Samstag, 21. März 2026

Dem Himmel näher

Seelsorge in den Hochlagen der Anden
Auf fast 4000 Metern wird jeder Schritt zur Entscheidung – und jedes Gespräch zur Essenz. Wer hier unterwegs ist, lässt vieles hinter sich: Lärm, Tempo, Rollen. Was bleibt, ist der Mensch vor Gott, in einer Landschaft, die größer ist als jede Antwort.

Seelsorge in den Hochlagen der Anden Auf fast 4000 Metern wird jeder Schritt zur Entscheidung – und jedes Gespräch zur Essenz. Wer hier unterwegs ist, lässt vieles hinter sich: Lärm, Tempo, Rollen. Was bleibt, ist der Mensch vor Gott, in einer Landschaft, die größer ist als jede Antwort.

Die spirituelle Dimension: „Dem Himmel näher“
In der christlichen Tradition – und ebenso in vielen anderen Religionen – ist der Berg seit jeher ein Ort der Gottesbegegnung. Nicht, weil man Gott geografisch „näher“ wäre, sondern weil die Höhe etwas mit uns macht: Sie reduziert. Sie legt frei. Sie nimmt uns die Selbstverständlichkeiten, an denen wir im Tal so gern festhalten. Auf dem Berg wird das Leben schlicht – und genau darin kann es transparent werden.

Stille und Reduktion: Auf 4000 Metern verstummt der Alltagslärm – nicht nur der akustische, sondern auch der innere. Das Telefonnetz wird löchrig, Termine verlieren ihre Macht, und selbst die eigenen Gedanken werden langsamer. Die physische Anstrengung zwingt zur Konzentration auf das Wesentliche: den Atem, den nächsten Schritt, das gegenwärtige Sein. Vieles, was im Alltag kompliziert erscheint, ordnet sich neu, wenn man spürt, wie kostbar und begrenzt die eigene Kraft ist. Diese Reduktion kann unbequem sein – aber sie ist auch eine Gnade, weil sie den Blick frei macht.

Die Schöpfung spüren: Die monumentale Kulisse der Hochanden (oder anderer Hochgebirge) rückt die menschliche Perspektive zurecht. Fels, Eis, Wind und Weite sprechen eine Sprache, die ohne Worte auskommt: Du bist nicht das Maß aller Dinge. Und zugleich – vielleicht gerade deshalb – kann sich ein unerwartetes Gefühl einstellen: Geborgenheit in einem größeren Ganzen. Wer dort oben steht, erlebt nicht selten beides zugleich: die eigene Kleinheit und eine tiefe Dankbarkeit, Teil dieser Schöpfung zu sein. Für viele beginnt hier ein stilles Gebet, manchmal ohne Formeln, eher wie ein Staunen.

Herausforderungen der Seelsorge am Berg
Eine „Expedition“ klingt nach Abenteuer – und ist es auch. Aber sie ist mehr als eine Route im Gelände: Sie ist ein Weg, der Verantwortung bündelt. Wenn ein Padre Menschen in die Höhe begleitet, führt er nicht nur geistlich, sondern zugleich ganz praktisch. Er muss Tempo, Pausen und Risiken mitdenken. Er trägt mit dafür Sorge, dass die Gruppe ankommt – körperlich und innerlich.

Körperliche Belastung: Viele der wichtigsten Dialoge entstehen nicht in einem geschützten Raum, sondern im Gehen. Wenn der Puls hoch ist und die Luft dünn wird, verändert sich die Art, wie Menschen sprechen. Man kann weniger „verkopft“ argumentieren, weniger ausweichen, weniger inszenieren. Fragen werden einfacher, direkter: Schaffe ich das? Warum bin ich hier? Was trägt mich, wenn mir die Kraft ausgeht? Seelsorge am Berg ist deshalb oft eine Seelsorge der Gegenwart: aufmerksam für das, was jetzt ist – Schmerz, Angst, Mut, Stille, Dankbarkeit.

Gerade weil der Körper so präsent ist, wird auch Glaube weniger Theorie. Es zählt nicht, ob jemand die richtigen Worte findet, sondern ob jemand bleibt, zuhört, mitgeht. Ein kurzer Blick kann mehr sagen als ein langer Rat. Ein geteiltes Stück Brot in der Pause kann mehr trösten als jede Erklärung. Und manchmal ist das größte Geschenk, gemeinsam schweigen zu dürfen, ohne dass es peinlich wird.

Padre Hernán Tarqui steht exemplarisch für diese besondere Form der Nähe: Nähe zu Menschen, die in abgelegenen Regionen leben – und Nähe zu Gott, die nicht aus Distanz entsteht, sondern aus gemeinsam getragenen Wegen. Sein Dienst gilt den Ärmsten in den Bergen Boliviens, dort, wo Infrastruktur oft brüchig ist und Hilfe nicht einfach „organisiert“ werden kann, sondern anwesend sein muss.

