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Samstag, 19. September 2026

Das Gleichnis vom Sämann


Aus dem Evangelium nach Lukas Lk 8, 4–15

Was sagt uns das heutige Evangelium

Das Gleichnis vom Sämann spricht mit seiner klaren Sprache der Natur direkt in den Alltag der bolivianischen Anden (des Altiplano und der Täler). Wer auf kargen Böden, an steilen Hängen oder unter extremen Wetterbedingungen Landwirtschaft betreibt, versteht die Botschaft Jesu ohne lange Erklärungen.

Kartoffelfelder in den Bergen Boliviens. Hier ist die Heimat der Kartoffel.

Kartoffelfelder in den Bergen Boliviens. Hier ist die Heimat der Kartoffel. 

Die Realität des Bodens und die Geduld des Lebens

In den Bergen Boliviens ist fruchtbarer Boden keine Selbstverständlichkeit. Oft prägen felsige Untergründe, Trockenheit, Frost oder dichtes Gestrüpp das Land. Das Evangelium erinnert daran, dass auch der Glaube und die Gemeinschaft Pflege brauchen. Der gute Boden entsteht nicht von selbst; er erfordert Mühe, das Entfernen von Steinen und das Schützen der jungen Saat. Die Ernte fordert – genau wie die Arbeit auf dem Feld – Ausdauer und Geduld ("Frucht bringen in Geduld").

Ein typischer Weiler in den fruchtbaren Teilen des Altiplanos

Ein typischer Weiler in den fruchtbaren Teilen des Altiplanos

Schutz vor den „Dornen“ der modernen Welt

Die Dornen, die das Wort ersticken, stehen für die Sorgen des Alltags, aber auch für das Streben nach rein materiellem Wohlstand und oberflächlichen Versprechungen. In den Bergregionen Boliviens, wo viele Menschen zwischen traditioneller Lebensweise (wie dem Prinzip des Buen Vivir / Suma Qamaña) und dem Druck der modernen Konsumwelt oder der Arbeitsmigration stehen, warnen diese Worte vor dem Verlust der eigenen Wurzeln.

Zusammenhalt und Ayni (Gegenseitigkeit)

Der Same ist reichlich gesät und für alle da. Das Gleichnis lädt dazu ein, das eigene Herz für Werte wie Gemeinschaft, Ehrlichkeit und gelebte Solidarität offen zu halten. Ein „guter Boden“ ist in der Andenkultur selten eine Einzelperson allein, sondern die starke Dorfgemeinschaft (Comunidad), die einander trägt, den Glauben teilt und gemeinsam durch schwierige Zeiten geht.

Nach der Ernte eine zünftige Vesper würde man in Deutschland sagen

Nach der Ernte eine zünftige Vesper würde man in Deutschland sagen

Hoffnung trotz harter Bedingungen

Selbst wenn ein Teil der Saat auf Felsen fällt oder verloren geht, lässt sich der Sämann nicht entmutigen. Am Ende steht eine hundertfache Frucht. Das ist eine Zusage der Hoffnung für das oft harte Leben in den Bergen: Wenn der Glaube fest verwurzelt ist und im Herzen bewahrt wird, bringt er – trotz aller Widrigkeiten – Reichtum an Leben, Freude und Frieden für das ganze Dorf.

Man erntet wo man gesät hat

Man erntet wo man gesät hat

Padre Hernán Tarqui – im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Mit Ihrem Smartphone bequem spenden –   so einfach geht’s: Es ist bereits ein Betrag von 50 Euro vor eingestellt, den Sie direkt und unkompliziert mit Ihrer Banking-App auf dem Smartphone überweisen können. Damit möchte ich Ihnen einen neuen, besonders komfortablen Weg anbieten, eine Spende zu tätigen. Die Empfängerdaten sind identisch mit den Angaben, die Sie im oberen Bereich über dem QR-Code auf dem Bild finden. Möchten Sie einen anderen Betrag spenden, können Sie den Überweisungsträger über den untenstehenden Link individuell ausfüllen.

