Dienstag, 9. September 2025

Hochfest Mariä Geburt

Heute, am Hochfest Mariä Geburt, durften wir in unserer Pfarrgemeinde ein besonderes Geschenk feiern: Mehrere Kinder wurden durch das Sakrament der Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen.

Heute, am Hochfest Mariä Geburt, durften wir in unserer Pfarrgemeinde ein besonderes Geschenk feiern: Mehrere Kinder wurden durch das Sakrament der Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen.

Heute, am Hochfest Mariä Geburt, durften wir in unserer Pfarrgemeinde ein besonderes Geschenk feiern: Mehrere Kinder wurden durch das Sakrament der Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen.  

Mariä Geburt wird jedes Jahr am 8. September in der römisch-katholischen Kirche, den orthodoxen Kirchen und der anglikanischen Kirche gefeiert. Dieses Fest erinnert uns an die Geburt Marias, der Mutter Jesu Christi – ein Tag, der Hoffnung, Gnade und den Beginn der Heilsgeschichte symbolisiert.  

Möge Maria, unsere himmlische Mutter, alle Neugetauften und ihre Familien auf ihrem Lebensweg begleiten und beschützen.  

✍️ Padre Hernán Tarqui – im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Montag, 8. September 2025

Taufe und Gesundheitsmesse in Macha

Taufe und Gesundheitsmesse in Macha

Taufe und Gesundheitsmesse in Macha

Ein Tag für Körper und Seele.Verbundenheit und Hoffnung in den bolivianischen Bergen

Ein Fest der Gemeinschaft: Macha als Ort der Begegnung
Im Herzen der bolivianischen Anden liegt das Dorf Macha, ein Ort, dessen Name für Ruhe, Tradition und Gemeinschaftsgeist steht. Am vergangenen Wochenende wurde Macha zum Schauplatz eines besonderen Ereignisses: Die Dorfkirche und der zentrale Platz wandelten sich zu einem Zentrum der Spiritualität und des Wohlbefindens. Unter dem Motto „Ganzheitlich leben – mit Gott und Gesundheit“ kamen Menschen aus nah und fern zusammen, um zwei prägende Momente zu erleben – eine feierliche Taufe und eine engagierte Gesundheitsmesse.

Die Taufe: Ein neues Leben im Glauben, St. Pedro Kirche als Zentrum der Hoffnung
Schon am frühen Morgen versammelten sich Familien, Freunde und die Dorfgemeinschaft in der historischen St. Pedro Kirche. Das Gotteshaus war erfüllt von festlicher Stimmung: Weiße Lilien schmückten den Altar, Kerzen tauchten den Raum in sanftes Licht, und ein leises Murmeln lag in der Luft.

Der Weg zur christlichen Gemeinschaft
Der Tag begann mit der Aufnahme von drei Kindern in die christliche Gemeinschaft – ein symbolisches Ereignis, das weit mehr war als nur ein Ritual. Unter der Leitung von Pfarrer Hernán Tarqui, einem Menschen, der sein Leben den Ärmsten der Region widmet, wurde die Zeremonie zu einem Ausdruck tiefer Spiritualität. Mit berührenden Worten sprach er über die Taufe als Zeichen für Hoffnung, Neuanfang und das Versprechen, ein Leben in Liebe und Fürsorge zu führen.

Das Taufversprechen und das Vaterunser
Ein Höhepunkt der Feier war der Moment, als die Eltern in feierlicher Runde ihre Taufversprechen ablegten. Mit ehrlichen Worten bekundeten sie, ihre Kinder in einem Geist der Liebe und Fürsorge zu begleiten und ihnen Werte wie Mitgefühl und Gemeinschaft zu vermitteln. Die Gemeinde erhob sich und sprach gemeinsam das Vaterunser – ein einfaches, aber starkes Symbol für Zusammenhalt und Glauben, das die Grenzen von Alter, Herkunft und Status überwand.

Musik und Freude
Nach der Zeremonie erfüllten Musik und Gesang die Kirche. Traditionelle bolivianische Melodien, gespielt von lokalen Musiker*innen, unterstrichen die Feststimmung. Kinder spielten vor dem Altar, und der Duft von frisch gebackenen Empanadas mischte sich mit dem Flieder der Lilien – eine Szenerie, die Erinnerungen schuf.

Die Gesundheitsmesse: Für das Wohl des Körpers, Gesundheit als gemeinsames Anliegen
Nach der Taufe verwandelte sich der Dorfplatz in eine bunte Gesundheitsmesse. Hier standen Information, Prävention und Fürsorge im Mittelpunkt. Lokale Ärzt*innen, Gesundheitsberater*innen und Freiwillige boten an ihren Ständen kostenlose Beratungen an: Von Blutdruckmessungen über Ernährungsberatung bis zu Workshops zu Hygiene und Krankheitsprävention.