Begleitet mich in den Hochlagen der Anden – ohne Seil und Haken.

Vielleicht ist das die stärkste Botschaft des Berges: Dass wir nicht alles absichern können. Dass Vertrauen nicht erst beginnt, wenn alle Risiken verschwinden, sondern mitten im Unterwegssein. Wer sich auf diesen Weg einlässt, kann entdecken, wie wenig es manchmal braucht – und wie viel zugleich. Einen Atemzug. Einen Schritt. Eine Hand, die mitträgt. Und einen Himmel, der nicht nur über uns ist, sondern uns ruft.

Padre Hernán Tarqui – im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Helfen Sie mit, um unser Ziel zu verwirklichen. Über den folgenden Link können Sie ein Überweisungsformular vervollständigen und in Farbe ausdrucken oder den QR-Code scannen und mit ihrer Banking App direkt einen Betrag von 50 Euro spenden. Das macht für sie am wenigsten Arbeit LOL. [Da die Aufgaben enorm sind freuen wir uns natürlich auch auf größere Beträge]

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Freitag, 20. März 2026

Von den Gipfeln ins Klassenzimmer

Ein Morgen voller Taten
​Während die meisten noch tief schliefen, kündigte das Brummen eines Motors heute den Beginn eines ganz besonderen Arbeitstages an. Die Lieferung aus La Paz war da – über die Serpentinen und durch das Altiplano direkt zu uns.

Während die meisten noch tief schliefen, kündigte das Brummen eines Motors heute den Beginn eines ganz besonderen Arbeitstages an. Die Lieferung aus La Paz war da – über die Serpentinen und durch das Altiplano direkt zu uns.

Der frühe Vogel fängt... die Schulbücher?
​Es war noch stockfinster und die Luft empfindlich kühl, als wir die ersten Ladeklappen öffneten. Aber wisst ihr was? Es hatte etwas fast Meditatives. Wenn man die Zeit hat, die Dinge richtig anzupacken, wird aus simplem "Abladen" ein echtes Erfolgserlebnis.

Der frühe Vogel fängt... die Schulbücher? ​Es war noch stockfinster und die Luft empfindlich kühl, als wir die ersten Ladeklappen öffneten. Aber wisst ihr was? Es hatte etwas fast Meditatives. Wenn man die Zeit hat, die Dinge richtig anzupacken, wird aus simplem "Abladen" ein echtes Erfolgserlebnis.

Was heute alles bewegt wurde:
​Kistenweise Wissen: Neue Schulbücher und Hefte, die nur darauf warten, aufgeschlagen zu werden.
​Kreativ-Nachschub: Farben, Stifte und Bastelmaterial für die nächsten Projekte.
​Ein Stück Zukunft: Denn hinter jedem Paket steckt die Chance für ein Kind, etwas Neues zu lernen.

Was heute alles bewegt wurde: ​Kistenweise Wissen: Neue Schulbücher und Hefte, die nur darauf warten, aufgeschlagen zu werden. ​Kreativ-Nachschub: Farben, Stifte und Bastelmaterial für die nächsten Projekte. ​Ein Stück Zukunft: Denn hinter jedem Paket steckt die Chance für ein Kind, etwas Neues zu lernen.

Mehr als nur Logistik
​Man vergisst oft, welche Wege Material in Regionen wie unserer zurücklegen muss. Ein LKW aus La Paz ist nicht einfach nur ein Transportmittel; er ist eine Brücke zwischen der Großstadt und unserem Alltag hier.

Jede Kiste, die wir heute gestapelt haben, fühlte sich am Ende ein bisschen leichter an, weil wir wussten, wofür sie bestimmt ist. Der Rücken mag vielleicht ein wenig ziehen, aber das Gefühl, wenn die Lagerräume voll und die Vorbereitungen für das Schuljahr getroffen sind, ist unbezahlbar.

​"Bildung ist die mächtigste Waffe, die man verwenden kann, um die Welt zu verändern." – Und heute haben wir die Munition dafür abgeladen.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Helfen Sie mit, um unser Ziel zu verwirklichen. Über den folgenden Link können Sie ein Überweisungsformular vervollständigen und in Farbe ausdrucken oder den QR-Code scannen und mit ihrer Banking App direkt einen Betrag von 50 Euro spenden. Das macht für sie am wenigsten Arbeit LOL. [Da die Aufgaben enorm sind freuen wir uns natürlich auch auf größere Beträge]

Helfen Sie mit, um unser Ziel zu verwirklichen. Über den folgenden Link können Sie ein Überweisungsformular vervollständigen und in Farbe ausdrucken oder den QR-Code scannen und mit ihrer Banking App direkt einen Betrag von 50 Euro spenden. Das macht für sie am wenigsten Arbeit LOL. [Da die Aufgaben enorm sind freuen wir uns natürlich auch auf größere Beträge]

Wenn der „Toyo“ Pause macht

Wenn der „Toyo“ Pause macht: Zwischen Pferdestärken und Inka-Pfaden 🚗💨⛰️

Hola ihr Lieben! Während ihr euch wahrscheinlich schon geistig (und physisch) in den Feierabendmodus schaltet und das Kaltgetränk für das Wochenende bereitstellt, bastle ich hier in Lateinamerika noch an der Logistik. Mein treuer Weggefährte – der „Toyo“ – gönnt sich zu Ostern eine kleine Auszeit.