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Montag, 10. August 2026

Elemente der Einweihungszeremonie

Padre Hernán Tarqui bei der Einweihung der neuen Kirche in Pampa Colorada Bolivien
Padre Hernán Tarqui bei der Einweihung der neuen Kirche in Pampa Colorada Bolivien

Die Mixtura (Konfetti auf Kopf und Schultern):

Die weißen Konfetti-Spuren und Blüten auf dem Kopf des Priesters und auf dem Boden sind ein zentrales Element andiner Feste. Sie stehen für Segen, Freude, Wohlstand und den Wunsch nach einem guten Neubeginn.

Der Tonkrug (Vasija de barro):

Das Tragen des traditionellen Tongefäßes verbindet den kirchlichen Segen oft mit Elementen der Ch’alla – dem andinen Dankes- und Segnungsritus für die Erde (Pachamama) und das neue Bauwerk.

Blumengirlanden (Guirnaldas):

Die frischen Kränze um den Hals sind ein Zeichen des Respekts, der Ehre und der Dankbarkeit der Dorfgemeinschaft gegenüber den Amtsträgern und Würdenträgern.

Ehrenbogen aus Aguayos:

Die oben im Bild aufgespannten, bunt gewebten Aguayos bilden einen festlichen Baldachin bzw. Bogen, der den Eingangsbereich für den Festzug schmückt.

Banddurchschnitt (Corte de cinta):

Das weiße Band im Vordergrund markiert den offiziellen Moment der symbolischen Freigabe und Eröffnung.

Musikalische Begleitung:

Im Hintergrund ist die Blaskapelle zu erkennen, die solche feierlichen Anlässe im Hochland musikalisch begleitet.

Das Zusammenspiel aus regionalen Bräuchen wie Ch’alla und Mixtura mit der kirchlichen Weihe zeigt eindrucksvoll die gelebte Kultur und den Zusammenhalt der Gemeinschaft.
​Einweihung der Kirche in Pampa Colorada Bolivien.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens

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Donnerstag, 6. August 2026

Rückkehr zu Jesus

In seiner eindrücklichen Präsentation „Rückkehr zu Jesus“ (Volver a Jesús) richtet Msgr. Ricardo Centellas Guzmán, Erzbischof der Erzdiözese Chuquisaca (Sucre, Bolivien), einen klaren und mutigen Appell an die Gemeinschaft der Gläubigen.

Ein Weckruf für den Glauben und die Kirche

In seiner eindrücklichen Präsentation „Rückkehr zu Jesus“ (Volver a Jesús) richtet Msgr. Ricardo Centellas Guzmán, Erzbischof der Erzdiözese Chuquisaca (Sucre, Bolivien), einen klaren und mutigen Appell an die Gemeinschaft der Gläubigen.

In einer Zeit, in der Institutionen weltweit vor großen Herausforderungen stehen, stellt er die entscheidende Frage: Worauf kommt es im Wesentlichen an? Seine Antwort ist denkbar einfach und zugleich tiefgreifend: Die Kirche muss sich wieder konsequent an der Person und der Botschaft Jesu Christi ausrichten.

In einer Zeit, in der Institutionen weltweit vor großen Herausforderungen stehen, stellt er die entscheidende Frage: Worauf kommt es im Wesentlichen an? Seine Antwort ist denkbar einfach und zugleich tiefgreifend: Die Kirche muss sich wieder konsequent an der Person und der Botschaft Jesu Christi ausrichten.

Weg von der Bürokratie, hin zur lebendigen Begegnung

Msgr. Centellas warnt vor einer Gefahr, die vielen vertraut sein dürfte: Dass kirchliche Strukturen zu reiner Verwaltung verkommen und der eigentliche Funke des Evangeliums im Alltag verloren geht.

Glaube ist – so der Erzbischof – im Kern kein starres Regelwerk und keine bloße Pflichterfüllung. Er ist primär eine lebendige Beziehung.

​„Eine Kirche, die nicht aus der lebendigen Begegnung mit Jesus lebt, läuft Gefahr, zu einer bloßen Organisation oder Verwaltung institutioneller Interessen zu verkommen.“

Was bedeutet die „Rückkehr zu Jesus“ konkret?

