Betrag spenden, können Sie den Überweisungsträger über den untenstehenden Link individuell ausfüllen.

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Mehr dazu gibt es hier zu erfahren <<<<<<

Hilfe für Familien in Bolivien

Manchmal gehen die Pastoralen Touren ganz schön in die Beine.
Manchmal gehen die Pastoralen Touren ganz schön in die Beine.

Mit Padre Hernán Tarqui Hoffnung schenken

Ein voller Teller. Eine warme Jacke. Ein Mensch, der zuhört und bleibt. Manchmal beginnt Hoffnung mit etwas ganz Einfachem. In den Bergen Boliviens steht Padre Hernán Tarqui Familien in Not zur Seite – mit praktischer Hilfe, offenem Herzen und einer Nächstenliebe, die im Alltag spürbar wird.

Nicht jede Not ist auf den ersten Blick zu erkennen. Manchmal zeigt sie sich in abgetragenen Schuhen oder einer fehlenden warmen Mahlzeit. Manchmal verbirgt sie sich hinter einer verschlossenen Tür: in der Sorge um die Kinder, in der Angst vor der nächsten Rechnung oder in der Scham, um Unterstützung bitten zu müssen.

Bei den Familien die Weidewirtschaft betreiben.
Bei den Familien die Weidewirtschaft betreiben.

Gerade dann braucht es jemanden, der hinsieht. Der nicht vorschnell urteilt. Der zuhört und vermittelt: Du bist nicht allein. Deine Sorgen haben hier Platz.

Padre Hernán begegnet Familien mit dieser Haltung. 

Er hilft dort, wo das Nötigste fehlt, und begleitet Menschen, deren Leben durch Krisen erschüttert wurde. In seinem Dienst wird sichtbar, was christliche Nächstenliebe bedeutet: den Menschen sehen, seine Würde achten und ihm beistehen.

Wo Nächstenliebe Hände und Füße bekommt

Nächstenliebe bleibt nicht bei guten Worten stehen. Sie fragt: Was brauchst du? Was kann dich heute entlasten? Welcher nächste Schritt ist möglich?

Die Hilfe von Padre Hernán richtet sich nach der Lebenssituation der Familien. Dabei gehören materielle Unterstützung und persönliche Begleitung zusammen. Denn Menschen brauchen Nahrung und Wärme – aber ebenso jemanden, dem sie ihre Sorgen anvertrauen können.

Weit entfernt von Städten ist das Leben hier oben etwas einfach auch wenn die Menschen nicht weniger glücklich sind.
Weit entfernt von Städten ist das Leben hier oben etwas einfach auch wenn die Menschen nicht weniger glücklich sind.

Lebensmittel und warme Kleidung: Hilfe, die unmittelbar ankommt

Wer nicht weiß, ob das Essen für morgen reicht, trägt eine schwere Last. Wer seine Kinder nicht ausreichend vor der Kälte schützen kann, braucht mehr als tröstende Worte.

Mit Lebensmitteln, warmer Kleidung und anderen lebensnotwendigen Gütern hilft Padre Hernán, die dringendste Not zu lindern. Ein voller Teller, eine warme Decke oder feste Schuhe lösen nicht alle Probleme. Doch sie können den Alltag erleichtern und einen Teil der Sorgen nehmen.

Für Kinder bedeutet diese Unterstützung auch ein Stück unbeschwerten Alltag: 

  • Satt werden, warm angezogen sein, lernen und spielen können.
  • So wird aus einer helfenden Hand ein konkretes Zeichen der Verbundenheit.
  • Ein offenes Ohr: Menschen in Krisen begleiten

Nicht jede Last lässt sich mit einer Lebensmittelspende lindern. Krankheit, Arbeitslosigkeit, Trennung oder der Verlust eines geliebten Menschen können Familien tief erschüttern. Zur materiellen Not kommen dann Trauer, Überforderung und Einsamkeit.

Hier bin ich auf einem 5000 Meter hohen Pass.
Hier bin ich auf einem 5000 Meter hohen Pass.

Padre Hernán nimmt auch diese Sorgen ernst

  1. Durch Beratung und persönliche Begleitung eröffnet er Raum für das, was Menschen bewegt.
  2. Zuhören, ohne zu verurteilen. Gemeinsam nach einem Ausweg suchen. Den nächsten kleinen Schritt planen, auch wenn der weitere Weg noch ungewiss ist.
  3. Manchmal beginnt neue Zuversicht mit der Erfahrung: Ich muss mich nicht verstecken. Ich werde gehört. Jemand geht ein Stück mit mir.

Bleiben, wenn der Weg schwer ist

Vertrauen wächst dort, wo Hilfe verlässlich ist. Padre Hernán begleitet Familien mit Geduld und Beständigkeit – auch dann, wenn sich ihre Situation nicht von heute auf morgen verändert.