Aktionen für alle Altersgruppen
Die Gesundheitsmesse richtete sich an Menschen jeden Alters. Für die Kinder gab es eine spielerische Ecke mit Bewegungsspielen und ersten Übungen zur Zahnpflege. Erwachsene konnten sich über gesunde Kochmethoden informieren und an Yoga- oder Achtsamkeitsübungen teilnehmen. Besonders gefragt war der Stand für traditionelle Medizin: Hier gab es Kräuter, Tees und Tinkturen aus den Bergen, deren Wirkung schon seit Jahrhunderten geschätzt wird.

Vorträge und Workshops
Mehrere Kurzvorträge und Diskussionsrunden wurden angeboten. Themen wie „Ganzheitliche Gesundheit – Was bedeutet das?“ oder „Die Verbindung zwischen Glauben und Wohlbefinden“ stießen auf großes Interesse. Die Teilnehmenden tauschten Erfahrungen aus und fanden neue Impulse für ein gesünderes Leben.

Die Rolle der Freiwilligen
Die Messe wäre ohne die Unterstützung der zahlreichen Freiwilligen nicht möglich gewesen. Mitglieder der Pfarrgemeinde, Jugendliche aus Macha und Helfer*innen aus benachbarten Dörfern sorgten für einen reibungslosen Ablauf und kümmerten sich um die Besucher*innen. Sie verteilten Infomaterial, halfen bei der Organisation der Workshops und sorgten dafür, dass sich alle willkommen fühlten.

Der Tag als Brücke zwischen Körper und Seele
Was diesen Tag so besonders machte, war die Verbindung von Spiritualität und Gesundheit. Die Taufe erinnerte daran, wie wichtig es ist, einander in Liebe und Fürsorge zu begleiten – Werte, die in der Gesundheitsmesse praktisch gelebt wurden. Die Gemeinschaft von Macha zeigte, dass Fürsorge nicht bei spiritueller Unterstützung endet, sondern sich auch im körperlichen Wohlbefinden manifestiert.

Berührende Begegnungen
Viele Besucher*innen berichteten von bewegenden Momenten: Das Gespräch mit Pfarrer Hernán über Hoffnung in schwierigen Zeiten, das Lachen der Kinder auf dem Platz, die neuen Freundschaften, die beim gemeinsamen Workshop entstanden.

Macha als Vorbild
Mit diesem Tag setzte das Dorf ein Zeichen: Hoffnung ist mehr als ein Wort – sie zeigt sich in Taten, in Zusammenhalt und in der Bereitschaft, für andere da zu sein. Die Veranstaltung zeigte, wie stark eine Gemeinschaft sein kann, wenn sie sich um das Wohl ihrer Mitglieder kümmert – geistlich wie körperlich, jung wie alt.

Padre Hernán Tarqui: Ein Leben in den Dienst der Gemeinschaft, Engagement in den Bergen Boliviens
Pfarrer Hernán Tarqui ist eine herausragende Persönlichkeit und weit über die Grenzen Machas hinaus bekannt. Sein Engagement gilt besonders den Ärmsten und Schwächsten in den abgelegenen Bergdörfern Boliviens. Mit Empathie und Tatkraft organisiert er Projekte zur medizinischen Grundversorgung, bildet Freiwillige aus und setzt sich für Bildung und soziale Gerechtigkeit ein.

Vision und Inspiration
Seine Arbeit inspiriert viele Menschen, sich ebenfalls für das Wohl ihrer Gemeinschaft einzusetzen. Die Taufe und die Gesundheitsmesse in Macha sind nur ein Beispiel für die ganzheitliche Vision, die Padre Hernán vermittelt: Glaube, Gesundheit und Zusammenhalt, als Schlüssel für ein erfülltes Leben.

Ausklang und Hoffnung
Am Abend kehrte Ruhe in das Dorf zurück. Die letzten Besucher*innen verabschiedeten sich, Kerzen flackerten in der Kirche, und über den Bergen lag ein Gefühl von Frieden. Die Erinnerungen an diesen Tag werden die Menschen von Macha noch lange begleiten – als Ermutigung, weiterhin gemeinsam für Körper und Seele einzustehen.