Msgr. Centellas skizziert in seiner Präsentation vier wesentliche Säulen für eine erneuerte Seelsorge:

​1. Christozentrik: Jesus im Mittelpunkt

Alle kirchlichen Angebote, die Katechismusarbeit und das Gemeindeleben müssen sich daran messen lassen, ob sie den Geist Jesu widerspiegeln. Die Frage muss immer lauten: Würde Jesus so handeln?

​2. Eine „Kirche im Aufbruch“ (Iglesia en salida)

Kirche darf nicht hinter ihren eigenen Mauern verharren. Gerade in einem Land wie Bolivien – aber genauso in Europa – bedeutet dies, an die Ränder der Gesellschaft zu gehen. Es geht um eine konkrete Option für die Armen, die Benachteiligten und die Suchenden.

​3. Synodales Miteinander statt Klerikalismus

Kirche wird von allen getragen. Msgr. Centellas plädiert nachdrücklich für die Stärkung von Laien, Frauen und der Jugend in den Gemeinden. Verantwortung und Mitgestaltung gehören in die Hände der gesamten Gemeinschaft.

​4. Mut zum Wandel

Das traditionelle Argument „Das haben wir schon immer so gemacht“ greift in der heutigen Welt nicht mehr. Veraltete Methoden müssen hinterfragt werden, um Raum für dynamische und zeitgemäße Formen der Seelsorge zu schaffen.

Ein Blick auf die Gegenüberstellung

Bisheriges Muster Ziel der Erneuerung („Rückkehr zu Jesus“)
Institutionelle Selbsterhaltung Lebendige Nachfolge & Evangelisierung
Bewahrend & bürokratisch Aufbrechend, barmherzig & nah am Menschen
Hierarchischer Alleingang Gemeinsamer, synodaler Weg aller Gläubigen
Fokus auf Strukturen Einsatz für die Armen und Marginalisierten

Fazit: Eine Einladung an jeden Einzelnen

​Der Aufruf von Msgr. Ricardo Centellas ist mehr als ein theoretisches Konzept für Theologen. Er ist eine ganz persönliche Einladung an jeden von uns: Den eigenen Glauben neu zu hinterfragen, Ballast abzuwerfen und sich wieder auf das Fundament zu besinnen, das uns trägt.
Die Zukunft der Kirche entscheidet sich nicht in Verwaltungsräumen, sondern in der alltäglichen, lebendigen Nachfolge Jesu.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens 


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Mittwoch, 5. August 2026

Pastoralversammlung in Potosí

Was ist eigentlich eine Pastoralversammlung? – Ein Blick hinter die Kulissen Wenn man die Begriffe Pastoralversammlung oder Pastoralkonferenz hört, klingt das für viele im ersten Moment nach trockenem Kirchenlatein oder bürokratischen Sitzungen. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter, wenn Seelsorger und Gemeindemitglieder zusammenkommen?

Was ist eigentlich eine Pastoralversammlung? – Ein Blick hinter die Kulissen

Wenn man die Begriffe Pastoralversammlung oder Pastoralkonferenz hört, klingt das für viele im ersten Moment nach trockenem Kirchenlatein oder bürokratischen Sitzungen. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter, wenn Seelsorger und Gemeindemitglieder zusammenkommen?

Vorträge vom Bischof eröffnen einen anderen Blickwinkel
Vorträge vom Bischof eröffnen einen anderen Blickwinkel

Ganz einfach ausgedrückt: Eine Pastoralversammlung ist so etwas wie eine Zukunftswerkstatt und ein Strategietreffen für die Arbeit vor Ort.

Hier kommen Menschen zusammen, die das kirchliche und soziale Leben in einer Region aktiv gestalten. Das sind längst nicht nur Priester, sondern ganz besonders auch engagierte Laien – also Menschen, die mitten im Alltag stehen, Familien begleiten oder Ehrenämter übernehmen.