  • Sein Beistand vermittelt: Ihr seid nicht vergessen. Eure Not wird gesehen. Ihr müsst diesen Weg nicht allein gehen.
  • Darin liegt eine stille, tragende Kraft. Wer sich angenommen weiß, kann neuen Mut fassen. Wer Unterstützung erfährt, kann wieder nach vorne schauen.
  • Die Hoffnung richtet sich auf eine sicherere Zukunft: darauf, dass Familien wieder auf eigenen Beinen stehen und Kinder unbeschwerter aufwachsen können. Nicht alles wird sofort gut. Aber niemand sollte mit seiner Not allein bleiben müssen.

Gottesdienst dorthin bringen wo die Menschen ihren Lebensmittelpunkt haben.
Gottesdienst dorthin bringen wo die Menschen ihren Lebensmittelpunkt haben.

Gemeinsam tragen: So können Sie Familien in Bolivien unterstützen

Nächstenliebe lebt davon, dass Menschen einander verbunden bleiben – auch über große Entfernungen hinweg. Wer die Arbeit von Padre Hernán mittragen möchte, kann auf unterschiedliche Weise helfen:

  • Mit einer Spende: Geld- und Sachspenden ermöglichen es, Lebensmittel, warme Kleidung und andere dringend benötigte Güter bereitzustellen.
  • Durch Weitererzählen: Teilen Sie diesen Beitrag oder erzählen Sie in Ihrem Umfeld von der Arbeit Padre Hernáns. So können weitere Menschen von der Hilfe erfahren.
  • Im Gebet: Schließen Sie die Familien, Padre Hernán und alle Helfenden in Ihr Gebet ein. Beten Sie um Kraft für schwere Tage, um Zuversicht und um Menschen, die einander beistehen.

Jeder Beitrag kann Teil dieser Hilfe werden. Nicht alle können dasselbe geben. Doch es gibt viele Wege, Anteil zu nehmen und Verbundenheit zu zeigen.

Hoffnung beginnt mit gelebter Nächstenliebe

Nächstenliebe verändert nicht die ganze Welt auf einmal. Aber sie kann für einen Menschen einen entscheidenden Unterschied machen: durch eine Mahlzeit, die stärkt, durch Kleidung, die wärmt, oder durch ein Gespräch, das neuen Mut gibt.

Im Dienst von Padre Hernán Tarqui wird diese Hoffnung konkret. Glaube bleibt nicht nur ein Wort. Er wird zur helfenden Hand, zum offenen Ohr und zum verlässlichen Beistand.

Danke an alle, die diese Arbeit mittragen – mit ihrer Hilfe, ihrem Gebet und ihrer Verbundenheit.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Donnerstag, 15. Oktober 2026

Meine Erinnerungen an den Oktober 2023

Die Wege zu den abgelegenen Gemeinden sind oft sehr schwierig.
Die Wege zu den abgelegenen Gemeinden sind oft sehr schwierig.

Feldgottesdienste im Altiplano

Der Oktober 2023 war ein Monat, in dem die Feldgottesdienste zu bewegenden Begegnungen zwischen Glaube, Landschaft und Menschen wurden. Wenn ich heute an diese Wochen zurückdenke, sehe ich zuerst nicht die Kirchenbänke, die es dort oben nicht gibt, sondern Gesichter: wettergegerbt, aufmerksam, voller Hoffnung. Ich sehe den einfachen Tisch, der zum Altar wurde, und den Himmel darüber, der so nah wirkt, dass man meint, ihn berühren zu können. In diesem Beitrag möchte ich einige dieser Erinnerungen mit euch teilen.

Zu den Gottesdiensten kommen die Menschen in ihren Festkleidern.
Zu den Gottesdiensten kommen die Menschen in ihren Festkleidern.

Oktoberlicht über den Anden – ein Monat der offenen Himmel

Der Oktober im Altiplano ist ein Übergang: Die Nächte sind noch hart und kalt, die Tage bereits voller Erwartung auf die ersten Regenzeichen. Morgens liegt manchmal Reif auf den Gräsern, und der Atem steht als weiße Wolke in der dünnen Luft. Doch sobald die Sonne über die Gipfel steigt, verwandelt sich die Hochebene in ein Meer aus Licht – klar, scharf und von einer Weite, die einem den Atem nimmt.

Genau in dieser Zeit habe ich meine Feldgottesdienste gefeiert – draußen, unter dem weiten Himmel, begleitet vom Wind, den Bergen und den Menschen, die oft stundenlang zu Fuß kamen. Es war eine Zeit des Wartens und des Hoffens, und vielleicht passte gerade deshalb die Feier des Glaubens so gut in diese Landschaft: Auch wir warten, auch wir hoffen – auf Regen für die Felder und auf Gottes Nähe in unserem Alltag.

Zumeist gibt es einen zentralen Punkt an dem wir uns zum Gottesdienst treffen.
Zumeist gibt es einen zentralen Punkt an dem wir uns zum Gottesdienst treffen.

