Einblicke in unsere letzten Touren und den Blick nach vorn
Morgen steht ein besonderer Tag bevor: Unser letzter Besuch in Huayllajara markiert das Ende der intensiven Touren, die uns durch die beeindruckenden Höhen der Berge während der Advents- und Weihnachtszeit geführt haben. Diese Wochen waren von besonderen Begegnungen, viel Arbeit und immer wieder neuen Herausforderungen geprägt. Der Abschied fällt uns nicht leicht, denn jeder Besuch bedeutet für viele Menschen in den abgelegenen Regionen Unterstützung, Begegnung und ein wenig Hoffnung in einer oft harten Umgebung.
Mit dem Abschluss dieser Phase rücken nun andere Aufgaben in den Vordergrund. Unser Pfarrtoyo, der uns treu über holprige Straßen, durch Wind und Wetter getragen hat, benötigt dringend Wartung und Fürsorge. Ohne ein zuverlässiges Fahrzeug wären viele unserer Wege und Hilfsleistungen schlicht unmöglich. Die Instandhaltung ist daher nicht nur ein technischer, sondern auch ein existenzieller Schritt für unsere weitere Arbeit.
Doch unser Alltag bleibt von Unsicherheiten geprägt. Die Welt, in der wir tätig sind, kennt viele Einschränkungen. Besonders die politischen Unruhen und Straßenblockaden in Bolivien, die hier fast schon zum Alltag gehören, machen das Reisen immer wieder zu einem Risiko. Es braucht Kreativität, Geduld und manchmal auch einfach Glück, um trotz dieser Hindernisse Pläne umzusetzen und ans Ziel zu kommen.
Momentan hoffen wir, am 12. Januar nach Sucre aufbrechen zu können, um unseren Jeep in die Werkstatt zu bringen. Diese Fahrt wird jedoch nur möglich sein, wenn die Straßen frei befahrbar und keine Blockaden angekündigt sind. Jede Reise in dieser Region bleibt ein kleines Abenteuer, dessen Ausgang oft ungewiss ist. Umso wichtiger ist es, flexibel und gelassen zu bleiben, und sich gegenseitig Mut zuzusprechen.
Kaum ist die Wartung geschafft, wartet schon die nächste Herausforderung: Die Bestellung von Schulmaterial für das neue Halbjahr in La Paz. Auch diese Aufgabe ist mit viel Organisation verbunden und spielt eine zentrale Rolle, damit Kinder und Jugendliche mit dem Nötigsten ausgestattet ins neue Schuljahr starten können. Bildung ist ein Schlüssel zur Zukunft – und jedes Heft, jeder Stift zählt.
All diese Aufgaben erfüllen wir nicht allein. Wir sind dankbar für jede Form der Unterstützung, sei es durch ein Gebet, eine Spende oder einfach einen guten Wunsch. Jeder Zuspruch, jedes Zeichen der Verbundenheit gibt uns neue Kraft und Motivation, die Herausforderungen der kommenden Wochen zu meistern. Es sind diese Gesten, die uns zeigen, dass wir getragen werden – und dass wir gemeinsam mehr erreichen können.
Sie können für ein Gelingen beten, uns mit einer Spende unterstützen oder einfach ein gutes Gelingen wünschen. Jede Unterstützung ist wertvoll und bringt Hoffnung in eine Welt, die oft voller Unsicherheiten ist. Ich freue mich über alles und danke von Herzen für Ihr Mitwirken und Ihre Anteilnahme.
Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens















