Die Vorträge sind immer etwas herausfordernd.
Die Vorträge sind immer etwas herausfordernd.

Worum geht es bei diesen Treffen?

Gerade in weitläufigen und herausfordernden Regionen – wie hier im Hochland von Potosí – stehen die Menschen vor ganz unterschiedlichen Alltagsfragen. Auf einer Konferenz geht es deshalb vor allem um drei Dinge: Hinhören, Austauschen und Anpacken.

Die wichtigsten Aufgaben im Überblick:

Blick auf die Realität: Was beschäftigt die Menschen vor Ort aktuell wirklich? Wo gibt es soziale Not, wo braucht es Unterstützung?

Erfahrungen teilen: Welche Projekte oder Ideen haben in einer Gemeinde gut funktioniert und könnten auch anderen helfen?

Gemeinsam planen: Wie soll die Begleitung von Familien, die Jugendarbeit oder die soziale Hilfe in den kommenden Monaten konkret aussehen?

Unser Treffen wird von einer Messe eingerahmt
Unser Treffen wird von einer Messe eingerahmt

Ein Kompass für die Zukunft

Am 4. August, haben wir an der Präsentation „Rückkehr zu Jesus“ von Msgr. Ricardo Centellas G., Erzbischof der Erzdiözese Chuquisaca, teilgenommen. Wir schlossen mit der Eucharistiefeier ab und empfahlen uns unserem Schutzpatron, dem heiligen Johannes Maria Vianney. 

Die Beratungsergebnisse einer solchen Konferenz sind keine theoretischen Papierberge. Sie dienen der Kirchenleitung als praktischer Kompass.

Anstatt Entscheidungen „von oben herab“ zu treffen, sorgt die Pastoralversammlung dafür, dass die Weichen direkt auf Basis der Erfahrungen von der Basis gestellt werden. Das Ziel: Die Arbeit und die Hilfe genau dorthin zu bringen, wo sie im Alltag der Menschen gebraucht werden.

Ein Gruppenbild nach dem Abschluss ist immer im Programm
Ein Gruppenbild nach dem Abschluss ist immer im Programm

Fazit: 

Eine Pastoralversammlung ist im Kern ein großes Miteinander – ein Ort, an dem zugehört, nachgedacht und gemeinsam die Zukunft gestaltet wird. 

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Donnerstag, 30. Juli 2026

Ein Besuch in Choquecayara

Hoffnung & Bildung für Kinder in Bolivien Ein Schulbesuch im bolivianischen Hochland ist jedes Mal aufs Neue ein bewegendes Erlebnis. Kürzlich durften wir die Bildungseinheiten (Unidades Educativas) Choquecayara Alta und Choquecayara Baja besuchen. Es war ein Tag voller herzlicher Begegnungen, tiefer Dankbarkeit und strahlender Kinderaugen – und ein Beweis dafür, wie wichtig direkte Bildungshilfe vor Ort ist.

Hoffnung & Bildung für Kinder in Bolivien

Ein Schulbesuch im bolivianischen Hochland ist jedes Mal aufs Neue ein bewegendes Erlebnis. Kürzlich durften wir die Bildungseinheiten (Unidades Educativas) Choquecayara Alta und Choquecayara Baja besuchen. Es war ein Tag voller herzlicher Begegnungen, tiefer Dankbarkeit und strahlender Kinderaugen – und ein Beweis dafür, wie wichtig direkte Bildungshilfe vor Ort ist.

Gemeinsame Hoffnung: Schulgottesdienst im bolivianischen Hochland Der Tag begann mit einem gemeinsamen Schulgottesdienst, zu dem sich die Schülerinnen und Schüler, das Lehrkollegium sowie Angehörige der Dorfgemeinschaft zusammenfanden. In den abgelegenen Gemeinden des Hochlands ist die Schule oft das Herzstück des dörflichen Lebens – und der Gottesdienst bildete einen würdevollen, verbindenden Auftakt.

