
Gottesdienst in einem einsam gelegenen Andendorf
Padre Hernán Tarqui Villarpando leistet als Pfarrer der Pfarrei San Pedro de Macha und Bombori einen umfassenden humanitären und seelsorgerischen Dienst unter extremen Bedingungen im bolivianischen Andenhochland. Er ist der Nachfolger des verstorbenen deutschen Missionars Padre Dietmar Krämer. Seine Arbeit in der Diözese Potosí erstreckt sich über rund 70 weit verstreute indigene Gemeinden, die isoliert auf Höhen zwischen 3.500 und über 4.500 Metern liegen. Da Padre Tarqui selbst aus der Region stammt und Quechua seine Muttersprache ist, besitzt er einen tiefen Zugang zur indigenen Bevölkerung.

Die Schulgottesdienste sind hier gut besucht
Seine Arbeit lässt sich in drei wesentliche Säulen unterteilen:
1. Soziale Unterstützung und Bildung
In den entlegenen Bergdörfern (Weilern) herrscht oft bittere Armut und es fehlt an grundlegender Infrastruktur. Padre Tarqui engagiert sich stark im Bildungsbereich:
Schulmaterial-Aktionen: Er organisiert und finanziert jährlich die Verteilung von essenziellem Schulmaterial an alle Schulkinder der riesigen Pfarrei.
Infrastrukturprojekte: Er begleitet und koordiniert lokale Hilfsprojekte vor Ort, um die Lebensbedingungen in den indigenen Gemeinschaften nachhaltig zu verbessern

Padre Hernán Tarqui bringt bei vielen seiner Besuche gebrauchte Kleidung mit. Die sammelt er in den Städten und kauft auch noch eine Menge dazu. Viele Kinder besitzen nur, was sie am Leib tragen.
2. Gesundheitsfürsorge und Nächstenliebe
Da staatliche Strukturen in diesen extremen Höhenlagen des Altiplano kaum vorhanden sind, dient die Pfarrei unter seiner Leitung als zentraler Anlaufpunkt für praktische Lebenshilfe:
Er leistet Akuthilfe bei der medizinischen Grundversorgung und unterstützt Familien in Krisensituationen.

Die Kinder bedanken sich mit einem traditionellen Tanz
Durch internationale Netzwerke und Spendenaufrufe (unter anderem dokumentiert über seine eigenen Informationskanäle) versucht er, kontinuierliche Unterstützung für die Ärmsten zu sichern.

Hier erleben Sie das Tinku-Ritual in Macha eine Tradition aus der Aymara Zeit. Es existiert schon lange vor Inka und Kolonialzeit.
3. Pastorale Arbeit und Kulturerhalt
Neben traditionellen Aufgaben wie Gottesdiensten, Taufen, Hochzeiten, Erstkommunionen und Beerdigungen liegt ein Schwerpunkt auf der Bewahrung der Identität der Region:
Kulturelles Verständnis: Padre Tarqui setzt sich intensiv für den Erhalt und den Respekt lokaler Bräuche ein, wie etwa der indigenen Kultur der Quechua und traditioneller Feste wie dem Tinku-Ritual.
Gemeinschaftspflege: Die Kirche fungiert unter ihm als Schutzraum und "Zukunftswerkstatt", in der Seelsorger und Laien gemeinsam das soziale Zusammenleben organisieren.

Das Tinku Ritual findet in der ersten Maiwoche statt. Die optimale Zeit unsere Kultur kennen zu lernen.
Möchten Sie mehr über bestimmte Hilfsprojekte von Padre Hernán Tarqui erfahren?
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Padre Hernán Tarqui im Dienst für die Ärmsten in den Bergen Boliviens
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