Donnerstag, 2. April 2026

Gründonnerstag im Krieg

Wenn das „Letzte Mahl“ zur harten Realität wird
Der Gründonnerstag markiert in der christlichen Liturgie einen Moment des Innehaltens. Es ist der Abend des Abschieds, der Intimität und der tiefen Symbolik. Doch was passiert mit diesen Symbolen, wenn sie nicht in einer ruhigen, kerzenerleuchteten Kirche stattfinden, sondern im Schatten von Gewalt und Unsicherheit?

Wenn das „Letzte Mahl“ zur harten Realität wird Der Gründonnerstag markiert in der christlichen Liturgie einen Moment des Innehaltens. Es ist der Abend des Abschieds, der Intimität und der tiefen Symbolik. Doch was passiert mit diesen Symbolen, wenn sie nicht in einer ruhigen, kerzenerleuchteten Kirche stattfinden, sondern im Schatten von Gewalt und Unsicherheit?

Wenn wir heute über den Gründonnerstag im Kontext von Krieg nachdenken, verlieren die Riten ihre museale Staubschicht und werden schmerzhaft aktuell.

1. Das gemeinsame Mahl: Brot in den Trümmern
Das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern war kein festliches Bankett, sondern ein Essen im Angesicht des nahenden Todes. In Kriegsgebieten bekommt das „Teilen des Brotes“ eine existenzielle Bedeutung:

Überleben: Brot ist dort kein Symbol, sondern die Grundlage für den nächsten Tag.

Gemeinschaft: In Kellern oder Schutzräumen zusammen zu essen, wird zum ultimativen Akt des Widerstands gegen die Hoffnungslosigkeit. Man teilt nicht nur Kalorien, sondern die verbleibende Zeit.

2. Die Fußwaschung: Würde unter dem Staub der Welt
Die Fußwaschung ist die radikalste Geste der Demut, die Christus hinterlassen hat. Im Krieg wird dieser Dienst am Nächsten greifbar:

Es ist die Hand des Sanitäters, die den Schlamm von der Wunde wischt.

Es ist die Hilfe für den Geflüchteten, der hunderte Kilometer hinter sich hat.
Die Botschaft: Wenn die Welt die Menschlichkeit mit Füßen tritt, ist der Dienst am Körper des anderen der Weg, die Würde zurückzugewinnen.

3. Das Triduum Sacrum: Die dunkle Nacht vor dem Morgen
Mit dem Gründonnerstag beginnt das Triduum Sacrum, die heiligen drei Tage. In der Liturgie verstummen die Glocken und die Altäre werden leer geräumt.
Für Menschen im Krieg ist diese „Leere“ kein ritueller Zustand, sondern Alltag. Die Angst Jesu im Garten Gethsemane – das Warten auf das Unausweichliche, während die Welt schläft – ist die Erfahrung jeder Mutter und jedes Soldaten in der Nacht vor dem Angriff.

Fazit: Hoffnung als Widerstand
Der Gründonnerstag im Krieg erinnert uns daran, dass das Christentum in seinem Kern keine „Schönwetter-Religion“ ist. Es ist eine Erzählung, die im Schmerz beginnt, den Verrat kennt und die Dunkelheit aushält.

Das Vermächtnis von Gründonnerstag ist heute vielleicht wichtiger denn je: Dass wir auch dann am Tisch bleiben, wenn es gefährlich wird. Und dass wir uns die Füße waschen, wenn der Weg staubig und blutig ist.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Helfen Sie mit, um unser Ziel zu verwirklichen. Über den folgenden Link können Sie ein Überweisungsformular vervollständigen und in Farbe ausdrucken oder den QR-Code scannen und mit ihrer Banking App direkt einen Betrag von 50 Euro spenden. Das macht für sie am wenigsten Arbeit LOL. [Da die Aufgaben enorm sind freuen wir uns natürlich auch auf größere Beträge]

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Mittwoch, 1. April 2026

Chrisammesse der Diözese Potosí

Ein spiritueller Höhepunkt in dünner Luft
Die Chrisammesse ist der Moment, in dem das heilige Öl (Chrisam) geweiht wird, das das ganze Jahr über für Taufen, Firmungen und Priesterweihen verwendet wird. In Potosí, auf über 4.000 Metern Höhe, bekommt der Begriff „dem Himmel ein Stück näher“ eine ganz physische Bedeutung. 

Ein spiritueller Höhepunkt in dünner Luft Die Chrisammesse ist der Moment, in dem das heilige Öl (Chrisam) geweiht wird, das das ganze Jahr über für Taufen, Firmungen und Priesterweihen verwendet wird. In Potosí, auf über 4.000 Metern Höhe, bekommt der Begriff „dem Himmel ein Stück näher“ eine ganz physische Bedeutung.

Die Kathedrale von Potosí: Ein Meisterwerk des spanischen Barocks, das den feierlichen Rahmen bildet.
 
Die Gemeinschaft: Priester aus den entlegensten Bergdörfern kommen zusammen, was die logistische Herausforderung und die tiefe Verbundenheit der Diözese zeigt.

Kulturelle Vielfalt: Die Mischung aus indigenen Traditionen und katholischer Liturgie macht die Feierlichkeiten in Bolivien so lebendig und farbenfroh.

Die Kathedrale von Potosí: Ein Meisterwerk des spanischen Barocks, das den feierlichen Rahmen bildet.   Die Gemeinschaft: Priester aus den entlegensten Bergdörfern kommen zusammen, was die logistische Herausforderung und die tiefe Verbundenheit der Diözese zeigt. Kulturelle Vielfalt: Die Mischung aus indigenen Traditionen und katholischer Liturgie macht die Feierlichkeiten in Bolivien so lebendig und farbenfroh.