Gemeinsame Hoffnung: Schulgottesdienst im bolivianischen Hochland

Der Tag begann mit einem gemeinsamen Schulgottesdienst, zu dem sich die Schülerinnen und Schüler, das Lehrkollegium sowie Angehörige der Dorfgemeinschaft zusammenfanden. In den abgelegenen Gemeinden des Hochlands ist die Schule oft das Herzstück des dörflichen Lebens – und der Gottesdienst bildete einen würdevollen, verbindenden Auftakt.

„Glaube, Gemeinschaft und Bildung gehören hier eng zusammen. Die gemeinsamen Lieder und der Segen gaben allen Anwesenden eine spürbare Zuversicht für den Schulalltag.“

„Glaube, Gemeinschaft und Bildung gehören hier eng zusammen. Die gemeinsamen Lieder und der Segen gaben allen Anwesenden eine spürbare Zuversicht für den Schulalltag.“

Schulmaterialien für eine bessere Zukunft: Ausrüstung für den Unterricht Nach dem Gottesdienst folgte der von den Kindern heiß ersehnte Teil des Tages: die Übergabe der mitgebrachten Schulmaterialien. In den oft sehr einfach ausgestatteten Schulen im bolivianischen Hochland fehlt es im Alltagsunterricht an vielem. Umso größer war die Begeisterung, als die Kisten und Pakete geöffnet wurden.


Schulmaterialien für eine bessere Zukunft: Ausrüstung für den Unterricht

Nach dem Gottesdienst folgte der von den Kindern heiß ersehnte Teil des Tages: die Übergabe der mitgebrachten Schulmaterialien. In den oft sehr einfach ausgestatteten Schulen im bolivianischen Hochland fehlt es im Alltagsunterricht an vielem. Umso größer war die Begeisterung, als die Kisten und Pakete geöffnet wurden.

Dank der Unterstützung von Spenderinnen und Spendern   konnten wir unter anderem folgende Lernmittel verteilen:  Schreib- und Zeichenhefte für die verschiedenen Jahrgangsstufen  Blei- und Buntstifte, Lineale sowie Radiergummis  Praktische Lern- und Arbeitsmittel für den täglichen Unterrichtsgebrauch

Dank der Unterstützung von Spenderinnen und Spendern 

konnten wir unter anderem folgende Lernmittel verteilen:

Schreib- und Zeichenhefte für die verschiedenen Jahrgangsstufen

Blei- und Buntstifte, Lineale sowie Radiergummis

Praktische Lern- und Arbeitsmittel für den täglichen Unterrichtsgebrauch


Die leuchtenden Augen der Kinder und die spürbare Erleichterung der Eltern und Lehrkräfte haben einmal mehr gezeigt, wie wertvoll dieser direkte Einsatz für die Schulbildung in Bolivien ist.

Die leuchtenden Augen der Kinder und die spürbare Erleichterung der Eltern und Lehrkräfte haben einmal mehr gezeigt, wie wertvoll dieser direkte Einsatz für die Schulbildung in Bolivien ist.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung unserer Hilfsprojekte! Ein solcher Tag erinnert uns daran, wie viel bewegt werden kann, wenn Gemeinschaft und Hilfe Hand in Hand gehen. Ein großer Dank gilt allen, die diese Besuche und die Beschaffung der Materialien möglich gemacht haben!


Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung unserer Hilfsprojekte!

Ein solcher Tag erinnert uns daran, wie viel bewegt werden kann, wenn Gemeinschaft und Hilfe Hand in Hand gehen. Ein großer Dank gilt allen, die diese Besuche und die Beschaffung der Materialien möglich gemacht haben!

Möchtest du mehr über unsere nächsten Schritte oder spätere Hilfsprojekte in den Hochlandgemeinden erfahren? Hinterlasse uns gerne einen Kommentar oder schreib uns eine Nachricht!