Mehr als eine Liturgie: Lebensanker für die Gemeinden

Diese Gottesdienste waren mehr als liturgische Feiern. Sie waren Lebensanker für die Gemeinden – Momente, in denen die Menschen spürten, dass sie nicht vergessen sind, weder von Gott noch von der Kirche. Besonders drei Gruppen sind mir dabei ans Herz gewachsen:

  • Für die Hirten, die ihre Tiere nicht allein lassen konnten. Für sie kam der Gottesdienst dorthin, wo ihr Leben stattfindet – auf die Weiden, zwischen Lamas und Alpakas. Manche standen am Rand der Versammlung, den Blick immer wieder auf ihre Herde gerichtet, und doch ganz dabei.
  • Für die Familien, die weit verstreut leben. Der Feldgottesdienst wurde zum Treffpunkt: Verwandte sahen sich nach Wochen wieder, Neuigkeiten wurden ausgetauscht, und nach dem Segen wurde oft geteilt, was jeder mitgebracht hatte.
  • Für die Kinder, die den Altar unter freiem Himmel als etwas Magisches erleben. Ihre staunenden Augen, wenn der Wind die Altardecke hob oder die Kerzen gegen die Böen ankämpften, haben mich jedes Mal daran erinnert, wie wunderbar das Geheimnis des Glaubens ist.

Bei den langen Wegen welche die Menschen auf sich genommen haben gibt es natürlich etwas zum Essen.
Bei den langen Wegen welche die Menschen auf sich genommen haben gibt es natürlich etwas zum Essen.

Der Weg zum Altar unter freiem Himmel

Jeder Feldgottesdienst begann lange vor dem ersten Kreuzzeichen. Schon in der Dämmerung machten sich die Menschen auf den Weg – über steinige Pfade, durch ausgetrocknete Bachbetten, vorbei an Lehmhäusern und Steinmauern. Viele trugen ihre Kinder auf dem Rücken, eingewickelt in bunte Tücher; andere brachten Blumen, Brot oder ein paar Kartoffeln mit, als Gabe für die Gemeinschaft.

Auch für mich war der Weg ein Teil der Feier. Die Fahrt über holprige Pisten, das Aufbauen des einfachen Altars, das Ausbreiten der Decke, das Aufstellen des Kreuzes – all das wurde zu einem stillen Gebet. Und wenn dann die ersten Gestalten am Horizont auftauchten, wusste ich jedes Mal: Hier geschieht etwas, das größer ist als wir alle.

Hier wird für das leibliche Wohl gesorgt.
Hier wird für das leibliche Wohl gesorgt.

Wind, Stille und Gesang – Liturgie im Rhythmus der Landschaft

Unter freiem Himmel zu feiern bedeutet, sich der Natur anzuvertrauen. Der Wind trug manchmal meine Worte davon, sodass ich lauter sprechen oder einfach einen Moment innehalten musste. Und gerade in diesen Pausen entstand eine besondere Stille – eine Stille, die nicht leer war, sondern erfüllt vom Rauschen der Gräser, vom fernen Blöken der Tiere und vom gemeinsamen Atmen der Versammelten.

Besonders bewegend waren die Lieder. Sie wurden nicht von einer Orgel begleitet, sondern von rauen, kräftigen Stimmen, manchmal von einer Flöte oder einer Gitarre. Wenn die Gemeinde in ihrer eigenen Sprache sang, schien es, als würden die Berge selbst mitsingen. In diesen Augenblicken war die Kathedrale nicht aus Stein gebaut, sondern aus Himmel, Erde und Menschen.

Die Orts Autoritäten dürfen sitzen.
Die Orts Autoritäten dürfen sitzen.

Was mich der Oktober 2023 gelehrt hat

Wenn ich auf diesen Monat zurückblicke, bleiben mir vor allem drei Einsichten:

  1. Glaube braucht keine Mauern. Ein Tisch, ein Kreuz und Menschen, die zusammenkommen, genügen, damit Gott mitten unter uns ist.
  2. Die Armen sind reich an Hingabe. Wer stundenlang zu Fuß kommt, um zu beten, zeigt eine Treue, die mich immer wieder beschämt und ermutigt.
  3. Kirche heißt, hinauszugehen. Nicht die Menschen müssen zu uns kommen – wir müssen zu ihnen gehen, dorthin, wo sie leben, arbeiten und hoffen.

Natürlich ist eine Prozession obligatorisch in den Bergen Boliviens.
Natürlich ist eine Prozession obligatorisch in den Bergen Boliviens.

Ausblick und Dank

Die Erinnerungen an den Oktober 2023 begleiten mich bis heute. Sie geben mir Kraft für die Arbeit in den Bergen und erinnern mich daran, warum ich diesen Weg gewählt habe. Mein herzlicher Dank gilt allen Gemeinden, die mich so offen empfangen haben, und allen, die diesen Dienst mit ihrem Gebet und ihrer Unterstützung möglich machen – ob hier im Altiplano oder in der Ferne.

Selbst sehr alte Menschen nehmen lange Wege auf sich um bei der Messe anwesend zu sein.
Selbst sehr alte Menschen nehmen lange Wege auf sich um bei der Messe anwesend zu sein.

Möge der weite Himmel über den Anden uns alle daran erinnern, dass Gottes Liebe keine Grenzen kennt.

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