Warum der Bischof keine Farbe im Wein mag und ein junger Ort endlich seine Seele bekommt. Autor: Padre Hernán Tarqui
Wenn ich hier auf der Baustelle stehe, umgeben von Staub, dem Geruch von frischem Putz und dem geschäftigen Lärm der letzten Arbeiten, muss ich schmunzeln. In meinem Büro, am Computer, erledigt meine KI Aufgaben in Sekundenbruchteilen. Ein Klick, und ein Text ist geschrieben oder eine Datenanalyse erstellt.
Meine Arbeiter hier draußen? Nun, sie sind nicht so schnell wie meine AI. Aber wissen Sie was? Das ist auch absolut nicht notwendig. Denn das hier ist die Realität. Hier wird Stein auf Stein gesetzt, hier fließt Schweiß, und hier entsteht etwas Bleibendes, das man anfassen kann.
Und genau deshalb kommt jetzt, wo wir auf die Zielgerade einbiegen, langsam aber sicher eine tiefe Freude bei mir auf über den Baufortschritt der Kirche in Pampa Colorada.
Der Februar-Blues und der Wettlauf gegen die Zeit
Ich werde nicht lügen: Der letzte Monat war hart. Der Februar ist ohnehin schon kurz, aber für die umfangreichen Arbeiten, die noch auf unserer Liste standen, fühlte er sich dieses Jahr geradezu winzig an. Wir hatten das Gefühl, die Tage rinnen uns wie Sand durch die Finger.
Es waren die vielen "Kleinigkeiten", die Zeit fraßen. Hier musste noch eine Leitung verlegt werden, dort trocknete der Estrich nicht schnell genug, und die Malerarbeiten zogen sich in die Länge. Es gab Momente, da zweifelte ich daran, ob wir den ursprünglichen Zeitplan halten können, ohne dass die Qualität leidet.
Ein weiser Bischof und die Sache mit dem Rotwein
Doch manchmal braucht man einfach ein wenig göttliche Fügung – oder zumindest einen sehr lebenserfahrenen Bischof. Er muss unsere Sorgen wohl vorausgeahnt haben, oder er kennt einfach die Realität von Kirchenbaustellen besser als wir.
Als wir den Termin für die feierliche Segnung besprachen, winkte er beim ursprünglichen Februar-Termin ab und legte ihn kurzerhand in den März. Seine Begründung war so pragmatisch wie humorvoll:
"Ich möchte bei der Messe keine frische Farbe in meinem Rotwein schmecken!"
Ein Satz, der uns allen ein erleichtertes Lachen entlockte. Dieser Aufschub ist ein Segen im wahrsten Sinne des Wortes. Er gibt uns die nötige Luft, um die letzten Details mit der Sorgfalt zu erledigen, die dieser Ort verdient, anstatt in Hektik zu verfallen.
Ein Herz für Pampa Colorada
Warum ist dieser Bau so wichtig? Man muss verstehen, was Pampa Colorada ist. Dieser Ort ist jung, er wurde erst in den 1970er Jahren aus dem Boden gestampft. In den letzten Jahrzehnten hat er sich rasant entwickelt und ist zu einem zentralen, geschäftigen Marktflecken für eine ganze Region geworden. Hier wird gehandelt, hier trifft man sich, hier pulsiert das wirtschaftliche Leben. Aber eine Stadt braucht mehr als nur einen Markt. Sie braucht einen Ort der Ruhe, der Besinnung, ein spirituelles Zentrum.
Ein Herz.
Mit der Fertigstellung dieser Kirche bekommt Pampa Colorada endlich dieses fehlende Puzzleteil. Es ist der Moment, in dem aus einer Ansammlung von Häusern und Geschäften eine echte Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Ankerpunkt wird.
Wir nutzen nun die verbleibenden Tage bis zum März, um alles perfekt zu machen. Wenn der Bischof dann kommt, wird der Wein garantiert nicht nach Farbe schmecken, sondern nach einem wohlverdienten Fest für die ganze Gemeinde. Ich kann es kaum erwarten.
Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens
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