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Samstag, 18. Juli 2026

Pastorale Arbeit in den Bergen Boliviens

Da die Menschen in den Bergen oft unter extremer Armut leiden, teilt sich die Arbeit vor Ort meist in drei Kernbereiche:

Die drei Säulen der pastoralen Arbeit

Da die Menschen in den Bergen oft unter extremer Armut leiden, teilt sich die Arbeit vor Ort meist in drei Kernbereiche:

Ganzheitliche Sozial- und Entwicklungsarbeit

In Regionen, in denen es weder feste Straßen noch eine verlässliche Strom- oder Wasserversorgung gibt, wird die Kirche zum Organisator des Alltags:

Bildungsprojekte: Bereitstellung von Schulmaterialien, Betreuung von Landschulen und Internaten, damit Kinder aus weit entfernten Dörfern überhaupt eine Schule besuchen können.

Ernährungssicherung & Innovation: Unterstützung bei nachhaltigen Anbaumethoden in der Landwirtschaft und der Aufbau von Solaranlagen, um abgelegene Bergdörfer mit sauberer Energie und Licht zu versorgen.

Bildungsprojekte: Bereitstellung von Schulmaterialien, Betreuung von Landschulen und Internaten, damit Kinder aus weit entfernten Dörfern überhaupt eine Schule besuchen können.

Seelsorge und Sakramente (Pastoral)

Das Fundament bleibt die geistliche Begleitung, die sich jedoch stark an die Gegebenheiten anpassen muss:

Die „Gemeinschaften auf dem Weg“: Ein Pfarrer betreut oft Dutzende von weit verstreuten Weilern. Das bedeutet stunden- oder tagelange Fußmärsche oder Fahrten über gefährliche Pisten, um die Sakramente (Taufe, Hochzeit, Krankensalbung) zu den Menschen zu bringen.

Ausbildung von Katecheten: Da der Pfarrer nicht überall gleichzeitig sein kann, werden Frauen und Männer aus den Dörfern zu Wortgottesleiter*innen und Katecheten ausgebildet. Sie halten das religiöse Leben unter der Woche aufrecht.

Die „Gemeinschaften auf dem Weg“: Ein Pfarrer betreut oft Dutzende von weit verstreuten Weilern. Das bedeutet stunden- oder tagelange Fußmärsche oder Fahrten über gefährliche Pisten, um die Sakramente (Taufe, Hochzeit, Krankensalbung) zu den Menschen zu bringen.

Bewahrung der Kultur und Gemeinschaft (Ayni)

Die pastorale Arbeit im Hochland Boliviens baut stark auf den indigenen Traditionen der Quechua und Aymara auf.

Gemeinschaftsarbeit (Ayni): Projekte – ob der Bau einer kleinen Kapelle, einer Schule oder eines Brunnens – werden im Geiste der traditionellen gegenseitigen Hilfe realisiert. Alle packen mit an.

Inkulturation: Der christliche Glaube wird mit den tief verwurzelten Traditionen der indigenen Kultur verbunden, um ein echtes, respektvolles Miteinander zu schaffen.

Gemeinschaftsarbeit (Ayni): Projekte – ob der Bau einer kleinen Kapelle, einer Schule oder eines Brunnens – werden im Geiste der traditionellen gegenseitigen Hilfe realisiert. Alle packen mit an.

Die größten Herausforderungen vor Ort

Die Geografie: Extreme Höhen, steile Bergpässe und unberechenbares Wetter (Trockenheit oder plötzliche Starkregen, die Wege wegschwemmen).

Ressourcenmangel: Die Pfarreien sind finanziell fast vollständig auf Spenden, Partnerschaften mit europäischen Diözesen oder internationale Hilfswerke (wie Adveniat oder Misereor) angewiesen.

Die Geografie: Extreme Höhen, steile Bergpässe und unberechenbares Wetter (Trockenheit oder plötzliche Starkregen, die Wege wegschwemmen).

Abwanderung: Viele junge Menschen verlassen die strukturschwachen Berge in Richtung der Großstädte (La Paz, Santa Cruz) oder ins Ausland, was die Dorfgemeinschaften schwächt.