Ein Tag für Körper und Seele – und ein Anfang für noch viele weitere
In Macha wurde sichtbar, wie eng Glaube und Gesundheit miteinander verbunden sind. Die Taufe schenkte Hoffnung und neue Gemeinschaft, die Gesundheitsmesse zeigte praktische Wege zu mehr Wohlbefinden. Gemeinsam legen die Menschen von Macha die Grundlage für eine Zukunft, in der Spiritualität und Gesundheit Hand in Hand gehen – für jede und jeden, in jedem Moment des Lebens.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Donnerstag, 21. August 2025

Ein Rückblick auf das Jahr 2021

Ein Rückblick auf das Jahr 2021 in Bolivien. Zwischen Abschied, Verantwortung und neuen Wegen

Ein Rückblick auf das Jahr 2021 in Bolivien. Zwischen Abschied, Verantwortung und neuen Wegen

Das Jahr 2021 war für mich und viele Missionsfreund*innen sowie Bolivien-Fans ein Jahr voller unerwarteter Wendungen und prägender Erlebnisse. Nach einer Zeit voller Vorschauen und Vorfreude auf neue Projekte möchte ich heute einen Moment innehalten und gemeinsam mit Ihnen zurückblicken.

Ein Abschied, der alles veränderte Mit großer Bestürzung und Trauer musste ich den plötzlichen Tod meines Freundes und Kollegen Padre Dietmar Krämer erleben. Dietmar war nicht nur ein verlässlicher Weggefährte, sondern auch eine prägende Gestalt für die Menschen in seiner Pfarrei. Seinen Spuren zu folgen, bedeutet, Verantwortung und Herzblut weiterzutragen.

Ein Abschied, der alles veränderte
Mit großer Bestürzung und Trauer musste ich den plötzlichen Tod meines Freundes und Kollegen Padre Dietmar Krämer erleben. Dietmar war nicht nur ein verlässlicher Weggefährte, sondern auch eine prägende Gestalt für die Menschen in seiner Pfarrei. Seinen Spuren zu folgen, bedeutet, Verantwortung und Herzblut weiterzutragen.

Ein Abschied, der alles veränderte Mit großer Bestürzung und Trauer musste ich den plötzlichen Tod meines Freundes und Kollegen Padre Dietmar Krämer erleben. Dietmar war nicht nur ein verlässlicher Weggefährte, sondern auch eine prägende Gestalt für die Menschen in seiner Pfarrei. Seinen Spuren zu folgen, bedeutet, Verantwortung und Herzblut weiterzutragen.

Eine neue, riesige Aufgabe
Da ich Dietmars Pfarrei bereits gut kannte, wurde mir die Ehre und das Vertrauen zuteil, zusätzlich zu meiner bisherigen Gemeinde in Villazón auch seine Pfarrei zu übernehmen. Damit wuchs mein Aufgabenfeld sprunghaft – eine flächenmäßig nun riesige Pfarrei, deren Ausmaß kaum vorstellbar ist. Es ist eine Herausforderung, die Demut, Mut und Einsatz abverlangt und dennoch von Hoffnung und Gemeinschaft getragen wird.

Unterwegs auf endlosen Schotterpisten Wer Bolivien kennt, weiss um das Abenteuer, das in seinen Landschaften und Wegen liegt. Tag für Tag, Woche für Woche führen mich die Wege über unzählige Schotterpisten – kilometerlange, holprige Strecken, die in die Berge, zu kleinen Gemeinden und zu den Menschen führen, die mir ans Herz gewachsen sind. Diese Straßen erzählen von Aufbruch und Ankunft, von Geduld und Entschlossenheit.

Unterwegs auf endlosen Schotterpisten
Wer Bolivien kennt, weiss um das Abenteuer, das in seinen Landschaften und Wegen liegt. Tag für Tag, Woche für Woche führen mich die Wege über unzählige Schotterpisten – kilometerlange, holprige Strecken, die in die Berge, zu kleinen Gemeinden und zu den Menschen führen, die mir ans Herz gewachsen sind. Diese Straßen erzählen von Aufbruch und Ankunft, von Geduld und Entschlossenheit.

Einladung zum Entdecken Für alle, die Bolivien lieben oder kennenlernen möchten, lade ich ein, sich selbst ein Bild zu machen: Von der Weite der Landschaft, der Vielfalt der Kulturen, den Herausforderungen und der Herzlichkeit, die hier überall spürbar ist. Jede Reise, jedes Gespräch, jeder neue Tag bringt Erfahrungen, die bleiben.

Einladung zum Entdecken
Für alle, die Bolivien lieben oder kennenlernen möchten, lade ich ein, sich selbst ein Bild zu machen: Von der Weite der Landschaft, der Vielfalt der Kulturen, den Herausforderungen und der Herzlichkeit, die hier überall spürbar ist. Jede Reise, jedes Gespräch, jeder neue Tag bringt Erfahrungen, die bleiben.

Auch im Rückblick bleibt diese Zeit für mich ein Geschenk – trotz Abschieden und Verlust. Sie zeigt, wie eng Hoffnung und Aufgabe verwoben sind und wie viel Kraft aus Gemeinschaft und Glauben erwächst. Wer Bolivien einmal erlebt hat, wird diese Eindrücke nie vergessen.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Missionsspenden zugunsten einer vielseitigen und lebendigen Pfarrarbeit

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