Hola ihr Lieben!
Während ihr euch wahrscheinlich schon geistig (und physisch) in den Feierabendmodus schaltet und das Kaltgetränk für das Wochenende bereitstellt, bastle ich hier in Lateinamerika noch an der Logistik. Mein treuer Weggefährte – der „Toyo“ – gönnt sich zu Ostern eine kleine Auszeit.

Aber hey, wir sind hier in Lateinamerika! Wer braucht schon lückenlose Servicehefte und deutsche Pünktlichkeit, wenn man Improvisationstalent im Blut hat? Wir haben das im Griff. Punkt.

Aber hey, wir sind hier in Lateinamerika! Wer braucht schon lückenlose Servicehefte und deutsche Pünktlichkeit, wenn man Improvisationstalent im Blut hat? Wir haben das im Griff. Punkt.

Vom Gaspedal auf die Inka-Trails Dass der Toyo mal streikt, ist eigentlich gar nicht das Problem. Ich verrate euch ein Geheimnis: Meine Wanderschuhe sehen öfter Tageslicht als die Unterseite einer Hebebühne. Selbst wenn der Wagen schnurrt wie ein Kätzchen, stößt moderne Technik hier schnell an ihre Grenzen.

Vom Gaspedal auf die Inka-Trails
Dass der Toyo mal streikt, ist eigentlich gar nicht das Problem. Ich verrate euch ein Geheimnis: Meine Wanderschuhe sehen öfter Tageslicht als die Unterseite einer Hebebühne. Selbst wenn der Wagen schnurrt wie ein Kätzchen, stößt moderne Technik hier schnell an ihre Grenzen.

Ich habe Gemeinden in meinem Bereich, da würde selbst das beste Navi einfach nur verzweifelt „Bitte wenden“ schreien (oder leise weinen). Wenn die Straße aufhört, fängt die Geschichte an:

Ich habe Gemeinden in meinem Bereich, da würde selbst das beste Navi einfach nur verzweifelt „Bitte wenden“ schreien (oder leise weinen). Wenn die Straße aufhört, fängt die Geschichte an:

Der Toyo bleibt stehen: Irgendwo am Wegrand, wo er auf mich wartet.

Der Padre wird zum Wanderer: Die letzten Kilometer geht es über uralte Inkatrails.  Back to the Roots: Da marschiere ich dann auf den Pfaden der Vorfahren zu meinen Schäfchen. Es hat schon etwas sehr Erdendes, wenn man den Segen nicht aus dem Autofenster gibt, sondern sich jeden Höhenmeter ehrlich erarbeitet.

Der Padre wird zum Wanderer: Die letzten Kilometer geht es über uralte Inkatrails
Back to the Roots: Da marschiere ich dann auf den Pfaden der Vorfahren zu meinen Schäfchen. Es hat schon etwas sehr Erdendes, wenn man den Segen nicht aus dem Autofenster gibt, sondern sich jeden Höhenmeter ehrlich erarbeitet.

Fit für das Wochenende? Ich bin also bestens gerüstet – ob mit vier Rädern oder zwei Beinen. Die Planung für die Osterzeit steht, die Wanderschuhe sind geschnürt und der Humor ist (wie immer) im Handgepäck.

Fit für das Wochenende?
Ich bin also bestens gerüstet – ob mit vier Rädern oder zwei Beinen. Die Planung für die Osterzeit steht, die Wanderschuhe sind geschnürt und der Humor ist (wie immer) im Handgepäck.

Ich wünsche euch einen fantastischen Start ins Wochenende! Genießt die Zeit, lasst die Autos mal stehen (vielleicht freiwillig?) und passt auf euch auf. Ich werde hier das Gleiche tun – zwischen Gebet, Gringo-Logistik und Inka-Stufen.

¡Saludos und bis bald!
Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Helfen Sie mit, um unser Ziel zu verwirklichen. Über den folgenden Link können Sie ein Überweisungsformular vervollständigen und in Farbe ausdrucken oder den QR-Code scannen und mit ihrer Banking App direkt einen Betrag von 50 Euro spenden. Das macht für sie am wenigsten Arbeit LOL. [Da die Aufgaben enorm sind freuen wir uns natürlich auch auf größere Beträge]