Die pastorale Arbeit in Boliviens Bergen zeigt eindrücklich, wie Kirche funktioniert, wenn sie an die äußersten Ränder geht: Sie predigt den Glauben nicht nur, sondern macht ihn durch konkrete, lebensverändernde Taten im Alltag der Ärmsten sichtbar.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


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Mit Ihrem Smartphone bequem spenden – so einfach geht’s: Es ist bereits ein Betrag von 50 Euro voreingestellt, den Sie direkt und unkompliziert mit Ihrer Banking-App auf dem Smartphone überweisen können. Damit möchte ich Ihnen einen neuen, besonders komfortablen Weg anbieten, eine Spende zu tätigen. Die Empfängerdaten sind identisch mit den Angaben, die Sie im oberen Bereich über dem QR-Code auf dem Bild finden. Möchten Sie einen anderen Betrag spenden, können Sie den Überweisungsträger über den untenstehenden Link individuell ausfüllen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und dass Sie diese neue Möglichkeit ausprobieren möchten!

Freitag, 17. Juli 2026

Glaube auf dem Altiplano Boliviens

Über uralte Inka Trails

Die Berge Boliviens wirken an diesem Tag wie eine Kathedrale aus Stein, Wind und weitem Himmel. Auf rund 4.000 Metern Höhe, dort, wo jeder Schritt bewusster wird und die Luft spürbar dünner ist, durfte ich einen Gottesdienst erleben, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Über uralte Inka Trails Die Berge Boliviens wirken an diesem Tag wie eine Kathedrale aus Stein, Wind und weitem Himmel. Auf rund 4.000 Metern Höhe, dort, wo jeder Schritt bewusster wird und die Luft spürbar dünner ist, durfte ich einen Gottesdienst erleben, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Der Weg dorthin führte nicht in ein Dorf, das man bequem mit dem Auto erreicht. Er führte zu Fuß über alte Pfade, über Steine, Staub und schmale Wege, die von der Geschichte dieser Region erzählen. Viele dieser Wege verbinden seit Jahrhunderten das Hochland mit Tälern und tieferen Regionen; sie erinnern an die großen Wegnetze der präkolumbianischen Kulturen und der Inka.

Der Weg dorthin führte nicht in ein Dorf, das man bequem mit dem Auto erreicht. Er führte zu Fuß über alte Pfade, über Steine, Staub und schmale Wege, die von der Geschichte dieser Region erzählen. Viele dieser Wege verbinden seit Jahrhunderten das Hochland mit Tälern und tieferen Regionen; sie erinnern an die großen Wegnetze der präkolumbianischen Kulturen und der Inka.

Der Weg dorthin führte nicht in ein Dorf, das man bequem mit dem Auto erreicht. Er führte zu Fuß über alte Pfade, über Steine, Staub und schmale Wege, die von der Geschichte dieser Region erzählen. Viele dieser Wege verbinden seit Jahrhunderten das Hochland mit Tälern und tieferen Regionen; sie erinnern an die großen Wegnetze der präkolumbianischen Kulturen und der Inka.

Ankunft in der Stille

Oben angekommen, war da zunächst die Stille. Dann die Stimmen der Menschen, ihr Gesang, ihre Gebete, ihre Gastfreundschaft. Die Umgebung war schlicht, aber eindrucksvoll: keine großen Mauern, kein prachtvoller Bau, sondern eine Gemeinschaft, die sich versammelt hatte, um ihren Glauben zu teilen.

Oben angekommen, war da zunächst die Stille. Dann die Stimmen der Menschen, ihr Gesang, ihre Gebete, ihre Gastfreundschaft. Die Umgebung war schlicht, aber eindrucksvoll: keine großen Mauern, kein prachtvoller Bau, sondern eine Gemeinschaft, die sich versammelt hatte, um ihren Glauben zu teilen.

Oben angekommen, war da zunächst die Stille. Dann die Stimmen der Menschen, ihr Gesang, ihre Gebete, ihre Gastfreundschaft. Die Umgebung war schlicht, aber eindrucksvoll: keine großen Mauern, kein prachtvoller Bau, sondern eine Gemeinschaft, die sich versammelt hatte, um ihren Glauben zu teilen.