Warum Bilderstrecken so wertvoll sind
Gerade für Menschen, die nicht selbst in die rauen, aber wunderschönen Berge Boliviens reisen können, bieten solche Einblicke auf Facebook und Co. eine wichtige Brücke:

Warum Bilderstrecken so wertvoll sind Gerade für Menschen, die nicht selbst in die rauen, aber wunderschönen Berge Boliviens reisen können, bieten solche Einblicke auf Facebook und Co. eine wichtige Brücke:

Authentizität: Man spürt die Kälte der Bergluft und die Wärme der Kerzen.
Teilhabe: Die „digitale Wallfahrt“ ermöglicht es Gläubigen weltweit, die Erneuerung der Priesterversprechen mitzuerleben.

Authentizität: Man spürt die Kälte der Bergluft und die Wärme der Kerzen. Teilhabe: Die „digitale Wallfahrt“ ermöglicht es Gläubigen weltweit, die Erneuerung der Priesterversprechen mitzuerleben.

Dokumentation: Es zeigt das lebendige Kirchenleben abseits der großen Metropolen.

Dokumentation: Es zeigt das lebendige Kirchenleben abseits der großen Metropolen.

Hinweis: Wer die Bilder sucht, sollte auf den offiziellen Kanälen der Diócesis de Potosí vorbeischauen. Die Aufnahmen fangen oft eine ganz besondere Demut und Kraft ein, die typisch für die Menschen in den bolivianischen Anden ist.

Hinweis: Wer die Bilder sucht, sollte auf den offiziellen Kanälen der Diócesis de Potosí vorbeischauen. Die Aufnahmen fangen oft eine ganz besondere Demut und Kraft ein, die typisch für die Menschen in den bolivianischen Anden ist.

Es ist faszinierend, wie die Technik uns heute erlaubt, fast „persönlich“ in den Bergen Boliviens unterwegs zu sein, während man selbst vielleicht ganz woanders sitzt. Haben Sie ein bestimmtes Bild oder einen Moment aus der Messe, der Sie besonders berührt hat?

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Dienstag, 31. März 2026

Zwischen Himmel und Silber

Die Chrisammesse in Potosí
Heute führt mich mein Weg an einen Ort, an dem Glaube und Geschichte auf über 4.000 Metern Höhe aufeinandertreffen: Ich werde die Chrisammesse in der Kathedrale von Potosí miterleben.

Die Chrisammesse in Potosí Heute führt mich mein Weg an einen Ort, an dem Glaube und Geschichte auf über 4.000 Metern Höhe aufeinandertreffen: Ich werde die Chrisammesse in der Kathedrale von Potosí miterleben.

Wer Potosí kennt, weiß: Die Luft hier oben ist dünn, die Geschichte schwer vom Silberabbau gezeichnet und der Glaube der Menschen so fest wie der Fels des Cerro Rico. Inmitten dieser Kulisse findet ein Gottesdienst statt, der wie kaum ein anderer die Einheit und Erneuerung der Kirche symbolisiert.

Wer Potosí kennt, weiß: Die Luft hier oben ist dünn, die Geschichte schwer vom Silberabbau gezeichnet und der Glaube der Menschen so fest wie der Fels des Cerro Rico. Inmitten dieser Kulisse findet ein Gottesdienst statt, der wie kaum ein anderer die Einheit und Erneuerung der Kirche symbolisiert.

Was ist die Chrisammesse?
​Die Missa chrismatis ist ein besonderes Highlight der Karwoche. In dieser Messe weiht der Bischof die heiligen Öle, die das ganze Jahr über für die Sakramente verwendet werden:
​Chrisam: Für Taufen, Firmungen und Priesterweihen.
​Krankenöl: Zur Stärkung der Schwachen.
​Katechumenenöl: Für jene, die sich auf die Taufe vorbereiten.

Es ist ein Moment der Sinnlichkeit – wenn der Duft des Balsams durch das weite Kirchenschiff zieht, mischt er sich mit der kühlen, klaren Andenluft.

Priesterweihe und gelebte Einheit
​Ein besonders bewegender Moment ist die Erneuerung der Weiheversprechen. Alle Priester der Diözese versammeln sich um ihren Bischof. In einer Region wie Potosí, wo viele Geistliche in abgelegenen Minensiedlungen oder einsamen Bergdörfern arbeiten, ist dieser Tag ein wichtiges Signal: Niemand steht allein.

Logistik im Hochland
​Dass die Messe hier oft schon vor dem Gründonnerstag gefeiert wird, hat ganz pragmatische Gründe. Die Wege in den bolivianischen Anden sind weit und beschwerlich. Die Priester müssen die frisch geweihten Öle rechtzeitig in ihre fernen Pfarreien bringen, damit sie dort pünktlich zum Beginn der Osterfeierlichkeiten eintreffen.

Mein Tipp für Mitreisende: Wer die Messe in der Basílica Catedral de Nuestra Señora de la Paz besucht, sollte sich warm anziehen. Die neoklassizistischen Mauern speichern die Kälte der Nacht, und in der dünnen Luft braucht selbst das einfache Singen der Choräle eine Extraportion Atem.

Ich freue mich auf dieses Erlebnis – ein Moment der Stille und des Gebets in einer der geschichtsträchtigsten Städte Südamerikas.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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