Gerade in dieser Höhe wird deutlich, wie wenig es braucht, damit Glaube lebendig wird. Die dünne Luft macht jede Bewegung langsamer, doch die Herzen der Menschen wirken weit und offen. Ihre Freundlichkeit, ihr Lächeln und ihre Bereitschaft, Fremde aufzunehmen, sprechen eine Sprache, die ohne Übersetzung verstanden wird.

Mich hat besonders berührt, wie der Glaube hier Kulturen verbindet. Zwischen Andenlandschaft, alten Wegen und einfachen Gesten der Begegnung entsteht etwas, das größer ist als geografische Entfernung. Man spürt: Wer gemeinsam betet, singt oder schweigt, findet oft schneller zueinander, als Worte es könnten.

Glaube der hier Kulturen verbindet

Mich hat besonders berührt, wie der Glaube hier Kulturen verbindet. Zwischen Andenlandschaft, alten Wegen und einfachen Gesten der Begegnung entsteht etwas, das größer ist als geografische Entfernung. Man spürt: Wer gemeinsam betet, singt oder schweigt, findet oft schneller zueinander, als Worte es könnten.

Diese Erfahrung in den bolivianischen Anden war mehr als ein Reiseerlebnis. Sie war eine Erinnerung daran, dass Gemeinschaft nicht von Komfort abhängt, sondern von Offenheit. Dass Gastfreundschaft auch dort groß sein kann, wo das Leben äußerlich einfach erscheint. Und dass Glaube Wege findet – über Berge, Sprachen und Grenzen hinweg.

Diese Erfahrung in den bolivianischen Anden war mehr als ein Reiseerlebnis. Sie war eine Erinnerung daran, dass Gemeinschaft nicht von Komfort abhängt, sondern von Offenheit. Dass Gastfreundschaft auch dort groß sein kann, wo das Leben äußerlich einfach erscheint. Und dass Glaube Wege findet – über Berge, Sprachen und Grenzen hinweg.

Diese Erfahrung in den bolivianischen Anden war mehr als ein Reiseerlebnis. Sie war eine Erinnerung daran, dass Gemeinschaft nicht von Komfort abhängt, sondern von Offenheit. Dass Gastfreundschaft auch dort groß sein kann, wo das Leben äußerlich einfach erscheint. Und dass Glaube Wege findet – über Berge, Sprachen und Grenzen hinweg.

Ein besonderes Reiseerlebnis

Dankbar blicke ich auf diese Begegnungen zurück: auf die Menschen in den Anden, auf den Gottesdienst inmitten einer atemberaubenden Landschaft und auf den Moment, in dem mir bewusst wurde, dass die Luft zwar dünn sein kann, aber der Glaube dennoch tief atmen lässt.

Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens


Mit Ihrem Smartphone bequem spenden – so einfach geht’s: Es ist bereits ein Betrag von 50 Euro voreingestellt, den Sie direkt und unkompliziert mit Ihrer Banking-App auf dem Smartphone überweisen können. Damit möchte ich Ihnen einen neuen, besonders komfortablen Weg anbieten, eine Spende zu tätigen. Die Empfängerdaten sind identisch mit den Angaben, die Sie im oberen Bereich über dem QR-Code auf dem Bild finden. Möchten Sie einen anderen Betrag spenden, können Sie den Überweisungsträger über den untenstehenden Link individuell ausfüllen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und dass Sie diese neue Möglichkeit ausprobieren möchten!

Mit Ihrem Smartphone bequem spenden – so einfach geht’s: Es ist bereits ein Betrag von 50 Euro voreingestellt, den Sie direkt und unkompliziert mit Ihrer Banking-App auf dem Smartphone überweisen können. Damit möchte ich Ihnen einen neuen, besonders komfortablen Weg anbieten, eine Spende zu tätigen. Die Empfängerdaten sind identisch mit den Angaben, die Sie im oberen Bereich über dem QR-Code auf dem Bild finden. Möchten Sie einen anderen Betrag spenden, können Sie den Überweisungsträger über den untenstehenden Link individuell ausfüllen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und dass Sie diese neue Möglichkeit ausprobieren möchten!